One Responseso far.

  1. Peter sagt:

    Zitat: „Je älter die Sorte, desto geringer die Erträge“

    Bei Weizensorten könnte dies daran liegen, dass bei der Getreidezüchtung neue Sorten nur dann vom Sortenamt zugelassen werden, wenn sie in Versuchen des Sortenamtes besser abschneiden als ältere Vergleichssorten, die schon im Anbau sind.
    Außerdem ist bekannt, dass viele Erreger von Pflanzenkrankheiten wie z. B. Pilze sich im Laufe der Zeit auf eine Sorte einstellen. Das heißt, wenn eine Weizensorte über Jahrzehnte hinweg angebaut wird, entstehen durch natürliche Evolution neue Pilzstämme, welche genetisch bedingte Resistenz- und Abwehrmechanismen der Weizensorte schwächen oder ganz umgehen können.
    Gegen eine Sorte, die erst vor wenigen Monaten oder Jahren in den Abbau gekommen ist, konnten sich in der Kürze der Zeit meist noch keine Erregerstämme entwickeln, die die Resistenz oder Toleranz durchbrechen. Dies kann dann später geschehen, im schlechtesten Fall schon nach wenigen Jahren.

    Bei anderen Pflanzenarten sieht es zum Teil deutlich anderes aus als beim Weizen. Z. B. sind die Standard-Kulturapfelsorten im konventionellen Anbau (z. B. Braeburn, Cox Orange, Elstar, Fuji, Gala, Idared, Jonagold, Jonathan, Topaz) fast alle sehr anfällig gegen Feuerbrand. Dagegen gibt es mehrere alte Apfelsorten, die zum Teil schon seit über 100 Jahren angebaut werden, aber (bisher) resistent sind.

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