Stefan

Artikel: Agroforstsysteme der gemäßigten Breiten bieten einen größeren Bestäubungsdienst als Monokulturen

Artikel: Agroforstsysteme der gemäßigten Breiten bieten einen größeren Bestäubungsdienst als Monokulturen

Überraschend sind diese Ergebnisse nicht: Klar, die Integration von Bäumen in Aecker und Wiesen fördert die Artenvielfalt. Aber doch interessant, welchen Unterschied es machen kann – obwohl ich den durchaus auch höher eingeschätzt hätte. Hier eine Untersuchung aus England, auf ökologischen Flächen: »Wir fanden heraus, dass Agroforstsysteme (AF) in gemäßigten Klimazonen einen größeren Bestäubungsdienst bieten können als Monokulturen (MK): Bei AF-Systemen gab es doppelt so viele Einzelbienen und Schwebfliegen und in AF-Ackersystemen 2,4-mal mehr Hummeln als bei MK. Bei AF wurde in einem der beiden Jahre auch 4,5-mal mehr Saatgut gesetzt als bei MK. Bei 40 % der standortbezogenen Stichprobeneinheiten pro Jahr war der Artenreichtum der Solitärbienen bei AF durchschnittlich 10,5-mal höher.«

Quelle: »Temperate agroforestry systems provide greater pollination service than monoculture«

Posted by Stefan in Artikel, Landwirtschaft, Natur, 0 comments
Buch: Unsere Welt neu denken. Maja Göpel

Buch: Unsere Welt neu denken. Maja Göpel

Nun, vor uns liegt ein Scherbenhaufen – Klimaveränderung, Plastik in den Ozeanen, Verlust an Biodiversität, Nitrat im Grundwasser, krankmachende Gifte in unserer Umwelt, und und und… All dies sind nicht verschiedene Phänomen, sondern gehören zusammen und sind Sinnbild eines Irrweges, auf dem wir Menschen unterwegs sind. Daran ist zwar nicht allein Adam Smith Schuld, mit seinen Ansichten über die Ökonomie, Bevölkerung und Wachstum, die uns bis heute prägt. Aber wir haben uns, so beschreibt Maja Göpel, zu sehr mit einer einseitigen, und letzten Endes »falschen« Weltanschauung beschäftigt, die uns zu diesem Punkt geführt hat. Weshalb wir »Unser Welt neu denken« (Amazon, Buch7) müssen, so der Titel ihres Buches. In dem beschreibt sie, welche Denkprinzipien, welche Modelle uns seit ein paar Jahrhunderten prägen. Und diese sind ganz schön groß und kräftig. Die gute Nachricht ist jedoch gleichzeitig: Es gibt auch andere Denkweisen, die mehr und mehr im Kommen sind. Schaffen wir es rechtzeitig, die einseitigen Muster unseres Denkens und Handelns, die unserer Gesellschaft und damit v.a. auch Ökonomie und Politik prägt, zu verändern?

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

Posted by Stefan in Bücher, Gemeinsam Leben, Klimaveränderung, Konsum, Soziale Permakultur, Wirtschaft, 0 comments
Ein (neuer) Ort der Ruhe im Waldgarten

Ein (neuer) Ort der Ruhe im Waldgarten

Seit längerem schon immer wieder gedacht und visioniert. Nun endlich da. Eine am Wegesrand gefundene »Pergola« wurde gefestigt und Stützen dran geschweisst. Eine runde Holzterrasse gebaut (auf die auch noch Yin-Yang-Zeichen gemalt bzw später evtl. eingebrannt werden). In einer immer ruhiger werdenden Lage, weil die Felsenbirnen drum herum für einen Sichtschutz sorgen sollen, und die Weinreben (weiss nicht ob die das auf dem oft feuchteren Boden schaffen; fand ich aber erst einmal schöner als Hopfen) für Schatten. Heute morgen um 5:30h das erste Mal Yoga drauf gemacht, in wunderbarer Sommermorgenstimmung. Super!

Posted by Stefan in Natur, Waldgarten, 0 comments
»Der Niedersächsische Weg«: Der Weg zum Umweltschutz nach fairen Regeln?

»Der Niedersächsische Weg«: Der Weg zum Umweltschutz nach fairen Regeln?

Interessant: In Niedersachsen ist ein Vertrag mit Namen „Der Niedersächsische Weg“ unterzeichnet worden, in dem erstmalig die Landesregierung, das Niedersächsisches Landvolk, die Landwirtschaftskammer, BUND und NABU festlegen, welche Umweltanforderungen die Landwirte in den kommenden Jahren zusätzlich neben den bestehenden zu erfüllen haben – und wie das honoriert wird.
Mehr dazu auch bei TopAgrar

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Natur, Tiere, 0 comments
Präsentation: Cash Crops von Bäumen – Walnussbäume auf dem Acker. Vivian Böllersen. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020

Präsentation: Cash Crops von Bäumen – Walnussbäume auf dem Acker. Vivian Böllersen. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Hier der Link zum Vortag

Vivian Böllersen hat an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung „Öko-Agrarmanagement“ studiert und Ihre Masterarbeit dem Walnussanbau in Deutschland gewidmet. Seit 2015 bewirtschaftet sie in Velten bei Berlin einen 4,5ha großen Walnusshain mit 200 Bäumen und über 30 verschiedenen Sorten unter ökologischen Bedingungen. Ihr Anspruch ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des Walnussanbaus in Deutschland zu erkunden und die Forschung in diesem Bereich voran zu treiben.

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung.

Mit Hofrundgang, Vorträgen, Kurzreferaten, einer Podiumsdiskussion und vielfältigen kleinen Arbeitsgruppen wollen wir einen offenen Begegnungsraum schaffen für konventionelle und ökologische Bauern, Gärtnerinnen und andere interessierte Menschen. Das Symposium soll Verständnis für Zusammenhänge und Lösungen vermitteln und verbreiten. Es soll dazu anregen, Abhängigkeiten zu verringern und in Partnerschaft mit Menschen und Natur neue Wege einzuschlagen.

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www-lebensraum-permakultur-de
www.schloss-tempelhof.de

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Präsentation, 0 comments
Sibirien leidet unter Rekordhitze – bis zu 34°C

Sibirien leidet unter Rekordhitze – bis zu 34°C

Heieiei, wo wird uns das noch hinführen: »Schon der vergangene Winter soll der heißeste seit 130 Jahren gewesen sein: Jetzt erlebt die russische Wildnis einen nie da gewesenen Extremsommer.« Mit gravierenden Folgen. Deutliche 10-20°C sind die Temperaturen nun schon seit einiger Zeit – und damit ungewöhnlich lange – über den Normalwerten. »Völlig verrückt«, sagt ein Meterologe dazu. Berechnungen zufolge kommt so eine Anomalie nur alle 100.000 Jahre vor. Die Folgen für die Region und das Weltklima sind gravierend.

Posted by Stefan in Artikel, Klimaveränderung, Natur, 0 comments
Artikel: Frühes Frühlingserwachen verursacht Dürren

Artikel: Frühes Frühlingserwachen verursacht Dürren

Spannende Untersuchung: Die Basis für die extreme Dürre im Sommer 2018 wurde bereits im Frühjahr gelegt: Die aufgrund einer Hitzeperiode üppig wachsenden Pflanzen entzogen dem Boden schon zeitig viel Wasser und verstärkten damit die sommerliche Trockenheit, wie Simulationen zeigen.

„Wenn Pflanzen früher zu wachsen beginnen, benötigen sie auch mehr Wasser, sodass der Boden stärker austrocknet“, sagt Bastos. „In Zentraleuropa hat das verstärkte Wachstum im Frühjahr zu einer starken Abnahme des Wassergehalts im Boden geführt. Dieses Wasser stand im Sommer nicht mehr zur Verfügung, um die Biomasse aufrecht zu erhalten, sodass die Ökosysteme noch stärker unter der Sommerdürre litten.“

Den Modellen zufolge erklärte dieser Frühlingseffekt etwa die Hälfte der sommerlichen Trockenheit, verstärkte die Dürre also substantiell. In Zentraleuropa wirkten sich die hohen Temperaturen im Frühjahr daher letztlich negativ auf die Produktivität der Ökosysteme und die Netto-Kohlendioxidaufnahme aus.

Posted by Stefan in Landwirtschaft, 0 comments
Artikel: Besserer Wein unter Pinien. Weinanbau und Agroforstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

Artikel: Besserer Wein unter Pinien. Weinanbau und Agroforstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

»Better wines among the pines«: Der Klimawandel wirkt sich weltweit auf das Wachstum von Trauben aus, die bei der Weinherstellung verwendet werden, und führt dazu, dass sie zu früh reifen, was die Qualität und den Charakter des Produkts verändert; neue Forschungen in der globalen Heimat des Weins legen jedoch nahe, dass Bäume den Winzern bei der Anpassung helfen können. In Südfrankreich werden zwischen den Baumreihen lange Reihen mit Weintrauben angebaut, die Schatten spenden und andere mikroklimatische Vorteile bieten, die dazu führen, dass die Trauben mehrere Wochen später reifen als in den umliegenden Gebieten, was zu qualitativ höherwertigem Wein führt. Weitere Vorteile sind eine erhöhte Toleranz der Reben gegenüber Hitze und Frost sowie die Beherbergung von Nützlingspopulationen.

Posted by Stefan in Landwirtschaft, 0 comments
Artikel: Landwirt geht neue Wege. Mit Schwefel und Kollege Regenwurm für einen hochwertigeren Boden

Artikel: Landwirt geht neue Wege. Mit Schwefel und Kollege Regenwurm für einen hochwertigeren Boden

Artikel über einen Landwirt, der auf die Ansätze der regenerativen Landwirtschaft um- bzw. aufgestiegen ist: »Sie verrichten ihre Arbeit lautlos und nahezu unsichtbar. Sie verlangen weder Gehalt noch Urlaub und leisten trotz ihrer geringen Körpergröße von 12 bis 30 Zentimetern Beachtliches. Für Carsten Zimdars sind diese besonderen „Mitarbeiter“ ein Segen. Zumal er sie nicht erst suchen oder einfliegen lassen musste. Sie waren schon immer da, weil sie hierhergehören. Der Landwirt aus Bassum musste ihnen einfach ein gutes Arbeitsumfeld schaffen, damit sie sich wohlfühlen.«

Posted by Stefan in Landwirtschaft, 0 comments
Positionspapier: Lebendiger Boden für Landwirtschaft und Naturschutz

Positionspapier: Lebendiger Boden für Landwirtschaft und Naturschutz

Auf Initiative des WWF treffen sich seit 2016 Landwirte, Naturschützer und Bodenexperten, um Wege jenseits einseitiger Sichtweisen und festgefahrener Konflikte zu finden. Wie können wir unsere Böden in der Landwirtschaft so bestellen und pflegen, dass auch unsere Enkel noch davon leben können – ja vielleicht sogar besser als wir heute?

Zusammen mit den Mitgliedern des Gesprächskreises und weiteren Unterstützern, veröffentlicht der WWF das Positionspapier „Die gemeinsame Basis für Landbau und Naturschutz ist der lebendige Boden“, das sich sowohl an Landwirte, als auch an Umweltschützer, Politik und Verbraucher richtet. Gegliedert ist das Papier in drei Kernforderungen:

  • 1. Das absolute Primat der Netto-Bodenerhaltung vor anderen Faktoren im Landbau
  • 2. Das Prinzip der Wiedererlangung und Verbesserung der natürlichen Produktivität ökologisch örtlich angepasster Boden-Pflanze-System
  • 3. Forderungen für gesellschaftspolitische Veränderungen, damit der Boden als gemeinsame Grundlage erhalten werden kann
Posted by Stefan in Landwirtschaft, 0 comments
Kleine Wespennester in der Agroforst-Baumreihe

Kleine Wespennester in der Agroforst-Baumreihe

Ha, da fühlen sie sich wohl: Unsere Robinien-Reihe ist noch jung, und die kleinen Stämmchen sind mit Hülsen geschützt. Darin finden die Wespen ein wunderbares Klima – trocken, warm, windgeschützt, und überhaupt geschützt. Alle fünf Bäume, würde ich sagen, waren kleinere und größere Nester zu finden. Lässt den Schluss zu: Für mehr Biodiversität brauchen wir mehr Bäume und v.a. Baum-Schutzhülsen! 🙂

Posted by Stefan in Tiere, 0 comments
Crowdfunding: Wir stehen drauf – Videokampagne. Landwirtschaft als Teil der Lösung

Crowdfunding: Wir stehen drauf – Videokampagne. Landwirtschaft als Teil der Lösung

Spannendes Projekt mit filmischer Dokumentation von innovativen Projekten, welches eine gemeinsame Finanzierung braucht: »Landwirtschaft als Teil der Lösung? Wir wollen zeigen, wie mutige Menschen eine Form des Anbaus umsetzen, der lebendige Ökosysteme fördert, den Klimawandel abmildert und somit die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung sichern kann. Regenerative Landwirtschaft basiert vor allem auf der Grundlage aller Landwirtschaft: dem Boden. In 24 Videoporträts zeigen wir Menschen und Höfe, die Pionierarbeit im Feld leisten, und lassen sie von ihren Erfahrungen und Herausforderungen erzählen.«

Hier der Link zum Facebook-Video.

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Wirtschaft, 1 comment
Am 18.06.2020 startet die neue Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ mit einem Sommer-Spezial »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Am 18.06.2020 startet die neue Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ mit einem Sommer-Spezial »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer nächsten Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Leider waren die bisherigen Monate im Jahr 2020 wieder sehr trocken und ausreichend Regen ist nicht in Sicht. Wir möchten in dieser „Spezial-Reihe“ regenerative Lösungsmöglichkeiten für den Umgang mit der zunehmenden Trockenheit in der Land(wirt)schaft aufzeigen.
Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Co-Autor des Buches „Die Humusrevolution“ und Organisator des gleichnamigen Symposiums).

Die Themengebiete sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung des Wasserkreislaufes, Keyline-Design als Methode zum aktiven Wassermanagement in der Land(wirt)schaft, über holistischem Weidemanagement, Agroforstwirtschaft bis natürlich hin zu Ansätzen und Methoden im Ackerbau, alle mit Schwerpunkt Wasser.

Das Format

  • 5 Webinare à 90 Minuten (60 Minuten Präsentation, 30 Minuten Fragen & Antworten).
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes zum Spezial-Preis von 29,90€ gebucht werden.
  • Mengenrabatte für Institutionen auf Nachfrage möglich.
  • Alle Webinare werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung.
  • Beginn: Donnerstag, 18. Juni 2020 um 20:00 Uhr. Danach im wechselnden Rhythmus.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

Posted by Stefan, 0 comments
Artikel: Holistisches Weidemenanagement – Eine Blaupause für die Kühlung der Erde. Charles Massy. Australien

Artikel: Holistisches Weidemenanagement – Eine Blaupause für die Kühlung der Erde. Charles Massy. Australien

Spannender Artikel von Patagonia, die mehr und mehr dabei sind, sich für regenerative Landwirtschaft zu interessieren, v.a. für sie mit der Frage, wo sie »regenerativ« hergestellte Baumwolle und Merino her kriegen. Charles Massy, Pionier aus Australien in Sachen Holistischem Weidemanagement, berichtet u.a. davon, dass sein Vater sagte, dass alle fünf bis acht Jahre eine Heuschreckenplage über seine Felder gekommen sei. Seitdem die Ranch auf HM umgestellt hat, was 20-25 Jahre sind, haben sie keine einzige Plage gehabt. Seine Begründung: Der Boden bleibt durch das HM feuchter, was wiederum Nematoden ein gutes Leben erlaubt, die wiederum die Eier der Heuschrecken fressen. Spannend!

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Tiere, 0 comments
Präsentation: Der Erfolg von Holistischem Weidemanagement. »It’s Not the Cow. It’s the How«. Bobby Gill

Präsentation: Der Erfolg von Holistischem Weidemanagement. »It’s Not the Cow. It’s the How«. Bobby Gill

Spannender Vortrag von Bobby Gill, der für das Savory Institute arbeitet, zum Holistischen Weidemanagement. Es zeigt auf, wo das Problem liegt, und wie erfolgreich Landwirte weltweit sind, bei der Umsetzung des Holistischen Weidemanagements.

Hier zum Beispiel, wie viel Kohlenstoff pro Pound Fleisch ein Betrieb in den USA im Boden anreichert, und was die Netto-Summe bei der Lebenszyklus-Untersuchung ist:

Im Vergleich zur »industriellen« Produktion und auch zu veganem »Fleisch«:

Und hier die (teils bekannten) Bilder von Vergleichen, vor und nach der Umstellung auf HM:

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Tiere, 0 comments
Artikel: Erhöhter Beitrag von Wurzelexsudaten zum Kohlenstoffeintrag im Boden während der Grünlanddegradierung

Artikel: Erhöhter Beitrag von Wurzelexsudaten zum Kohlenstoffeintrag im Boden während der Grünlanddegradierung

Interessanter Artikel: Je mehr Grünland degradiert, desto mehr Kohlenstoff pumpen zwar einzelne Pflanzen über die Wurzelexudate in den Boden. Aber die Gesamtsumme ist abnehmend, da immer weniger Pflanzen und weniger Pflanzenvielfalt zur Verfügung steht. Ausserdem leidet die oberflächliche Biomasse darunter, dass die Pflanzen so viel Energie in den Boden pumpen muss.
Diese Ergebnisse folgen dem logischen Denken, würde ich sagen. Ich kenne das von anderen Untersuchungen, die aufzeigen, dass je mehr Pionierstadium im Boden, desto mehr arbeiten die Pflanzen dran, das Bodenleben zu füttern und damit die Bodenfruchtbarkeit aufzubauen. In dieser anderen Untersuchung wurde von Werten von 70-90% des Kohlenstoffs gesprochen, welches die Pflanzen generiert und in den Boden schickt. Wow!
Quelle: »Increased contribution of root exudates to soil carbon input during grassland degradation«

Posted by Stefan in Artikel, Landwirtschaft, 0 comments
Seminar: Permakultur in der Landwirtschaft, 26.-28.6.2020, Schloss Tempelhof

Seminar: Permakultur in der Landwirtschaft, 26.-28.6.2020, Schloss Tempelhof

Permakultur ist ein Konzept zur nachhaltigen Lebensraumgestaltung und Landnutzung. Wie kann das Permakultur-Konzept zu einer verlässlichen Lebensmittelversorgung beitragen und nicht nur auf kleinere und grössere Gärten sondern auch auf grössere landwirtschaftlich genutzte Flächen angewendet werden? Am Beispiel der ökologischen Landwirtschaft und des Gemüseanbaus der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof entdecken wir die Möglichkeiten, wie Permakultur im grösserem Stile angewendet und umgesetzt werden kann. Wir lernen die Formen der Gestaltung und Anbaumethoden kennen, die für Erwerbsbetriebe und große Selbstversorger(gruppen) geeignet sind. Es werden auch einige Betriebe und Beispiele aus Mitteleuropa vorgestellt, die Erfahrungen mit Themen wie Minimale Bodenbearbeitung, Gemüse-Mulchanbau und Agroforstsysteme haben.

Termin: 26.-28.6.2020
Kosten: 170 € (Vergünstigungen für z.B. Studenten auf Anfrage)
Anmeldung: https://www.schloss-tempelhof.de/veranstaltung/permakultur-kurs-permakultur-landwirtschaft/

Referenten:
Burkhard Kayser freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung, Agroforstsysteme und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 1988 praktisch und konzeptionell am Thema Permakultur, das er in anschaulicher Form in den Kursen und Beratungen vermittelt. www.kayser.bio

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 18 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” und Initiator des Symposiums “Aufbauende Landwirtschaft”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof. www.lebensraum-permakultur.de/blog

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Seminar, 0 comments
Artikel: Boden- und organische Kohlenstoffverluste durch unterschiedliche Bodennutzung: Eine globale Meta-Analyse

Artikel: Boden- und organische Kohlenstoffverluste durch unterschiedliche Bodennutzung: Eine globale Meta-Analyse

Immer wieder mal interessant auf die Zahlen zu schauen. In dieser Publikation, basierend 52 Studien aus der ganzen Welt, werden global gemittelte Bodenverluste von 12,34 ± 2,25 Tonnen/Hektar/Jahr bzw. Verluste an organischem Bodenkohlenstoff (»Humus«) von 218 ± 9,1 kg C/Hektar/Jahr angegeben. Grasland wies 77%, 66% und 41% niedrigere Bodenverluste auf als Obstgärten, Ackerland und Wälder, was auf eine höhere organische Bodensubstanz und Oberflächenbedeckung zurückzuführen ist. Die natürliche Vegetation hatte 98% und 70% weniger Abfluss und Bodenverlust als die mit Pflanzenresten gemulchten Parzellen, was auf ihr großes Potential für Oberflächenabfluss- und Bodenerosionskontrolle hinweist.

Quelle: »Soil and organic carbon losses from varying land uses:a global meta-analysis«

Posted by Stefan in Artikel, Landwirtschaft, 0 comments