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Buch: Unsere Welt neu denken. Maja Göpel

Buch: Unsere Welt neu denken. Maja Göpel

Nun, vor uns liegt ein Scherbenhaufen – Klimaveränderung, Plastik in den Ozeanen, Verlust an Biodiversität, Nitrat im Grundwasser, krankmachende Gifte in unserer Umwelt, und und und… All dies sind nicht verschiedene Phänomen, sondern gehören zusammen und sind Sinnbild eines Irrweges, auf dem wir Menschen unterwegs sind. Daran ist zwar nicht allein Adam Smith Schuld, mit seinen Ansichten über die Ökonomie, Bevölkerung und Wachstum, die uns bis heute prägt. Aber wir haben uns, so beschreibt Maja Göpel, zu sehr mit einer einseitigen, und letzten Endes »falschen« Weltanschauung beschäftigt, die uns zu diesem Punkt geführt hat. Weshalb wir »Unser Welt neu denken« (Amazon, Buch7) müssen, so der Titel ihres Buches. In dem beschreibt sie, welche Denkprinzipien, welche Modelle uns seit ein paar Jahrhunderten prägen. Und diese sind ganz schön groß und kräftig. Die gute Nachricht ist jedoch gleichzeitig: Es gibt auch andere Denkweisen, die mehr und mehr im Kommen sind. Schaffen wir es rechtzeitig, die einseitigen Muster unseres Denkens und Handelns, die unserer Gesellschaft und damit v.a. auch Ökonomie und Politik prägt, zu verändern?

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Doku: Unser Boden, unser Erbe

Doku: Unser Boden, unser Erbe

Der Boden der uns trägt, der Boden der uns nährt. Doch wie gehen wir mit ihm um? Dieser Frage geht Marc Uhlig in seiner Doku »Unser Boden, unser Erbe« hinterher. Ein ruhiger, unaufgeregter Film, der weniger Antworten liefert als Fragen stellt. Uns ins Bewusstsein bringt, was nicht so deutlich ins Auge springt. Sollten wir uns mit dem Boden – und damit mit den etablierten landwirtschaftlichen Praktiken, aber auch unserem Einkaufs- und Konsumverhalten – beschäftigen? Ist das ein Thema für die Gesellschaft? Mit interessanten Menschen und Kommentaren von z.B. Sarah Wiener, Ernst-Ulrich von Weizsäcker, und auch mit ein paar Worten von mir dabei. Schaut ob er bei euch in der Nähe läuft oder fragt euer Lieblingskino dass sie den Film zeigen.

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Doku: Die Erdzerstörer: Sind wir Menschen die Bösen?

Doku: Die Erdzerstörer: Sind wir Menschen die Bösen?

Mit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan. Eine Erfindung jagte die nächste, eine Technologie toppte die andere. Für mehr Komfort. Mehr Konsum. Mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange hält sie den Menschen noch aus? Ein kompromissloser Blick auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus, welcher noch einmal deutlich vor Augen führt, warum wir da stehen, wo wir jetzt sind. Wie mächtig und Einfluss nehmend die großen Firmen und Industrien in dieser Zeit auf den Verlauf der Geschichte waren. Wie, um ein Beispiel zu nennen, eine Auto-Reifen-Öl-Lobby zusammen elektrische Tram-Gesellschaften in den USA zu Hunderten aufkauft, um sie zu zerstören, und damit dem Erdöl getriebenen Individual- und Busverkehr Platz zu machen.

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Buch: Artgerecht. 13 Thesen für die Zukunft des Homo sapiens. Michael Strauß

Buch: Artgerecht. 13 Thesen für die Zukunft des Homo sapiens. Michael Strauß

Zukunftsfähigeit? Was heißt das? Und was müssen wir Menschen verändern, in unserem Leben und Zusammenleben, damit wir als Spezies »gut« weiter leben können? Michael Strauß, bekannt durch seine Begeisterung für Wildpflanzen, gibt in seinem neuen Buch »Artgerecht. 13 Thesen für die Zukunft des Homo sapiens« (Amazon, Buch7) interessante Orientierungshilfen, als »Gebrauchsanweisung für ein artgerechtes Leben«. Ob Ernährung, unser Umgang mit Böden, unsere Einstellung zum Lebendigen, Zuckerabhängigkeit, dem Trinken ursprünglichen Wassers und anderen Formen des Zusammenlebens: Viele Aspekte werden angesprochen, die ich auch für mich als einen wesentlichen Teil der Veränderung sehen kann. Eine kluge Übersicht mit inspirierenden, erhellenden, ermutigenden Aspekten.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Buch: Alles könnte anders sein. Harald Welzer

Buch: Alles könnte anders sein. Harald Welzer

Harald Welzer’s Buch »Selbst denken!« gehört auf jeden Fall zu meinen Favoriten und sollte meiner Meinung nach jeder gelesen haben. Dementsprechend war ich gespannt auf sein letztes Werk »Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen« (Amazon, Buch7) Aber: so richtig gepackt hat es mich nicht. Interessante, kritische, positive, kreative Meinungen, Ansätze & Visionen – ja, die füllen schon das Buch. Und es immer wieder erstaunlich, mit welchen Informationen Herr Welzer dieses Buch bestückt hat und so neue Blicke und Perspektiven eröffnet. Von daher: Inspiration und eine (kleine) Anleitung zum Anders Denken ist auf jeden Fall dabei! Viel Spaß beim Lesen!

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Wahl & Klima: Drei Prozent! Unglaublich

Interessanter Artikel bei SpiegelOnline: „Die Regierungsparteien reagieren auf die Europawahl mit Wählerschelte und Selbstzerfleischung. Eine aktuelle Studie zeigt den wahren Grund für ihr miserables Abschneiden – doch sie wird ignoriert. […] Drei Prozent, das ist der Anteil der Befragten, die in einer repräsentativen Studie namens „Umweltbewusstsein in Deutschland“, der Aussage zustimmten, die Bundesregierung tue „genug“ für den Umwelt- und Klimaschutz. Weitere 11 Prozent rangen sich zu einem „eher genug“ durch.“

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Artikel: Was der Ökolandbau im Vergleich zum konventionellen Anbau für Umwelt und Gesellschaft leistet

Interessante Studie von mehreren Forschungseinrichtungen: „Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft
„Für die Studie wurden 528 Veröffentlichungen ausgewertet, in denen insgesamt 33 Vergleichsparameter zwischen ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben betrachtet wurden. So ergaben sich mehr als 2.800 Einzelvergleiche.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Ökolandbau ein hohes Potenzial zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser zu zuschreiben ist. […]
In den ausgewerteten Untersuchungen verminderte eine ökologische Bewirtschaftung zudem die Stickstoffausträge im Mittel um 28 %. […]
Vorteile der ökologischen Wirtschaftsweise zeigen sich auch bei der Bodenfruchtbarkeit. Die Abundanzen (Häufigkeiten) und Biomassen von Regenwurm-Populationen waren hier im Mittel um 78 bzw. 94 % höher. Bei 62 % der Vergleichspaare war die ökologische Wirtschaftsweise im Oberboden mit einer geringeren Versauerung verbunden. […]
Dass sich der Ökolandbau positiv auf die Biodiversität auswirkt, ist für die untersuchten Artengruppen eindeutig belegbar (z.B. mittlere Artenzahlen der Ackerflora um 95 %, der Feldvögel um 35 % und der blütenbesuchenden Insekten um 23 % erhöht). Zu berücksichtigen ist, dass die Landschaftsstruktur einen erheblichen Einfluss auf die Artenvielfalt – insbesondere bei der Fauna – hat und diese die Effekte der Landnutzung stark überlagern können. […]
Die Studienergebnisse unterstreichen zudem, dass der ökologische Landbau zur Erosionsvermeidung und zum Hochwasserschutz beitragen kann. Der Gehalt an organischem Kohlenstoff im Boden – vereinfacht gesagt der Humusgehalt – und die Aggregatstabilität waren im Ökolandbau im Mittel 26 % bzw. 15 % höher; bei der Infiltration wurde ein Unterschied von 137 % festgestellt. Dadurch werden Oberflächenabfluss und Bodenabtrag vermindert.
Der sparsame Ressourcenverbrauch im Ökolandbau spiegelt sich unter anderem in der Stickstoff- und Energieeffizienz wider. In beiden Bereichen erwies sich der ökologische Landbau als vorteilhafter. Im Pflanzenbau war die Stickstoffeffizienz im Mittel 12 %, die Energieeffizienz 19 % höher als im konventionellen Landbau.“

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A New Story of Climate Change – Charles Eisenstein

Wunderbarer Vortrag von Charles Eisenstein. Über sein Buch »Die schönere Welt die unser Herz kennt ist möglich« hatte ich ja schon geschrieben. Er spricht darüber wie wir uns mit allen Menschen und Themen verbinden sollten – statt zu unterscheiden, zu spalten, zu trennen, zu bewerten. Gerade im Hinblick auf die Klimaveränderung und ökologische Thematik generell finde ich das äusserst spannend, denn dies ist »meine Welt« in der ich mich bewege, mich auskenne, und kopfschüttelnd miterleben muss, wie andere Menschen in dieser Hinsicht viel zu wenig »Rücksicht« nehmen. Dafür sind diese Menschen aber sozial oder ökonomisch transformativ deutlich stärker unterwegs als ich es bin. Ist »mein« Thema nun »wichtiger«? Schliesslich steht sollte sich die Ökonomie ja »im Hause der Ökologie« bewegen, wovon sie ja weit entfernt ist. Also, Ökologie steht über Ökonomie. Und doch: Wir brauchen die Ansätze aus allen Bereichen, um die Transformation zu schaffen. Also, nicht trennen, sondern verbinden!

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Buch: Soil * Soul * Society: A New Trinity for Our Time. Satish Kumar

Alles hängt miteinander zusammen. Diese Erkenntnis, sei sie nun spirituell oder wissenschaftlich, scheint uns beim Thema Boden nicht klar zu werden. Dabei hängt unsere Gesundheit, unser Wohlgefühl und Wohlergehen, entscheidend nicht nur von den Pflanzen und vom Fleisch ab, welches wir essen, sondern noch mehr zuallererst vom Boden. Denn der, mit seinem ursprünglich unvorstellbar reichen Bodenleben bewirkt dass eine Pflanze gesund und nährstoffreich wächst. Was wiederum unserer Gesundheit (und unserem Geschmack) zu Gute kommt. Satish Kumar, buddhistischer Mönch, beschreibt in seinem Buch »Soil * Soul * Society: A New Trinity for Our Time« (Amazon, Buch7) wunderbar wie die Bereiche Boden, Seele und Gesellschaft miteinander verflochten sind. Tolles Buch!

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Die Angst der Machteliten vor dem Volk, Prof. Rainer Mausfeld

Was ist dran an der »Angst der Machteliten vor dem Volk«? Stimmt es, dass die Machteliten alles tun, vieles davon im Hintergrund, so dass das Volk es nicht mit bekommt, um ihre Macht zu sichern und den Bürgen eine homöopathische Dosis »Demokratie« anzubieten, um diese zufrieden zu stellen? Werden ThinkTanks und Stiftungen von reichen Männern und Frauen im Hintergrund finanziert, um das Wissen der Reichen zu stärken und damit das System zu stärken? Es klingt deutlich, was der Herr Mausfeld da sagt. Aber es klingt auch etwas hetzerisch und ideologisch. Was meint ihr?

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Buch: Warum wir sesshaft wurden und uns seither bekriegen, wenn wir nicht gerade an tödlichen Krankheiten sterben. Brenna Hassett

Das Thema fasziniert mich ja: Warum sind wir Bauern geworden, und welche Veränderungen haben sich gesellschaftlich damit vollzogen? Veränderungen, die uns heute noch prägen! Ich habe schon einige Bücher zum Thema gelesen, die mich weiterhin bei meinen Aussagen bestätigen, die ich z.B. hier im Vortrag aufzeige. Das Buch „Warum wir sesshaft wurden und uns seither bekriegen, wenn wir nicht gerade an tödlichen Krankheiten sterben“ (Amazon, Buch7) von Brenna Hassett zeigt in die gleiche Richtung: Letzten Endes haben uns die Veränderungen, die mit der Landwirtschaft einher gingen, viel Ungemach gebracht. Ein kürzeres Leben, mehr Krankheiten und Epidemien, mehr Kriege mit mehr Toten, mehr Hierarchie, Eliten, Unterdrückung und Sklaverei. Ingesamt wohl keine so gute Entscheidung gewesen, würde man im Nachhinein wohl konstatieren müssen. Das Buch schildert animiert, mit vielen Details und basierend auf einer großen Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen, die Veränderungen und zieht viele Vergleiche zu heutigen oder anderen Situationen. Letzteres kommt so manches Mal etwas langatmig daher, und hätte in meinen Augen gekürzt werden können. Aber wer sich mit der Geschichte auch der letzten Jahrhunderte, der Epidemien und untersuchten Einzelfällen von vor 10.000 oder auch vor 250 Jahren beschäftigen will, der findet hier reichlich Stoff.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Gute Nachrichten

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Good Impact steht für positive, nachhaltige Herangehensweisen in allen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft. Dafür haben wir vier eigene Portale gegründet: Good Impact mit Good News, Good Jobs, Good Events und Good Travel. Alle zusammen nennen wir Good Impact Family.

Wir teilen gemeinsame Werte und das Anliegen, Nachhaltigkeit in alle Lebensbereiche zu integrieren. Unser gemeinsames Werteverständnis ist Kern all unserer Bestrebungen. Wir teilen Wissen, Kompetenzen, Vermarktung und Community und erreichen so mehr Menschen mit nachhaltigen Ideen. Dabei stehen alle „Familienmitglieder“ und die „Familie“ als Ganzes für ein Qualitätsversprechen der gemeinsamen Informationen und Angebote ein. Der gemeinsame Wunsch, aktiv einen nachhaltigen Beitrag für unsere Umwelt, Gesellschaft und Zukunft zu leisten, verbindet uns mit unserer Community.

Wertschätzung und Respekt: Wir achten auf unsere Umwelt und unsere Mitmenschen. Wir setzen uns dafür ein, Vorurteile abzubauen und möglichst alle und alles fair zu behandeln. Gemeinschaft und Partizipation: Wir sind überzeugt, dass jeder seinen Teil zu einer guten Gesellschaft beitragen kann, und wollen Möglichkeiten aufzeigen, sich einzubringen. Neugier, Mut und Optimismus: Wir nehmen neue, positive Perspektiven ein, spüren Potenziale auf und treiben Innovationen voran. Wir legen unseren Fokus nicht auf die Probleme, sondern auf die Lösungen. Leichtigkeit und Machbarkeit: Der Nutzer stehen bei unserer gesamten Arbeit im Vordergrund. Dabei kommunizieren wir stets auf Augenhöhe. Wir wollen all unsere Angebote so zugänglich wie möglich machen. Außerdem soll all das natürlich auch Spaß machen. Denn wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit und Lebensfreude zusammengehören.

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Buch: Sex at Dawn: How We Mate, Why We Stray, and What It Means for Modern Relationships

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Zwischen den Themenpools „Wie hat der Mensch vor der Entwicklung der Landwirtschaft gelebt?“ und „Freie Liebe“ hat mich die Frage nach den gesellschaftlichen Veränderungen im Hinblick auf Paarbeziehungen beschäftigt. Nach dem Lesen verschiedener Bücher über das Zusammenleben und die Sexualität in Jäger und Sammler Gemeinschaften schien mir auch hier eine deutliche Veränderungen der kulturellen Praxis in den letzten paar Tausende Jahren eine entscheidende Rolle gespielt zu haben. Das Buch „Sex at Dawn. How we mate, why we stray, and what it means for modern relationships“ von Christopher Ryan und Cacilda Jetha untermauert diese gesellschaftlichen Veränderungen. Ein freies oder freieres Sexualleben schien auch evolutionär Sinn zu machen – nicht nur für die Männer, sondern gerade auch für die Frauen. Eine Mutter, die von einem Mann (Vater ihres Kindes) abhängig war, konnte schnell in Not geraten, wenn der Mann auf der Jagd um’s Leben kam oder sonst was passierte. Ein Frau, die wie in manchen Kulturen Amazoniens, mit verschiedenen Männern schläft um die besonderen Qualitäten dieser Männer über ihren Samen bei der Zeugung zu Sammeln (d.h. nach deren Ansichten ist nicht der Samen eines einzigen Mannes für die Zeugung des Kindes zuständig, sondern verschiedene), kann auch als Folge besser „abgesichert“ sein, da das Kind nun mehrere Väter besitzt. Fällt einer aus – kein Problem. Auch das Kind könnte durchaus von der Fürsorge mehrerer Väter profitieren. Ein sehr interessantes Buch über die menschliche Sexualität!

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Movum – Briefe zur Transformation

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Interessante Zeitschrift zur Transformation: Movum. Briefe zur Transformation will an die Geschichte der Ökologischen Briefe anknüpfen, die in den 1970er Jahren die Umweltdebatte in der Bundesrepublik befeuerten. Herausgeber und Redaktion sind deshalb an einer Debatte mit ihren Lesern interessiert. movum erscheint alle zwei Monate im GutWetter Verlag und wird vom Umweltbundesamt gefördert.

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Films for Action

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Eine wunderbare Sammlung an inspirierenden, bewegenden, zur Veränderung motivierenden Filmen/Dokus zu allen Lebens-/Gesellschaftsbereichen. Ob Landwirtschaft, Permakultur, Bauen, Soziales, Geld…. Einige Juwelen dabei. Vorsicht: Der Link könnte euch einige Stunden beschäftigen… 🙂

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Dear Future Generations: Sorry

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Bewegende Rede zu dem, wie wir uns verhalten, jetzt, in dieser Welt; die Entscheidungen (für ein gutes Leben im Konsumrausch) die wir treffen, für uns, aber eben auch für die zukünftigen Generationen. Schade nur, dass dieser Clip endet mit dem Aufruf ans schlechte Gewissen durch eine Spende mit Geld unserer Sünden enthoben zu werden (Stichwort „Ablasshandel“)…

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Oekom Newsletter

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Guter Newsletter vom Oekom-Verlag. Die Bücher sind zwar recht teuer, aber immer wieder richtig gute Themen dabei.

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Buch: Selbst Denken. Harald Welzer

Screen Shot 2013-10-14 at 21.02.47Gerade ein wunderbares Buch gelesen, was mich tief bewegt und zugleich bestätigt in meinem derzeitigen Entwicklungsprozesses: „Selbst denken“ von Harald Welzer. Es dreht sich stark um Fragen wie „Kann Wachstum nachhaltig sein? Kann unser Wohlstandsmodell, auch ohne Wachstum, nachhaltig sein? Kann eine „Grosse Transformation“ mit den derzeitigen Mitteln, wie z.B. Techniken der erneuerbaren Energien, nachhaltig sein? Was brauchen wir damit Wissen zu Handeln führt (schliesslich wissen wir mehr als genug über unser negativen Einflüsse auf die Natur)? Wie könnte ein Nachhaltiges Gesellschafts- (und damit auch Wirtschafts-) model aussehen?“

Anstatt einer Rezension, hier nun einige Zitate aus dem Buch. Natürlich mit dem Nachteil dass sie aus dem Zusammenhang gerissen hier nun vereinzelt stehen. Aber ich denke sie geben einen sehr guten Einblick in das Denken des Autors.

„Die Wirklichkeit, die besteht in dem schlichten Umstand, dass eine endliche Welt keinen Raum für unendliches Wachstum bereithält, weshalb man konsequenterweise dazu übergegangen ist, nicht mehr, wie früher, im Raum, sondern in der Zeit zu expandieren.“

„Als einzige Ressource zur Erzeugung globalen Mehrwerts verbleibt nur die Zukunft. Die Kultur des ALLES IMMER verbraucht die Zukunft derjenigen, die das Pech hatten, später geboren zu sein als Sie.“

„…bemerken die allerwenigsten Menschen, dass sie aktive Teile einer Kultur sind, die permanent ihren Ressourcenbedarf erhöht, obwohl sie ihrem Selbstbild nach längst „grün“, „nachhaltig“ oder gar „klimabewusst“ ist.“

„Bei Harley kaufen sie ein Lebensgefühl und bekommen noch kostenlos ein Motorrad dazu.“

„Deshalb greift alle grüne Kritik an der ressourcenübernutzenden Kultur und jede Forderung nach mehr Nachhaltigkeit in der Wachstumswirtschaft gleich zweimal daneben: Erstens geht es heute nicht mehr um Korrekturen, sondern um eine Umkehr, und zweitens nicht um die Frage, was es zu vermeiden, sondern was es zu erhalten gilt.“

„… dass Umweltbewusstsein und Handeln nur entfernt miteinander zu tun haben können und davon, dass das Unbehagen, das mitunter entsteht, wenn man Dinge tut, die eigentlich falsch sind, ausgesprochen leicht zu bewältigen sind.“

„Teil des Problems ist überdies die falsche Annahme, negative Argumente könnten proaktive Handlungen motivieren“.

„Jede Kultur stattet ihre Mitglieder mit Verhaltens-, Erwartungs- und Gefühlsstandards aus, die ihre Wirksamkeit gerade daraus beziehen, dass man sich gewöhnlich nie Rechenschaft über sie abgelegt hat. Daher erreichen Bemühungen um die Veränderung solcher Standards überhaupt nichts, wenn sie nur auf der kognitiven Eben ansetzen. … Weil Habitusprägungen jenseits der Bewusstseinsschwelle verlaufen, bleibt es in der Regel auch erfolglos, an „Einsicht“ und „Vernunft“ zu appellieren. … Einsicht dringt meist nicht bis zum Verhalten vor, weil das Verhalten nicht auf Einsicht beruht. So einfach ist das.“

„Der Glaube zum Beispiel, man könne auf der Grundlage von wissenschaftlichem Wissen – zum Beispiel über gefährliche Klimaerwärmung – eine „grosse Transformation“ einläuten und mit einem Wandel des Energiesystems die wesentlichen Zukunftsprobleme moderner Gesellschaften bewältigt haben, ist naiv. Tatsächlich würde das Gegenteil der Fall sein: Würde man nämlich die Nutzung fossiler Energien vollständig durch die Nutzung erneuerbarer Energie ersetzen, gäbe es hinsichtlich der Expansion von rohstoffintensiven Ernährungs-, Wohn- und Mobilitätsstilen kein Halten mehr, denn schliesslich wäre die zu deren Erzeugung benötigte Energie dann ja unbegrenzt verfügbar. … Eine gelingende „Energiewende“ in der falschen Kultur kann in der Konsequenz zu einer Erhöhung der Zerstörungskraft der bestehenden Praxis führen, also gerade nicht zu einer Transformation.“

„Es geht weniger positiv um die Frage, wie die Gesellschaft sein solle und zu denken wäre, sondern negativ und immer präsentistisch darum, wie sie gerade nicht sein sollte. Demgemäß richteten sich die Anstrengungen primär gegen die Auswüchse von Produktion und Entsorgung, nicht auf die Wirtschaftsformen und Produktionsverhältnisse, noch weniger auf Gegenentwürfe nachhaltiger Wirtschafts- und Gesellschaftsformen.“

„Die Vorraussetzung für einen nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen ist ihr sozialer Gebrauch, nicht die physikalisch mögliche Effizienz ihrer Nutzung. Je mehr Material oder Energie in einer expansiven Kultur verfügbar ist, desto mehr wird konsumiert – umgekehrt wird desto mehr Material und Energie genutzt, je effizienter sie generiert werden. Ökonomen nennen das den „Rebound-Effekt“. Effizienzsteigerung gehört zum Industriekapitalismus wie Kapital und Arbeitskraft, sie ist eine Bedingung seines Funktionierens. So gesehen, ist auch das viel-gepriesene „Grüne Wachstum“ nur mehr vom Gleichen: Wirtschaftswachstum durch Steigerung von Effizienz, ganz was Neues.
Eine Kultur, die nicht dem expansiven, sondern einem reduktiven Paradigma folgen würde, wäre an Effizienzsteigerungen gar nicht interessiert: Sie würde nämlich darüber befinden, was sie für ihre Vorstellung von gutem Leben braucht, und danach ihren Mitteleinsatz bestimmen.“

„Will man soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im globalen Massstab, hilft alles nichts: Dann muss man die Komfortzone verlassen, auf Wohlstand verzichten, abgeben, andere Modelle des Verteilens, Wirtschaftens und Lebens entwickeln.“

„Erst wenn ein achtsamer Umgang mit Ressourcen und ein entsprechender Lebensstil nicht mehr „gedacht“ werden, sondern fragloser Teil lebensweltlicher Praxis sind, ist man in der nachhaltigen Modernen angekommen.“

Möglichkeitssinn (vs Wirklichkeitssinn): eine Fähigkeit, „alles, was ebensogut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist.“ Das ist ein faszinierender Gedanke, weil er folgenreich ist: Sobald eine Möglichkeit gedacht wird, tritt ja eine weitere Variante neben die gerade vorhandene Wirklichkeit.“

„Soziale Transformationen sind ungleichzeitig; zunächst werden die sogenannten „first movers“ als Spinner betrachtet, dann als Avantgarde, dann als Vorbilder. Man braucht daher auch keinen Mehrheiten, um Gesellschaften zu verändern; andere kulturelle Modelle und Praktiken diffundieren dann in die Gesamtgesellschaft, wenn sie von Minderheiten in allen relevanten gesellschaftlichen Schichten getragen werden. Drei bis fünf Prozent der Bevölkerung reichen unter dieser Vorraussetzung, um einen tiefgreifenden und nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel in Gang zu setzen.“

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Buch: Wir Schwätzer im Treibhaus. Warum die Klimapolitik Versagt. Marcel Hänggi

Screen Shot 2013-10-14 at 20.52.01Das Buch „Wir Schwätzer im Treibhaus. Warum die Klimapolitik Versagt“ von Marcel Hänggi ist ein (trauriger aber erhellender) Bericht über die letzten 20 Jahre der Klimadebatte, und warum wir heute eigentlich keinen Schritt weiter sind als vorher. Dabei spielt die Politik und die grosse Industrie eine entscheidende Rolle, aber auch der Otto-Normal-Verbraucher, der auch weiterhin nicht auf seinen Konsum, seinen Ferienflug, ein neues (Energie-sparendes!) Auto usw. verzichten will. Marcel Hänggi hat sehr gut die tieferen Gründe dieser „Blockade“ heraus gearbeitet und setzt sich intensiv mit grundlegenden Faktoren unserer Gesellschaft auseinander. Sehr gutes Buch!

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