Interessanter Artikel zu Eigenschaften von Pilz-Netzwerken im Boden: »Praktiken mit geringem Eingriff (von organischen bis biodynamischen Ansätzen) förderten dicht geclusterte Netzwerke, die einen Gleichgewichtszustand mit gemischten (generalistisch-kollaborativen) Gemeinschaften beschreiben. Im Gegensatz dazu haben wir in konventionell bewirtschafteten Weinbergen hochgradig modulare (nischenspezialisierte), niedrig geclusterte Gemeinschaften beobachtet. […] Daher nehmen wir an, dass lokale [Pilz] Netzwerkeigenschaften [im Boden] global genutzt werden können, um die Wirkung von Ökosystem-Störungen bei Nutzpflanzen […] zu analysieren.«
Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020 Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft Hier der Link zum Vortag Jochen Hartmann ist gelernter Landwirt und bewirtschaftet den Hof seiner Familie in der 19. Generation. Das traditionell wichtigste Standbein seines Hofes ist der Kartoffelanbau. Daneben stecken er und seine Frau seit einigen Jahren viel Herzblut und Energie in die mobile Hühnerhaltung sowie in den Schutz der biologischen Vielfalt – über und unter der Erdobefläche. Dazu hat Jochen
Laut einer wissenschaftlichen Studie von 2019, in der Wissenschaftler Studien von 73 Orten aus der ganzen Welt ausgewertet haben, ist die moderne Landwirtschaft eine der Hauptursachen für das weltweite Insektensterben. Insbesondere der Verlust an Habitaten – Hauptverursacher die Landwirtschaft, aber auch die Verstädterung – sowie die Umweltbelastung durch den intensiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, führt dazu, dass Insekten massiv verschwinden. Mit knapp 50% ist damit die Landwirtschaft eindeutig der Sektor, der die weitreichendsten Konsequenzen
Eine Doku, die einen Einblick in die Geschäfte und Geschäftspraktiken der Saatgutfirmen erlaubt: »Modernes, standardisiertes Saatgut wird wie Gold gehandelt, und das Milliardengeschäft liegt in den Händen weniger internationaler Agrarkonzerne. Sie produzieren in Billiglohnländern – unter miserablen Bedingungen, oft illegal mit Kinderarbeit und Frauenausbeutung. Schönheit und lange Haltbarkeit der genmanipulierten Obst- und Gemüsesorten gehen auf Kosten des Geschmacks und der Nährstoffe. Alte Sorten sterben aus, auf Kosten der Biodiversität. Doch weder Landwirte noch Verbraucher scheinen
Ein Labor hat das Trinkwasser von zehn Gemeinden im Mittelland (Schweiz) auf ein möglicherweise krebserregendes Pestizid untersucht. Neun Proben zeigen zu hohe Pestizidrückstände. Dabei wurde bei einem Abbauprodukt von Chlorothalonil (ein Fungizid von Syngenta) an einem Ort ein Wert von 2,2 Mikrogramm pro Liter gemessen. Der Grenzwert für solche Rückstände liegt bei 0,1 Mikrogramm. Das Wasser ist also 22-mal zu stark belastet. Zwar sind die anderen Messergebnisse nicht ganz so hoch, aber doch meist noch
IG Gesunder Boden: »In „Humus – der Podcast“ sprechen wir mit Experten, aber auch mit engagierten und interessierten Menschen zum Thema „gesunder Boden“. Fragen, die uns alle angehen sollten, werden direkt an die Experten gestellt und in der Regel auch umfassend und anschaulich beantwortet. Die Themen wechseln von Podcast-Ausgabe zu Ausgabe. Veranstaltungen der IG Gesunder Boden werden hier genauso angekündigt, das Programm besprochen und die Referenten im Vorfeld oder im Nachgang der Veranstaltung interviewed. Mit
Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer nächsten Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“. Leider waren die bisherigen Monate im Jahr 2020 wieder sehr trocken und ausreichend Regen ist nicht in Sicht. Wir möchten in dieser „Spezial-Reihe“ regenerative Lösungsmöglichkeiten für den Umgang
So ein bisschen streitet man sich in den Kreisen über die La Ferme de Bec Hellouin. Ist sie Modellbetrieb, oder machen sie einfach sehr gutes Marketing?! In jedem Fall kann ich sagen dass ich mich immer wieder inspiriert fühle, wie durch diese neue Dokumentation, durch die Gedanken der Beiden, und die Eindrücke, die ich von ihrem »Garten« kriege. Es ist und bleibt beeindruckend, mit welcher Schaffenskraft und Kreativität, mit welcher Motivation und Inspiration die beiden
Interessanter Artikel aus der Schweiz. Zwar in meinen Augen zu skeptisch, was die Potentiale des Humusaufbaus angeht. Aber mit klarer Message: Ständige Bodenbedeckung ist ein absolutes Muß zum Schutz und Aufbau des Bodens und sollte politisch institutionalisiert werden.
Jens Petermann hat selbst 2007 erfahren müssen, was durch »gute fachliche Praxis« passieren kann (siehe Bild). Dieses Ereignis brachte ihn dazu, seine ganze Herangehensweise an seinen Betrieb und v.a. dem Boden zu überdenken. Der Schlüssel, wie bei vielen Andersdenkenden, das Bodenleben, welches ständig ernährt werden sollte, da es dieses Leben ist, was die Bodenfruchtbarkeit erhält und erhöht. In einem Artikel für die »Lebendige Erde« erklärt er seine Methoden und Ansätze – natürlich mit vielfältiger Fruchtfolge,
Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020 Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft Hier der Link zum Vortag Viviane Theby ist Tierärztin, Landwirtin, Permakultur-Designerin und vom Savory Institut ausgebildet im Ganzheitlichen Management. Sie betreibt mit ihrem Lebensgefährten den Scheuerhof seit 2017 nach diesen Prinzipien. Dort zeigen beide, dass man auch eine artenreiche Landwirtschaft profitabel betreiben kann. Die Grundlage bildet ein gesunder Boden mit einem artenreichen Bodenleben. Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen
Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der Tagesschau24 zu seinem Projekt »Weltacker« und zu den Problemen und Herausforderungen der Landwirtschaft.
Oha, na schau einer an: Da kommt das Thema dann doch in Deutschland an. In der agrarheute »Weidehaltung mit Mob Grazing: Mehr Ertrag, gesündere Kühe«. Immerhin: In den USA schon bekannt. In Deutschland fast noch unbekannt. Tja, wenn da nicht unser Symposium und unsere Webinar-Reihe wäre, mit Beatrice Kehl und Viviane Theby (letzteres besonders zu empfehlen, da Beispiel aus dem Hunsrück und sehr gut erklärt).
Mein Waldgarten am Schloss Tempelhof wächst und gedeiht. Ein wunderbares Frühjahr, viel weiter gepflanzt und vorbereitet für das, was kommen mag. Im Zentrum steht mehrjähriges Gemüse, erweitert durch verschiedene Sträucher und Bäume. Ich führe, neben diesem Blog hier, noch ein spezielles Waldgarten-Blog (www, Facebook, Instagram, Twitter), wo ich immer wieder ein paar Einblicke poste und Pflanzen vorstelle. Nix wie hin!
Diese Karte zeigt den Kohlenstoffgehalt in unseren Böden an. Sie ist ein neues Produkt von ISRIC, der World Soil Information. Auffällig ist die gelbe und grüne Farbe im (mittel)europäischen Bereich. Grün v.a. in bewaldeten Bereichen, oder da wo Wiesen oder auch Moore und Marschen vorherrschen. Gelb fast überall dort, wo Acker zu finden ist. Gelb, das steht für »weniger als 50 t/C/ha in den obersten 30cm«. Je nachdem Bodentyp, entspricht 1% Humus in den obersten
Die Lösung unserer Probleme sind erneuerbare Energien, v.a. Wind und Sonne – so oder ähnlich klingt es immer wieder bei Technik-freundlichen Menschen. Wenn wir nur auf 100% erneuerbare Energien umgestellt haben, dann sind Elektroautos auch kein Problem mehr für die Umwelt, und auch sonst können wir (mit unserem Konsumverhalten) weiter machen wie zuvor. Das sehe ich klar anders – und Michael Moore in seiner neuen Doku auch. Alles, was wir Menschen entwickeln, hat eine Auswirkung
Sehr gute Präsentation über die Agroforstwirtschaft weltweit. Wo stehen wir gerade? Was gibt es an Untersuchungen die die Vorteile der Agroforstwirtschaft aufzeigen? Was könnte getan werden? Patrick Worms, selbst führend politisch wie auch »on the ground« aktiv, ist ein Spitzenkenner der Szene und zeigt wirklich detailliert die verschiedenen Facetten der Agroforstwirtschaft auf. Sehr empfehlenswert!
Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020 Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft Hier der Link zum Vortag Christoph Felgentreu hat Pflanzenproduktion an der Humboldt-Universität studiert. Von 1990 bis 2019 war er Leiter der Betriebsstätte Deutsche Saatveredelung AG. Dazu gehören 2,5 ha Versuchsfläche, auf der aktuelle Fragen der Landwirte aufgegriffen werden. Dazu werden gemeinsam mit Pflanzenschutz-, Düngemittel- und Technikfirmen Sorten und Anbautechnologien der wichtigsten in der Umgebung angebauten Kulturen getestet. Im Fokus des Symposiums standen
Wie glaubhaft ist es, wenn sich Konzerne für den Umweltschutz engagieren? Wie wichtig – oder auch richtig – kann eine Kooperation sein? Ist all das Engagement nur Greenwashing? Interessanter Artikel in brand eins: »Wenn Umweltschützer und Konzerne kooperieren, können sie eine Menge erreichen. Zumindest theoretisch. Ein Realitäts-Check.«
Spannende Präsentation von jemanden der »ganz klassisch« für die Großen der Unternehmensberatung unterwegs war, bevor er regenerativer Landwirt wurde. Und wie er immer wieder aus zwei Welten auf seine (neue) Herangehensweise drauf blickt – als Berater, der er war, und als Bauer, der mit dem Land und den Tieren verbunden ist.


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