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Artikel: Forscher warnen vor Ökosystem-Kollaps innerhalb von Jahrzehnten

Artikel: Forscher warnen vor Ökosystem-Kollaps innerhalb von Jahrzehnten

Durch anthropogene Veränderungen wie Abholzung, landwirtschaftliche Eingriffe, Klimaveränderung, Versauerung u.a. sind große Ökosysteme wie der Amazonas oder die Korallenriffe der Karibik besonders verwundbar, warnen britische Forscher in einer Untersuchung. Sie könnten innerhalb kurzer Zeit zusammenbrechen. Solche ein Kollabieren der großen Ökosysteme kann innerhalb von rund 15 (Korallenriffe mit einer Größe von 20.000 km2) bis 50 Jahren (Amazonas mit 5,5 Millionen km2) geschehen, so die Forscher. Das Besondere an den größeren der betrachteten Ökosystemen sei gewesen, dass sie aus verschiedenen Subsystemen bestanden hätten, so das Team. Zunächst habe das bei Stress die Widerstandsfähigkeit des Gesamtsystems erhöht. Sei aber eine bestimmte Schwelle der Belastung überschritten worden, habe die Modularität des Systems zusätzliche Probleme gebracht und für einen schnelleren Kollaps gesorgt.

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Doku: „Fliegende Flüsse“ – der Amazonas, der sich selbst den Regen macht

Doku: „Fliegende Flüsse“ – der Amazonas, der sich selbst den Regen macht

Boden, Vegetation und Klima: Wie ja schon beim Artikel über Walter Jehne geschrieben, ist der Wasserkreislauf ein sehr faszinierendes Thema, welches hohe Komplexität und bewundernswerte Entdeckungen bereithält. »„Fliegende Flüsse“ werden die Feuchtigkeitsströme genannt, die aus dem Amazonas-Regenwald aufsteigen und Brasilien bis in den Süden des Landes mit Regen versorgen, ebenso wie Paraguay, Uruguay und Argentinien. Dieses Naturphänomen ist bedroht, wenn immer mehr Regenwald gerodet wird. Versteppt der Urwald, versiegen die „Fliegenden Flüsse“, mit weitreichenden Folgen für Brasilien und das Weltklima. Bereits heute leidet das wasserreichste Land der Erde unter lang andauernden Dürreperioden, musste Wasser in den Metropolen rationiert werden.« Eine (teilweise) faszinierende Doku, welche noch einmal mehr bewusst macht – und auch ein bisschen ohnmächtig ob all der Abholzung und der politischen Ausrichtung Brasiliens -, wie wichtig und gleichzeitig zerbrechlich nicht nur der Amazonas, sondern das komplexe System, was die Erde entwickelt, hat.

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Buch: Der letzte Herr des Waldes

Buch: Der letzte Herr des Waldes

Es gibt sie kaum noch, die ursprünglich lebenden Jäger und Sammler. Und dabei gäbe es so viel von ihnen zu lernen: Wie haben sie es geschafft über viele Jahrtausende in (relativer) Harmonie mit der Natur zu leben? Was ist ihre Lebenseinstellung? Ihre Lebensphilosophie? Ihr spiritueller Ansatz? Welche, für uns vielleicht übersinnlich erscheinenden, Erfahrungen und Fähigkeiten haben sie, wodurch wir »degenerierter Mensch« verstehen könnten, welche Potentiale in uns stecken? Ach, so viel Interessantes, so viel Lehrreiches, was uns in unserem heutigen Schlamassel vielleicht erkennbar machen würde, was die Beziehung Mensch & Natur ausmacht. Aber leider verschwinden sie, diese Völker, quasi am laufenden Band. Mit dem Buch »Der letzte Herr des Waldes« (Amazon, Buch7) ist ein interessanter Bericht über ein Volk im Amazonas erschienen, der ein Volk einige Zeit lang am »Scheideweg« zwischen eindringender und aufdringlicher »Zivilisation« und dem Wunsch nach »ursprünglichen« Leben porträtiert und uns spannende Einblicke in eine (für uns) längst vergangene Zeit gibt.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Doku: Der Wald voller Früchte

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Der Regenwald im Amazonas bietet Früchte in Hülle und Fülle. Und viele davon kennen wir (im Westen) immer noch nicht. Interessanterweise scheinen auch viele der Anwohner – zumindest der zugezogenen Siedler, die dort schon lange wohnen – nicht die Kenntnisse über die Essbarkeit der Kostbarkeiten zu haben, die die indigenen Bevölkerung noch hat. Welche Früchte könnten nicht nur mehr geerntet, sondern vielleicht auch in grösserem Stile angebaut werden? Welche stellen evtl. eine wirkliche Alternative für Getreide & Co dar, weil sie viele Kalorien, Öle und Stärken aufweisen? Es gibt über 20.000 essbare Arten auf der Erde; aber wir Menschen decken mit nur 20 Arten 90% unserer Kalorienversorgung ab. Das könnte auch anders aussehen – zu unserem Wohle, und dem der Erde. Joseph Simcox ist passionierter „Food Plant Ecologist“ – und vielleicht sollte ich präzisieren: »wirklich extrem passioniert«. Wow, da hat jemand seine Berufung gefunden!

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Saharastaub und der Amazonas

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Interessante Visualisierung: Wie der Staub der Sahara den Weg gen Westen findet, und damit den Regenwald im Amazonasbecken mit wertvollen Mineralien düngt. Ich find’s immer wieder faszinierend zu sehen wie eng Dinge in der Natur verknüpft sind; und wie gross manche Distanzen und Mengen sind, die da ausgetauscht werden.

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