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Josef Braun: Boden, Bäume, Regenwürmer

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Sehr interessanter Vortrag von einem, der ganz klassisch anfing als Bauer und nun zu einem „Vorzeige-Bauer“ geworden ist, mit einem prosperierenden Bauernhof. Ob Bodenbedeckung, pfluglos, Bodenaufbau, Agroforst, …. Alles ist dabei. Bravo!

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Andres Wiemken: Pflanzen-Mykorrhiza Netze: Ein dynamischer Marktplatz im Boden

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Interessanter Vortrag über Mykorrhiza. Ohne sie könnten die Pflanzen wohl nie so gut gedeihen. Ein komplexes Leben und Zusammenleben, welches sich da im Boden abspielt. Wieder mal ein Argument mehr dem Boden mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

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Buch: Dreck: Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert. David Montgomery

Screen Shot 2014-09-29 at 20.32.28Ich muss sagen: Ich habe selten so ein wertvolles Buch gelesen. Ich bin so beeindruckt, dass ich der Meinung bin dass dieses Buch – Dreck: Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert“ von David Montgomery, zumindest in einer stark gekürzten Version, alle Menschen v.a. in der von industrieller Landwirtschaft geprägten „Zivilisation“ lesen sollten. Seit Anbeginn der Landwirtschaft behandeln wir den Boden wie ein Abfallprodukt, eben wie Dreck. Bei den Amis heisst Erde, Boden ja meist auch eher abfällig „Dirt“ (so auch der Originaltitel). Die Landwirtschaft führte so ziemlich von Anfang an dazu, dass wir dauernd den Boden stören, ihn über Monate blank liegen lassen und damit den Wetterunbilden frei aussetzen, was zur Folge hat dass Wind und Regen ihn wegwehen und wegwaschen. Dies führt zu Erosionsraten die im Durchschnitt 10-20, aber oft auch 200-fach über den Bodenneubildungsraten liegen. Die Erosion der Zivilisationen – von den Mesopotamiern, über die Römer, hin zu den Maya und den frühen Neu-Amerikanern – hängt nach Montgomery stark mit der Erosion des Bodens zusammen. Mit vielen Zitaten aus Werken der vergangenen 2500 Jahre erklärt er wie vorher fruchtvolles Land in wenigen Jahrzehnten bis Jahrhunderten ausgezehrt, verarmt und fast zu Halbwüsten verarmt, verkommen. Ein deutliches Warnzeichen an uns und unsere Zivilisation, welches wir uns zu Herzen nehmen sollten.

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Doku: Holzhackschnitzel als Bodenaufbereiter und Bodenbedecker? Back to Eden.

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Gemeinhin sagt man, Holzgut sollte nicht im Gartenanbau verwendet werden, das es – als Kohlenstoff-reiches Material – bei der Kompostierung dem Boden Stickstoff entzieht. Jedoch: Es gibt einen Unterschied zwischen „in den Boden einarbeiten“ und „den Boden bedecken“. Gerade wenn das Holzhackschnitzelgut auch aus dünneren (und damit weniger Lignin-enthaltenen) Ästen und Laub besteht, kann das regelmässige Ausbringen auf den Garten (und den Acker) zu sehr gutem Erfolg führen. In der Doku „Back to Eden“ wird gezeigt wie erfolgreich damit die Bodenqualtät erhöht werden kann und die Düngungs- und Bewässerungsgaben reichlich reduziert oder sogar darauf ganz verzichtet werden können. Sehr interessant, wenn auch in der ganzen Länge etwas langatmig und dazu mit einem äusserst Bibel-festen Christen als Hauptprotagonisten. Aber die ersten 30 Minuten reichen auch um einen Eindruck davon zu kriegen wie erfolgsversprechend diese Methode ist.

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Buch: Bäume verstehen. Was uns Bäume erzählen, wie wir sie naturgemäss pflegen. Peter Wohlleben

Screen Shot 2014-06-03 at 23.25.17Wer kennt sich schon mit Bäumen aus, kann mehr als ein Dutzend bestimmen? Und wer kann sie „verstehen“, sie – ihre Geschichte, ihre Bedürfnisse – lesen? Mit seinem Buch „Bäume verstehen. Was uns Bäume erzählen, wie wir sie naturgemäss pflegen“ hat Peter Wohlleben mir eine andere Welt eröffnet, deren Einblicke interessant, inspirierend, erstaunend und spannend sind. Was sagt der Wuchs eines Baumes über seine Standortbedingungen aus? Wie wachsen die einen, wie die anderen Bäume? Können Bäume miteinander kommunizieren? Wie ist deren Vermehrungsstrategie? Spannende Fragen und noch spannendere Antworten in diesem lesenswerten Buch, welches uns neue Horizonte eröffnet.

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Doku: Terra preta – Wundererde für das Wendland

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Die Terra Pretra im Amazonas ist eine erstaunliche Entdeckung: Eine ungewöhnliche Fruchtbarkeit und Dauerhaftigkeit in ansonsten doch so armen Böden der Tropen. Die Entstehung bleibt noch ein Rätsel, selbst wenn die ein oder andere Zutat bekannt ist: Kohlenstoff, organische Abfälle, Tonscherben. Soweit, so ungelöst ist doch die Komplexität des Ganzen. Und so sehr scheint aber gleichzeitig das Phänomen in der westlichen Welt von vielen Menschen und Medien auf das eine reduziert zu werden: Terra preta = Kohle. Dass die eine wichtige Rolle spielt ist wohl unbestritten. In der Doku „Terra preta – Wundererde für das Wendland“ versuchen Wissenschaftler in einer gross angelegten Studie zu verstehen, was die Qualität der indianischen Erde ausmacht, mit Fokus auf der Kohle. Was interessant ist: Auch in Deutschland gibt es die Terra preta, vor vielen Jahrhunderten entstanden in einzelnen Siedlungen. Die Entstehung scheint geplant, das entsprechende Wissen muss vorhanden gewesen sein, da Dörfer mit anderer Ethnie direkt daneben diese Erde nicht vorwiesen.

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Buch: Humusaufbau. Chance für Landwirtschaft und Klima. Gerald Dunst

Screen Shot 2014-06-03 at 21.36.17Mir kommt es schon immer öfter so vor, als wenn wir in einer Zeit der Bewusstseinsveränderung leben. Ohne dabei arg ins Spirituelle gehen zu wollen, so fallen mir die grosse Anzahl an Gesellschafts-kritischen Dokumentationen und Büchern sehr auf. Auch beim sträflichst vernachlässigtem Thema Boden schiessen die Bücher nur so aus diesem. „Humusaufbau. Chance für Landwirtschaft und Klima“ von Gerald Dunst ist ein solches. Es ist weniger „wissenschaftlich“ oder „historisch“ wie andere Werke; dafür aber geschrieben von einem Praktiker, und zwar dem Praktiker schlechthin. Mitbegründer der Bewegung „Ökoregion Kaindorf“, von der hier auch schon die Rede war, Betreiber einer grossen Kompostfirma mit vielen langjährigen Versuchen auf landwirtschaftlichen Flächen. Gut geschrieben, anschaulich, verständlich, sachlich. Absolut empfehlenswert!

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Doku: Alarm auf dem Acker

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Über die Hälfte der deutschen Ackerfläche liegt vom Herbst bis ins Frühjahr karg und ungeschützt in der Landschaft, Wind und Regen ausgesetzt. Die Folge: Tonnenweise verschwindet fruchtbarer Boden. Wind- und Wassererosion haben schwerwiegende Folgen. Und da dieser Prozess meist jedoch nur in kleinen Schritten voran geht, bleibt er unserem (unwachsamen) Auge oft verborgen. Nur wenn in (Nord-)Deutschland Massenkarambolagen aufgrund eines Sandsturmes sind, wie er sonst nur aus der Sahara bekannt ist, wendet sich das Interesse kurzeitig diesem Thema. Dabei ist der Humus- und Bodenverlust eine der ganz, ganz grossen Themen (und zugleich Tragödien) unserer Zeit!

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Buch: Das Leben im Boden & Das Edaphon. Raoul H. Francé

Screen Shot 2013-12-29 at 20.12.58Raoul H. Francé gibt in seinem Doppelband Das Leben im Boden / Das Edaphon: Untersuchungen zur Ökologie der bodenbewohnenden Mikroorganismen einen faszinierenden Einblick in das reiche Leben im Boden. Zwar sind die Büchlein bald 100 Jahre alt; aber anscheinend ist das Wissen in dieser Zeit Wissenschaftlern und Bauern zugleich nicht zugänglich gewesen und seine Entdeckungen und Beschreibungen damit hochaktuell. Gerade der erste Teil besticht durch eine verständliche und zugleich fesselnde Beschreibung der Kleinen und Kleinsten im dunklen Erdreich. Der zweite Teil ist wissenschaftlich und detailreich, und damit einem nur eingeschränkten Publikum zu empfehlen.

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Bodenaufbau von Oben nach Unten

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Wie Bodenaufbau auch statt finden kann wird hier bei Mark Shepard, „Restoration Agriculture„, sehr gut beschrieben. Es geht nicht nur darum den Boden von oben nach oben „aufzubauen“; man kann ihn auch nach unten hin aufbauen, wie er eindrücklich anhand eigener Erfahrungen beschreibt: Bodenaufbau nach unten.

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Artikel: Kohl fürs Klima

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Ein einzigartiger CO2-Deal: Bauern in Österreich binden Treibhausgase und werden dafür von Firmen bezahlt. Diese werben dann mit Klimaneutralität.

KAINDORF taz | Der Anfang war nicht einfach für Bauer Johann Gradwohl: Der Kompost, mit dem er seine Felder düngte, brachte auch das Unkraut mächtig zum Wachsen. Doch sein Lohn war ein fruchtbarer Boden. Gradwohl ist einer von sieben Landwirten in der österreichischen „Ökoregion Kaindorf“, die Chinakohl als „Klimakohl“ anbauen; in der letzten Saison waren es etwa 700 Tonnen.
Neben Kohl produzieren sie auch Erdbeeren, Karotten und Cocktailtomaten, die die „Spar“-Handelskette in ihren 1.500 Filialen in ganz Österreich als „Humusgemüse“ verkauft. „Die Kunden reißen uns die Produkte aus den Händen“, freut sich „Spar“-Chef Gerhard Drexler.

Die Idee mit „Klimakohl“ könnte man als „Abfallprodukt“ einer pfiffigen Nachhaltigkeitsinitiative bezeichen, wenn es den Engagierten in der Steiermark nicht gerade darum ginge, Abfälle zu vermeiden und im Kreislauf zu wirtschaften. Die mit mehreren Umweltpreisen ausgezeichnete „Ökoregion Kaindorf“, die die sechs ländlichen Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Hartl, Hofkirchen, Kaindorf und Tiefenbach umfasst, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 CO2-neutral zu werden – unter anderem durch erneuerbare Energien und Humusaufbau.

Auf Initiative des 2007 gegründeten Vereins Ökoregion Kaindorf ist ein weltweit einzigartiger regionaler Handel mit CO2-Zertifikaten initiiert worden: Gewerbeunternehmen, die CO2-neutral produzieren wollen, schließen mit Landwirten, die über den Humus Kohlenstoff im Boden binden, freiwillig einen Vertrag ab.
Preisgekrönter Kompostbetrieb

Wie funktioniert das? Böden sind der größte Treibhausgasspeicher auf Erden, sie speichern mehr CO2 in Form von Kohlenstoff als Ozeane und Wälder zusammen. Ein Bauer könne durch Humusaufbau das Äquivalent von 50 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr binden, erklärt Mitinitiator Gerald Dunst, dessen Kompostbetrieb „Sonnenerde“ mit dem österreichischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurde. Dunst leitet die Arbeitsgruppe Landwirtschaft des Vereins Ökoregion Kaindorf und berät rund 200 bislang zumeist konventionell wirtschaftende Bauern beim Humusaufbau ihrer Äcker.
Auf Musterflächen haben sich die Humusgehalte durch die Einbringung von Kompost und Pflanzenkohle („Terra-Preta-Technik“), pfluglose Bodenbearbeitung, Winterbegrünung und Fruchtwechsel bereits auf sagenhafte sechs Prozent erhöht. Folge: Die Böden brauchen weder Dünger noch Pestizide, weil die Bodenfruchtbarkeit den Schädlingsbefall hemmt, und im Gegensatz zu früher können sie Starkregen vollständig aufsaugen und speichern.

Der Verein Ökoregion Kaindorf bezahlt Landwirten ein Erfolgshonorar von 30 Euro pro Tonne nachweislich gebundenes CO2, um deren Mehrkosten auszugleichen, erklärt der Landwirtschaftsberater das Prinzip dieses Zertifikathandels. Im Gegenzug verpflichten sich die Gärtnerinnen und Bauern, den Humusgehalt ihrer Böden über fünf Jahre stabil zu halten – was unabhängige Sachverständige mittels Bodenproben überprüfen.

Das Geld für die Zertifikate kommt von regionalen Unternehmen, die ihren unvermeidbaren CO2-Ausstoß kompensieren wollen. Beteiligt sind unter anderem eine Brauerei, ein Ökokaffeehandel, ein Malerbetrieb und eine Fleischerei. Sie bezahlen 45 Euro pro Tonne, wobei die Preisdifferenz an den Verein für dessen Aufbauarbeit geht. Ihr Gewinn: Sie können mit CO2-neutral hergestellten Produkten werben und auf diese Weise neue Kundschaft generieren. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Die Fruchthandelskette Frutura wiederum hat eine langfristige Kooperation mit der Ökoregion und ihren Feldfruchtproduzenten vereinbart. Bis 2020 soll sämtliches Obst und Gemüse, das sie der „Spar“-Kette liefert, CO2-neutral produziert werden.

Manfred Hohensinner, früher selbst Landwirt, jetzt Geschäftsführer von Frutura, stimmt dieses neue Geschäftsmodell geradezu euphorisch: „Eine Riesenchance für die Bauernschaft“, jubelt er. „Die Bauern werden Klimaschützer!“ Auch aus deutschen Umweltbehörden sind Stimmen zu hören, dies sei der einzige funktionierende und sinnvolle CO2-Handel, weil nachweisbar und transparent auf die Region bezogen; auch das Geld bleibe in der Region.

Quelle

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Artikel: The Fight Against Global Warming: A Failure and A Fix

Europa Wahl Parlament Bedeutung

Sehr interessanter Artikel: Wie lange wird schon vor der menschengemachten Klimaerwärmung gewarnt? Wie viele Wissenschaftler sind sich seit Jahren einig? Wie oft ist demonstriert und lamentiert worden? Wie viele internationale Konferenzen gab’s? Und, was ist passiert? Rhetorische Fragen, die nur eins zeigen: Die Welt bewegt sich (in dieser Frage) nicht. Und Hoffnung ist nicht in Sicht. Zeit also die Strategie der Umweltschützer zu überdenken. Statt zu versuchen den CO2-Ausstoß zu senken, gäb’s da die Möglichkeit CO2 aus der Luft schnell, billig und effektiv zu binden. Und zwar mit den Ergebnissen die das Holistic Management v.a. in Afrika und den USA liefert. Wie schon in einigen Artikel hier zuvor aufgezeigt, besteht bei dieser Methode die Möglichkeit mittels gut überlegter Weidewirtschaft und der Einbeziehung verschiedener Umweltfaktoren, (fast) schon verloren gegangene Wiesen und Steppen, welcher mittlerweile die Verwüstung drohen, wieder in prächtige Landschaften zu verwandeln. Denn diese Grasvegetation benötigt, wie in einer Symbiose, dicht trampelnde und grasende Tiere um sich gut zu entwickeln. Und da ein großer Teil des Pflanzenwachstums im Boden, bei den Wurzeln stattfindet, können große Mengen CO2 langfristig gebunden werden. Wie gesagt: Sehr interessanter Artikel: The fight against global warming – a failure and a fix. (Hier lokal.)

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Präsentation: Reversing Global Warming with Livestock?. Seth Itzkan

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Ein weiterer Beitrag zum Thema: „Wie sollte Weidewirtschaft (in semiariden) Gebieten betrieben werden um Bodenverbesserung zu erreichen (und nicht Bodenverschlechterung)?“. Sehr interessant, weil’s echt entgegen weit verbreiterter Ansichten geht.

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Präsentation: 30 Jahre aktiver Humusaufbau. Friedrich Wenz

In vielen anderen Ländern schon fast Allgemeinwissen, so kämpft die pfluglose Bodenbearbeitung in Deutschland und generell in Europa noch mit 4-7.000 Jahren Geschichte. Denn dass der Boden gepflügt werden muss, das steckt in den Genen eines jeden Bauern. Um sich dagegen aufzulehnen, und das nicht mehr zu machen, was Vater, Grossvater, Urgrossvater (und so weiter) vor ihnen gemacht haben – nämlich zu pflügen – dazu gehört viel Kraft, Überwindung und Überzeugung, und auch das nötige Wissen. Friedrich Wenz, Pionier der pfluglosen Bearbeitung, zeigt wie’s funktioniert und worauf es ankommt.

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Doku: Pflugloser Anbau in der Landwirtschaft (Englisch)

Sehr interessante, wenn auch manchmal etwas schwer verständliche kurze Doku über pflugloseen Ackerbau in den USA. Bei uns hat’s sicher immer noch nicht durchgesetzt, während in anderen Ländern, vor allem in Südamerika, bis zu 70% der Fläche schon pfluglos bearbeitet wird. In dieser Filmchen wird kurz aufgezeigt wie’s funktioniert und wo die Vorteile liegen. Nach generellem Einvernehmen der Bauern hat die ständige Bodenbedeckung bzw. die hohe Biomasse durch diverse Pflanzensorten die vor dem Anpflanzen der Hauptfrucht auf den Boden gedrückt oder geschnitten wird, vor allem den (indirekten) Effekt der verbesserten Wasserspeicherung des Bodens. Andersherum gesagt: Durch die höhere Biomasse wird das Bodenleben angeregt welches wiederum die Biomasse in den Boden einarbeitet. Der dabei entstehende Humus hat eine deutlich höhere Wassserspeicherkapazität als der Mineralboden. Hier z.B. ein Screenshot der Doku, wo zwei benachbarte Flächen fotografiert wurden, die eine ohne, die andere mit Bodenpflug bearbeitet. Wie man deutlich sehen kann ist der Wachstum auf dem linken Acker (ohne Bodenpflug) deutlich gesünder – v.a. aufgrund der Wasserretenzionskraft des Bodens:

Auch auf diesem Bild zeigt sicher der Unterschied der Böden. Während auf dem „konventionell“ bearbeiteten Boden sich das Wasser staut, sickert es bei dem pfluglos bearbeiteten Boden langsam in den Boden ein und wird dort entweder gespeichert und nach unten „weiter gereicht“:

Einige kurze Aussagen der Bauern (Bemerkung: Dies sind keine Biobauern.):

Reduzierung von Stickstoff-Dünger-Gaben von über 70% nach 6 Jahren pfluglosen Anbau. Ziel und bei manchen schon verwirklicht: Null chemischen Stickstoff-Einsatz.

Unkäuter werden bis zu 95% unterdrückt (im Vergleich zum „normalen“ Ackerbau)

Damit einhergehend Herbizid-Reduzierung von über 70%.

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