• Permakultur auf Bauernhofgrösse ?

    Laguna Blanca

    Hallo,

    aufgrund meines eigenen Interesses an dem „Zusammenschluss“ von Permakultur und Landwirtschaft arbeite ich seit einiger Zeit an einem Artikel, einer Art Metastudie, die beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen Anfang nächsten Jahres publiziert werden soll.

    Nun bin ich bei meinen Recherchen in den letzten Monaten auf sehr wenig Beispiele gestossen, die zeigen wie PK & LW auf Höfen mit mehreren Dutzend Hektaren funktionieren soll. Es scheint mir eher so zu sein dass dem Begriff PK die „Kleinräumigkeit“ innewohnt, und damit eine (sinngemässe) Anwendung in grösserem Stile quasi unmöglich ist.

    Ich möchte auch nicht vom Standpunkt „wenn der Preis des Erdöls in den nächsten Jahren dramatisch ansteigt“ argumentieren.

    Was momentan für mich summa summarum übrig bleibt ist dass PK auf kleiner Fläche, also v.a. Dingen als Subsistenzwirtschaft (v.a. in Afrika, und in anderen Kontinenten) eine optimale, relativ leicht umzusetzende und langfristige („permament“ und „sustainable“) Lösung ist. Dass sich aber in Europa/Nordamerika (und anderen „entwickelten“/industriellen Landwirtschaften) die darunter liegende Struktur ändern muss, sei es nun dass es keine Subventionen mehr für die Grösse(n) gibt, dass mehr Menschen (wieder) mithelfen müssen, dass mehr regional ver- und gekauft werden muss, usw…. bevor PK und LW zusammen Sinn machen, ist für mich fast die Schlussfolgerung meiner Suche.

    Leicht ketzerisch gefragt: Stimmt das? Oder kennt ihr andere Beispiele (denn es gibt ja ein paar wenige (Bauern) die sich auf den Weg gemacht haben)? Oder sehe ich das alles zu engstirnig?

    Liebe Grüsse und vielen Dank für Eure Tipps, Meinungen, Erfahrungen und Ansichten,

    Stefan

    PS: Der Artikel bewegt sich momentan eher weg von der „PK und LW“ hin zu „Kleine Farmen und Nachhaltige LW“, und damit findet auch eine Veränderung des geografischen Fokus‘ statt: weg von Europa/USA und der Problematik der grossen, industriellen Bauernhofwirtschaft, hinzu den „kleinen“ Lösungen in Entwicklungsländern. Und diese Verlagerung des Themas finde ich gerade ziemlich ärgerlich, weil ich wirklich der Meinung bin dass „unsere“ Bewirtschaftungsmethoden in Europa/USA so ein riesig grosses Problem sind und zugleich doch Erfolg versprechende Lösungen recht „leicht“ umzusetzen wären.

    Posted on Oktober 25, 2013

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