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Buch7: Buchhandel mit der sozialen Seite

Es gibt nun wirklich keinen Grund mehr, Bücher bei Amazon zu kaufen. Wer sie nicht in der nahen Buchhandlung bestellen kann, dem sei hier Buch7 empfohlen. Eine kleine, junge Gruppe von Buch-Begeisterten betreiben einen Online-Versand mit (fast) allen Büchern, die man noch lesen will. Und, das ganz Besondere: Mit 75% ihres Gewinnes fördern sie soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Also, nix wie hin!

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Das Generieren eines einzigen Bitcoins verbraucht zwischen 7.000 und 36.000 Kilowattstunden

Spannender Artikel in der taz. Wieder einmal zeigt sich, dass die Entwicklung einer neuen »Technik« (oder vielleicht eines neuen Tools) zwar an und für sich spannend, aber wohl nicht nachhaltig ist: „Nach aktuellen Schätzungen des deutschen Digitalverbandes Bitkom verbraucht das Generieren eines einzigen Bitcoins zwischen 7.000 und 36.000 Kilowattstunden. Diese Strommenge würde ausreichen, um zwei bis zehn Durchschnittshaushalte in Deutschland ein Jahr lang zu versorgen.
Den weltweiten Stromverbrauch beim Schöpfen von Bitcoins beziffert das Portal Digiconomist aktuell auf mehr als 27 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Das entspricht fünf Prozent des Jahresverbrauchs in Deutschland oder 0,12 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Das Kreditkarten-Netzwerk Visa verbraucht laut Digiconomist nur ein Fünfzigstel der Energie des Bitcoin-Systems – beim 300-fachen an jährlichen Transaktionen.
Marco Liesenjohann, Bitkom-Referent für Blockchain, beziffert eine Bitcoin-Transaktion auf 50 bis 250 Kilowattstunden – so viel wie ein durchschnittlicher Haushalt im Zeitraum zwischen einer Woche und einem Monat verbraucht.“

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Yes we can farm – Zukunftsweisende Landwirtschaft im Fokus

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Interessante Webseite.

Yes! We Can Farm porträtiert innovative landwirtschaftliche Betriebe und Projekte, die zukunftsweisend und nachhaltig arbeiten.

Yes! We Can Farm ist aus unserem eigenen Interesse an den Krisen dieser Welt und der (positiven oder negativen) Rolle, die Landwirtschaft dabei spielt, entstanden. Diese Krisen stellen landwirtschaftliche Betriebe vor große Herausforderungen, ob durch steigende Preise für Energie oder durch „Höfesterben“ aus diversen Gründen. Wir glauben nicht daran, dass größer immer besser ist. Durch unsere Recherchen dazu haben wir gemerkt, wie wenig inhaltsvolle Informationen es zu der landwirtschaftlichen Praxis gibt (zumindest für Menschen die selbst keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben).“

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Niko Paech: TTIP verkörpert eine Antithese zur Nachhaltigkeit

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Neulich im Naturscheck: „Niko Paech war viele Jahre an der Universität Oldenburg als Gastprofessor im Lehrstuhl für Produktion und Umwelt tätig. Ab dem Wintersemester 2016/2017 wird er als Lehrbeauftragter der Universität Siegen den dort neu entstandenen Masterstudiengang »Plurale Ökonomik« unterstützen. Die klugen Gedanken des Umweltökonomen und Konsumforschers hatten wir im NATURSCHECK erstmals im Frühjahr 2013 vorgestellt. Inzwischen sind dreieinhalb Jahre ins Land gezogen. Zeit genug also, um bei Niko Paech nachzuhaken, wie er über das jetzige Konsumverhalten und die Entwicklung in einer globalisierten Wirtschaft denkt.“

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Gemeinwohl-Bericht von VauDe

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Gemeinwohl-Ökonomie bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohlfördernden Werten aufgebaut ist. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene – eine Brücke von Altem zu Neuem. Wer Lust hat sich mit dem sehr spannenden Thema zu beschäftigen, dem sei die Webseite EcoGood empfohlen, oder das Buch Die Gemeinwohl-Ökonomie von Christian Felber.

VauDe, der Outdoor-Ausstatter, hat 2013 einen Bericht nach den Gemeinwohl-Kriterien erstellt. Durchaus interessant, was da so an Themen alles vorkommt, und die Stärken und Schwächen der Firma zu erkennen. Wobei, wenn es denn so stimmt, ich direkt bei der Firma VauDe anheuern würde. Die scheinen echt fortschrittlich – im Sinne der Permakultur (also, sozial, ökologisch, ökonomisch) – zu sein.

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Doku: Weniger ist mehr! Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben

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„In einem Selbstversuch will die Journalistin Karin de Miguel Wessendorf herausfinden, wie zukunftsfähig ihr eigener Lebensstil ist. In Deutschland, Frankreich, Spanien und England geht sie der Jahrhundertfrage nach: Wie können wir trotz begrenzter Ressourcen einen Lebensstandard aufrechterhalten?

Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Die Dokumentation sucht nach Lebens- und Wirtschaftsmodellen, die den Weg in die Postwachstumsgesellschaft weisen. Die Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf unternimmt einen Selbstversuch und fragt: „Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?“ Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann.

Bisher lautet das Credo von Wirtschaft und Politik „kein Wohlstand ohne Wachstum“. Ein stetiges Wirtschaftswachstum gilt als Garantie für Arbeitsplätze und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Wer an dem Wachstumsdogma zweifelt, wird als realitätsfremd belächelt. Doch Wirtschaftskrise und Klimawandel haben diesen Glauben erschüttert. Bevölkerungsexplosion, Energiekrise und Umweltbelastung sind Probleme, die sich nicht länger verdrängen lassen. Immer mehr Menschen gelangen zu der Überzeugung: Grenzenloses Wachstum ist in einer Welt begrenzter Ressourcen nicht möglich. Trotz Steigerung des Bruttoinlandsproduktes ist die persönliche Lebenszufriedenheit in den Industrieländern seit den 70er Jahren nicht mehr gewachsen. Kann es also sein, dass die Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält? Was braucht man wirklich, um ein gutes Leben zu führen?

Der demografische Wandel, die begrenzten Ressourcen des Planeten und die aktuellen Wirtschaftskrisen sorgen derzeit ohnehin für eine Wachstumsbremse. Höchste Zeit, umzudenken und den Ausstieg aus dem zerstörerischen Wachstum selbst zu steuern. Eine Bewegung ist entstanden, die nach Alternativen sucht. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten arbeiten in Theorie und Praxis am Aufbau einer „Postwachstumsgesellschaft“ – einer Gesellschaft, in der ein besseres Leben für Mensch und Umwelt auf lange Sicht möglich sein soll.

Auf ihrer Reise stellt Karin de Miguel Wessendorf fest, dass die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss, in vielen Fällen ist es sogar ein Gewinn an Lebensqualität.“

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Doku: Natur – Spekulationsobjekt mit Zukunft. Arte

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„Der Dokumentarfilm Natur – Spekulationsobjekt mit Zukunft(2014) untersucht in verschiedenen Ländern die besorgniserregende Umwandlung der natürlichen Ressourcen in Handelsgüter, die in monetäre Kreisläufe gelangen. Wie wurde der Umweltschutz zu einem globalen Markt? Warum interessiert sich die Finanzwelt so brennend für diesen neuen Wirtschaftsbereich?

Seit einigen Jahren boomt ein neuer Markt, der die Natur ökonomisch nutzbar macht. Der Rückgang der biologischen Vielfalt beispielsweise lässt den Marktwert von lebenden Arten steigen. Doch welche Gefahren drohen Mensch und Natur, wenn Wirtschaft und Banken die lebenden Ressourcen der Erde in Besitz nehmen? Wenn sie Tiere und Pflanzen zu Finanzprodukten machen und die Umwelt in spekulatives Kapital ummünzen?

„Natur – Spekulationsobjekt mit Zukunft“ untersucht in verschiedenen Ländern die besorgniserregende Umwandlung der natürlichen Ressourcen in Handelsgüter, die in monetäre Kreisläufe gelangen. Wie wurde der Umweltschutz zu einem globalen Markt? Warum interessiert sich die Finanzwelt so brennend für diesen neuen Wirtschaftsbereich? Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Akteuren der neuen Märkte und den Verantwortlichen für die jüngste weltweite Finanzkrise? Welchen Einfluss üben Lobbys bei internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen oder der EU aus, um dieses „Naturkapital“ zu mehren? Welchen Gesetzen unterliegen diese neuen Märkte?

In Uganda fallen viele Menschen der Spekulation mit der Natur zum Opfer. In Brasilien werden massenhaft Lügenmärchen über die angebliche Rettung des tropischen Regenwaldes verbreitet. In den Vereinigten Staaten und in Malaysia haben Banken jetzt begonnen, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu „schützen“. Anhand konkreter Beispiele konfrontiert der Dokumentarfilm Entscheidungsträger und Politiker mit den Gefahren ihres Handelns für Umwelt und Bevölkerung. Inzwischen wird eine heftige Debatte über den Handel mit unserem Naturerbe geführt. Manche Wirtschaftswissenschaftler sehen in diesen Transaktionen die Vorboten einer neuen Finanzkrise. Aber diesmal steht die Zukunft der Natur auf dem Spiel – und damit die Zukunft von uns allen.“ (arte)

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Lesenswerte Artikel

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Klimaschutz-Hindernis: Konzerne erhalten Milliardensubventionen für Ölprojekte: Offiziell bekennen sich die Industriestaaten zum Klimaschutz – doch zugleich pumpen sie Milliardenbeträge in die Erkundung neuer Ölvorkommen. Laut einer Studie profitieren ausgerechnet Energiekonzerne von den massiven Subventionen.

Teilen statt kaufen: So klappt’s auch mit dem Nachbarn: Share Economy, ganz analog: Mit kleinen Aufklebern am Briefkasten signalisieren nette Menschen ihren Nachbarn, was sie ihnen leihen können – Werkzeug, Waffeleisen, Wok. Und bei der Gelegenheit kann man sich doch gleich mal kennenlernen.

Debatte über Anthropozän: Forscher präsentieren Beweise für neues Menschenzeitalter: Menschen haben das Angesicht der Erde grundlegend verändert. Hat sogar eine neue geologische Epoche begonnen – das Anthropozän? Wissenschaftler wollen es jetzt beweisen: Sie präsentieren sechs gravierende Umweltveränderungen.

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Comedien George Carlin Talks About „Stuff“

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Immer wieder lustig: George Carlin, amerikanischer Komediant, erklärt warum (die Amis, aber doch weithin übertragbar) immer mehr Zeug haben und brauchen, weshalb sie wiederum grössere Häuser bauen müssen um dies alles unterzubringen. Aber das reicht noch nicht aus: Sie müssen dann auch noch Garagen dazu pachten (ein Multi-Millionen-Dollar Geschäft in den USA) um ihr Zeug abzustellen. Hey, die Aufnahme ist von 1986 – und hat sich was verändert?!

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Der hohe Preis des Materialismus

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Ach, an sich ja nicht mehr so neu, aber doch immer wieder gut sich vor Augen zu halten: Wie hängen Materialismus, Lebensqualität, Zufriedenheit und Naturverbundenheit zusammen? In diesem kleinen Video-Scatch wird’s nochmal klar ausgedrückt, dass mehr Geld nicht zu mehr Lebensqualität führt (zumindest mal nicht in linearer Fortsetzung); und dass mehr Materialismus fast automatisch zu einem egoistischeren Leben führt mit immer weniger Rücksichtnahme auf die Gesellschaft und Natur.

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Doku: Alphabet. Angst oder Liebe

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Alphabet. Angst oder Liebe„: Dieser Film stellt viele Fragen, und liefert wenige Antworten. Dies aber durchaus im positiven Sinne, denn es regt uns zum Nachdenken an. Was ist „falsch“ an unserem System? Warum wird uns vieles was nicht gut läuft, nicht so klar? Was können wir ändern? „Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird durch krisenhafte Entwicklungen zunehmend in Frage gestellt, und eine Antwort ist nicht in Sicht. Die politischen und wirtschaftlich Mächtigen wurden zum Großteil an den besten Schulen und Universitäten ausgebildet. Ihre Ratlosigkeit ist deutlich zu spüren, und an die Stelle einer langfristigen Perspektive ist kurzatmiger Aktionismus getreten. Mit erschreckender Deutlichkeit wird nun sichtbar, dass uns die Grenzen unseres Denkens von Kindheit an zu eng gesteckt wurden. Egal welche Schule wir besucht haben, bewegen wir uns in Denkmustern, die aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen. Die Lehrinhalte haben sich seither stark verändert und die Schule ist auch kein Ort des autoritären Drills mehr. Doch die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht mehr denn je. Denn neuerdings weht an den Schulen ein rauer Wind. „Leistung“ als Fetisch der Wettbewerbsgesellschaft ist weltweit zum unerbittlichen Maß aller Dinge geworden. Doch die einseitige Ausrichtung auf technokratische Lernziele und auf die fehlerfreie Wiedergabe isolierter Wissensinhalte läßt genau jene spielerische Kreativität verkümmern, die uns helfen könnte, ohne Angst vor dem Scheitern nach neuen Lösungen zu suchen. Erwin Wagenhofer dokumentiert verschiedene Ansätze, sich dem Thema Bildung, Bildungsinhalte, Wissensvermittlung etc. zu nähern und sich kritisch damit auseinanderzusetzen.“ Wirklich empfehlenswerte Doku!

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Buch: Entropia: Life Beyond Industrial Civilisation. Samuel Alexander

Screen Shot 2014-02-27 at 12.12.35Auf einer Insel versuchen Menschen ein Leben nach dem Zusammenbruch der industriellen Gesellschaft/Wirtschaft – ein Leben ohne Erdöl, ohne viele Ressourcen, ohne laufenden Strom. Bescheidenheit, landwirtschaftliche Produktion mit manueller Arbeit und in Gemeinschaft, starkes Kreislaufdenken, Recycling und Nutzen von „Abfällen“. Das Buch „Entropia: Life Beyond Industrial Civilisation“ von Samuel Alexander erzählt von einem Leben wie es in der Zukunft aussehen könnte. Interessant schon. Aber, im Vergleich zum einem ähnlichen, deutschen Werk – Jamilanda – bei weitem nicht so inspirierend, so kreativ, so neue Technologie, Ideen, Ansätze zusammen fassend. Eine nette Geschichte mit überraschendem Schluss.

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The Permaculture Solution. Warren Brush

PermaculturePrinciples

Warren Brush describes himself as a certified permaculture designer and teacher, a mentor and storyteller. He is co-founder of Quail Springs Learning Oasis & Permaculture Farm, a former cattle ranch located in California’s Cuyama Valley—one of the remotest places within a three-hour drive of Los Angeles you can imagine—where his team demonstrates and teaches permaculture design principles and practices.

Prior to creating Quail Springs, Brush and his wife, Cynthia Harvan, began a program for homeless youth in Santa Barbara, California, which they then expanded to include children and teens from diverse racial, social, and economic groups. Wilderness Youth Project (WYP), an independent nonprofit organization, mentors diverse youth and families by taking them into nature. Each year, WYP spends many days in the Cuyama Valley, tracking animals, learning earth skills, building shelters, tending fires, and stewarding the land.

The Wilderness Youth Project is still taking kids into the wilds, but in 2004, Brush and Harvan, with the help of a Santa Barbara foundation, acquired Quail Springs. They moved to the land to lead the caretaking and development of the ranch as a permaculture learning and demonstration project. Since then, many dedicated and inspired people have taken part in developing the organization that Quail Springs is today—and people have come from all over the world to learn permaculture design principles and practices. In addition to permaculture design and application for food production, Quail Springs teaches natural building, Earth-based skills such as foraging, sacred hunting, tanning, and fiber arts, and offers a Sustainable Vocations, a permaculture design-certification program for young people aged fifteen to twenty-five.

Brush and his permaculture design company, True Nature Design, are often called to consult and teach internationally. He recently returned from a five-country teaching stint in Europe just in time to teach a two-week permaculture design course for international development and social entrepreneurship. He was kind enough to speak with me by phone one afternoon while a local Chumash leader was teaching. His is a hopeful vision for the Future of Food.

The MOON: You’ve been quoted as saying that permaculture is now feeding more people than all the world’s aid programs combined. That’s a pretty remarkable claim. Please tell us more.

Brush: That’s actually a quote from Geoff Lawton, of the Permaculture Research Institute in Australia, an organization created by Bill Mollison, who is considered “the father of permaculture.” Lawton made that statement four years ago, in 2009, from PRI’s own research. I find it a credible claim. Around the world, nearly two and one-half million people have completed the Permaculture Design course, which is a seventy-two hour course that teaches the basic methodology of permaculture, which is about consciously designing with nature to achieve highly efficient and stable systems.

The reason it’s credible is that, when you mimic natural systems, rather than the monocrop systems of corporate agriculture we’re accustomed to, we can produce up to ten times the nutrition per square foot. For example, when you plant food in multiple layers like you would see in a forest — even if you’re just planting a raised bed — you get ten times the productivity of a monocrop. And at the same time you’re building soil, you’re recycling wastes, you’re providing valuable ecological services that mimic nature, which the monocrop system does not. You don’t see monocrops in nature. You see diversity in nature.

The MOON: So why do you think that corporate agriculture hasn’t jumped on the permaculture bandwagon?

Brush: Because Permaculture is a decentralizing movement. It can’t be done on a large scale without involving many people, which is an entirely different way of farming that looks more like times past, when we had communities of small farmers. Rather than one farmer having five thousand acres, permaculture has a thousand people each farming five acres. Which is a much more stable way of producing food — for people, if not for profit.

However, a lot of corporate agriculture is starting to look to permaculture for improving efficiency and profits. Estimates are that the modern agriculture system uses ten calories of energy to produce one calorie of food. That is completely unsustainable. Yes, we’re producing a huge amount of food, but we’re mining resources in order to achieve it. At some point our caloric savings account is going to be depleted. We’re burning through energy capital at an appalling rate. We’re stealing from our children and grandchildren in order to produce cheap food today, which is something that no sustainable — or ethical — culture in the world has ever done, or would ever do.

A lot of people who are doing large-scale agriculture find that at first they get high yields, but over time, as the soil is depleted, they have to keep buying more and more fertilizers, pesticides, treated seeds, and so on, from a corporate suppler. If they were left to an open market, where their food had to compete without government subsidies, they wouldn’t be able to make a profit — and so they wouldn’t farm that way. So much of the modern agriculture system is surviving only because of government subsidies in support of corporate profits. But we’re starting to see farmers in the United States and all over the world who are really desperate for change. We get a lot of farmers coming to us who are looking for ways to wean themselves from the huge industrialized energy inputs that they have to pay for. The only way to have manageable scale profitability is to mimic nature as closely as you can. It’s only when you push against nature that it costs energy — which ultimately costs money.

This applies not just to agriculture, but to urban design, architecture, water management systems, everything. Look at Las Vegas. The whole thing is designed to survive only with huge energy inputs in the form of fossilized sunlight, or oil — to deliver water, to keep buildings cool, to power neon lights, to ship food and everything else people need to live. It’s a huge energy sink, which represents poor design.

The MOON: I thought the Green Revolution was the hope for feeding the world. What happened? Isn’t it true that corporate agriculture is the reason why only two percent of Americans can work at farming and feed two hundred twenty million of us… with food to export to the rest of the world? Can permaculture compete with this level of productivity?

Brush: Consider the overall ecological footprint of the so-called Green Revolution. It isn’t “green”! The level of productivity that corporate agriculture has achieved is not sustainable. The UN commissioned a study of the effects of the Green Revolution in Africa. The study involved twenty-seven leading scientists in different disciplines — agriculture, hydrology, soil science, sociology, ecology — and the results were published in a document headlined, “The Green Revolution Has Failed Africa.” The report detailed how the Green Revolution created centralized systems of food production, which are extremely vulnerable to disruption. It created widening disparity between rich and poor. It destabilized entire cultures, where people no longer know how to produce their own food, and the system too often doesn’t provide it for them. And we’ve exported this system globally.

Moreover, a lot of the calories our food system now produces are empty calories — they fill people up but they provide poor nutrition. If fact, they’re carrying toxins and compounds that the body doesn’t know what to do with, and so we’ve got biocides showing up in our fat cells. We’re starting to see cancer rates skyrocket as increasing chemicals find their way into food and housing environments. In the U.S., we’re seeing the whole host of health effects related to obesity from this type of food system.

Plus, it takes ten times the energy input for each calorie output in the American food supply system. We’ve spent something like two hundred and fifty million years of fossilized sunlight — in the form of fossil fuels — in the last fifty years. That’s something that can’t continue. It takes ninety-eight tons of plant material, degrading over millions of years of pressure, and heat, to become a barrel of oil, which is stored sunlight energy. We’ve designed all of our systems — energy, manufacturing, transportation, agricultural, how we move goods and water — around these intense forms of stored sunlight. That’s a finite resource.

Sustainable systems work on real-time sunlight. All of our ancestors, every sustainable society, works with real-time sunlight. That’s really the definition of sustainability: meeting the energy needs of human settlements — and even perhaps a surplus — with real-time sunlight. Throughout history we’ve had oil wars — because oil is that intense, stored sunlight in the form of liquid energy. Before petroleum we had whale oil wars. Before that we had olive oil wars. It’s all based on an understanding that stored sunlight energy can change the dynamic of how you work on the land. You couldn’t send an army to conquer another people if they had to feed themselves at the same time. They had to be able to carry food with them — stored sunlight energy — or take it from the people they conquered. I have a really strong belief that the degradation of our food system by Western agriculture — where we’ve lost the genetic diversity of our food, we’ve lost the bioregional relationship with the land — is responsible for the depression, despair, and dissatisfaction so many people feel.

In Santa Barbara County ninety-seven percent of food dollars leave the county, and at the same time, nearly ninety-six percent of the food grown in Santa Barbara County leaves the county, as well. So we incur these huge energy and transportation costs moving things around. Which means we don’t have a stable, secure food system. An increase in gasoline prices, a truck drivers’ strike, an interstate shutdown — can disrupt our food supplies. And at the same time, we don’t have a local food culture in this country anymore. Culture used to derive from our landscape, which affected everything — our food, our architecture, our clothing, our music — it all came from place. Now we’re part of a globalized homogenized culture — which is to say, no culture. I think that’s a loss for humanity. When you no longer have culture it means you’ve lost your sustainable way of living.

The MOON: You’ve touched on numerous problems with corporate agriculture, but at the same time, it’s what’s feeding most of us. Can you be more definitive in outlining the problems with it?

Brush: A big obvious one is economic. It costs more to produce food the way we’re doing it now than it returns financially. It couldn’t survive without government subsidies. Most of the farmers in America are welfare farmers. They’re being subsidized to do what they’re doing — and they’re not happy about it. They’re not proud of it.

The other primary problem with corporate agriculture lies at the foundation of all food production: soil. Our soil is measurably, quantifiably, being degraded wherever you see current industrialized agricultural practices applied. We are losing arable land, while we’re increasing population. We’re losing topsoil. We’re losing soil fertility. Farmers have to apply increasing amounts of fertilizers and pesticides to be able to maintain yields.

Agricultural practices must build soil or they will not last. The more biocides and chemical fertilizers you add, the more you degrade the soil’s biology — its ability to work for you and for the plants. Agriculture depends on soil microbiology — a soil food web — that modern agriculture doesn’t honor and, in fact, destroys.

A third problem is tillage. Tillage physically disrupts the soil microbiology. Large-scale mechanical plowing and harvesting are practices that came to us out of northern Europe, which is a very unique, temperate microclimate that benefited from thousands of years of forests building very deep soils. That history and microclimate doesn’t exist throughout the world, but we’ve exported this type of farming to tropical climates and arid climates and grasslands, and the soil is not able to withstand it. Plowing inverts the soil and destroys all the microbiology that nature tries to regenerate.

Modern agriculture is also based on export crops. Wherever you see monocrops, you’re seeing food for export out of the community. Farmers all over America go to Costco to get their food because they don’t eat what they grow. Farming communities can’t even feed themselves because they’re only growing garlic, or carrots. It’s a crazy time we’re in! And it’s so unstable. The Green Revolution has not only destabilized our ecology, but it’s also destabilized our economy, our culture, our understanding of how to grow food.

When you say “only two percent of the people” have to be farmers now — as if there’s something wrong with farming — that’s a bad sign. If the people who are growing our food are considered less valuable than people doing something else, there’s something wrong with our priorities. Every culture in the world was completely integrated with its food production system. Food production was a core part of their culture. People are so cut off from that now; they’re cut off from the knowledge that sustains their own existence. They’re so out of touch with how the choices they make affect their environment, their planet, that they don’t seek the scars they’re creating all over the world. In the United States we don’t see how many people around the world are suffering because we’re still mining their resources in order to maintain the lifestyle we live.

It’s said that it would take five Earths to give everyone the lifestyle enjoyed by people in the United States. Of course there aren’t five Earths, so the American way of life is totally unsustainable.

There’s also a loss of beauty involved with our present way of doing things. I think that sense of beauty and connectedness is what so many Americans are craving. I would be interested to see whether the rise of modern agriculture and industrialization parallels the rise in depression.

In permaculture, we’re trackers. We’re constantly looking at feedback loops to see what’s working; what’s not working; and make adjustments. That requires looking at things holistically. If you’re looking at agriculture as something separate from your waste streams, from how you get your water, from your housing, transportation, your forests and wildlands, then you’re working against, not with, nature.

This linear, silo-thinking is causing great damage to the Earth. Everything cycles; everything is interconnected. We can make changes, we can feed people in a way that restores, rather than damages, the Earth but we need many, many people to start to grow gardens; to start buying local foods, and to be in relationship with the people who provide food that they do not provide for themselves.

There is a re-localization going on. We see it in the Slow Food movement, in the Slow Money movement; in the Transition Town movement; in the community-based natural building movement. And it’s beautiful. I believe people are communal by nature. We’ve evolved over thousands and thousands of years as village beings. There’s a depression that results from being isolated and “independent” and ultimately suckling from the udder of mass consumerism, rather than from the udder of the land and community that surround us and supports us and our future generations. It’s not only a philosophical thing; it’s also very pragmatic.

If you want stability and resilience for your family and community you need a diverse, local food system. If you live in a city in the U.S., you’re nine meals away from living in a food desert. If you don’t have trucks coming in, you’re nine meals away from being out of food. That’s not stability, or security and nowhere is there resiliency for you and your family if you live that way.

The permaculture movement can change that — and the reason we’ll be successful is that we’re a grassroots movement without a head. We go under the radar of corporate regulations, government funding or interference because we’re simply a collection of ethics and principles that guide our design methodologies around the world. Wherever these design principles go — whether to a village in northern Liberia or the backyards of Beverly Hills — they create beauty in alignment with nature.

Can these design principles feed the world? Yes! But it’s not going to look like the model we have now. It’s like Einstein said: You can’t solve a problem using the same consciousness that created it. We have to change our consciousness — and I believe design is the way to do it because it’s endlessly creative. There’s not one way — every situation will have its own solution.

That’s why so many young people come to Quail Springs. They know intuitively — they have a whole-body awareness — that the way we’re doing things is not right, and they want to learn another way. And the truth is, the problems of the world are increasingly complex, but the solutions are embarrassingly simple.

The MOON: So what are the set of ethics and principles that make up permaculture?

Brush: Real basically, permaculture is a design science that harmonizes with natural systems, and it involves a set of ethics and principles that guide that process.

For example, consider an orchard. People plant a single type of fruit tree in long rows, so many feet apart, with so many feet between the rows, and nothing — but perhaps orchard grass — in between. That is common in modern agriculture, but it is something you never see in nature. What you see in nature is forests made up of many kinds of trees and other plants growing in multiple layers: root layers, the FBI layer — fungi, bacteria, and insects — herbaceous layers, low-growing shrubs, mid-story plants and over-story plants. Some climates have emergent plants; plus, there’s vining, and animals, and an incredibly diverse and integrated pattern that nature recreates over and over again wherever you see a natural forest.

Now nature doesn’t always grow forests with human food needs in mind, but permaculture is about mimicking natural designs for human settlements. So we design our food system borrowing nature’s pattern, applied to human needs for food, forage, and fodder. As it turns out there’s a vast history of humans practicing food forestry — in Asia, among the Mayans, and the Moroccans — you find thousands-of-years-old food forests. So here at Quail Springs we’re cultivating our own little food forest.

When we started to plant it out, we were unsure of ourselves because it felt counter to what we’d been acculturated to. We planted it out, mimicking the succession process that would take place if nature was going to create a forest. Some plants are pioneers and prepare the environment for succeeding plants, creating over time a forest that would be heavy in food for humans.

We’re in a very unique environment out here. We’re in a dryland environment that gets six inches of rain a year. In fact, this past year we only received four inches of rain. So we have a very slow-growing food forest compared to if you were in, say, a tropical environment. We planted all kinds of things: root crops, low-growing mints and dryland herbs, mid-growing Jerusalem artichokes, higher-growing elderberries, datura and many types of native plants; mid-story stone fruits — plums and apricots — plus apples, jujubes. Then we put in a nitrogen-fixing over-story, which also provides shade to mitigate the heat we have here. The over-story includes plants like robinia, or black locust, which we coppice (cut back so that new shoots grow). We’ve got some kinds of fast-growing dryland poplar, which provide leaf litter to build up the soil. Or whole system is based on building soil while we grow food, and as we grow our forest, we create a micro-climate that supports an increasing variety of plants. It’s a long-term strategy within our more immediate food farm system.

We were visited by a university professor of orchard science, who took one look at what we were doing and said, “You’re going to have to rip out half these plants because there is no way that this apricot tree is going to reach full expression here, and you’re going to get fewer apricots.”

Food forestry takes a completely opposite approach however. Food forestry says, “Yes, you’re right; we’re going to get fewer apricots. But within the same three-dimensional space in which that apricot tree is growing are also twenty or more other animals and plants that are going to provide a rich variety of foods — and therefore offer ten times the nutrition.”

It happened that the following week one of the top food forest advisors in the world was here. He looked at our baby food forest, shook his head, and said, “You’re going to have to double your plantings.” That’s the permaculture approach.

And that’s just one aspect of it. Next, I might consider, “How are my human wastes going to be dealt with in a way that contributes to the functioning of the system?” One of ways we did that was to build an orchard toilet — a movable toilet that could return some of our wastes to the soil. Then we realized that for integrated pest management we could run our chickens and turkeys and ducks through the orchard. They not only ate the bugs, they also provided fertilizer. Plus, since they were getting all that protein in the form of insects, it cut down on the food we had to provide for them.

One thing I want to emphasize: permaculture is not a farming, or gardening, technique. It’s a design methodology — in this case applied to agriculture. But you could apply it to anything — to buildings, to waste cycling, to water harvesting. I think people get confused about that. They say things like, “Should I do organic gardening, or should I do permaculture?” Organic gardening can be incorporated; biodynamics can be incorporated.

The MOON: Are you able to feed yourselves from your efforts? How many of you are there at Quail Springs?

Brush: Right now we are providing about eighty percent of the food needs for our permanent residents — which are about seventeen to twenty of us. It fluctuates a bit with our travel schedules. Also, bear in mind that the food forest is our investment in future food production. We also have a more conventional garden that produces food for our immediate needs.

We’re just babies at this. We started Quail Springs nine years ago, but we’re operating on a two-hundred year plan, which will ultimately be a thousand-year plan: How can we provide a yield for ourselves now, while simultaneously build up the soil and increasing the land’s productivity for future generations?

Another thing we’re doing, which is a really big story, is rejuvenating our springs, which most people believed had died. The Cuyama Valley has been deforested and overgrazed and deep wells have drained the groundwater. As a result, most of the springs, as well as the river, are completely dried up. Ours was just a trickle nine years ago — and then, only at night when the trees weren’t transpiring. Now we’re getting sixty gallons a minute.

The MOON: Wow! How did you do that?

Brush: We did a mix of things. One was intense planting. A lot of people deforest riparian areas, thinking the trees are soaking up all the water, but we did the opposite: we planted. We did a lot of earthwork to flow the water, spread it, and sink it. We built a gabion* system. We removed the cattle, which had been here for over one hundred years, and that allowed the land to revegetate. And there’s a whole lot more to the story than that. The bottom line is that, through a whole variety of interesting watershed management practices we’ve been able to restore our springs, even through this severe drought that southern California is currently experiencing.

This is one of the problems I’m most often called in to address: how to rejuvenate springs. The most difficult problem is usually political. We understand the science, the methodology; what’s more typically lacking is the willpower.

The MOON: How so?

Brush: The politics of place and profit prohibit it. Say you’re on Lake Victoria, Kenya. The mountaintop where all the springs used to flow used to be communal land, which was stewarded for the benefit of the tribe. But when they adopted a westernized system of land ownership, the water was no longer managed for the common good. People sold off their land, and deforested it, and all but a few of the springs dried up — and those few flow at just a fraction of their previous output. So no solution can be implemented without the agreement of the landowners.

Here at Quail Springs, we’re the farthest privately owned property up a particular canyon in Cuyama Valley, surrounded on three sides by national forest. It’s ironic, but we can go into the forest and take timber, or we can overgraze — totally legally — with just a simple permit. But if we want to go into the forest and do reclamation work, slowing erosion or reforesting, we have to spend hundreds of thousands of dollars on an environmental impact report. Our regulations have been created for the benefit of industry. The cattle and timber industries are gatekeepers for a lot of the regulations that have to do with our forests. So we have to be Ninja-like, and work under cover of darkness, so to speak, if we want to benefit the land in the national forest.

I just completed an eighteen-program tour in five countries in Europe, and they are so much further ahead in terms of stewarding their landscape. In Germany, there is no clear-cutting allowed, whatsoever. They have a rejuvenation program for all their forests, which encourages the people to do many, many small beneficial things on behalf of the forests. One of the lead forester in one of my forestry classes was so excited because so many things we were advocating are things they’re already doing in their forest department. America is behind — and really setting itself up for catastrophic failures if we don’t change. When you have your regulatory system held captive by the industries it’s supposed to regulate — industries which are mandated to make a profit for the few, even if it’s at the expense of the environment and the society — it’s not going to last. It can’t be sustained. I really hope that Americans wake up and make a turn, because it’s exciting to design our way out of this. We know how to do it. We just need the political will.

To give you another example, according to California building law you cannot build a non-toxic house. We worked with a person on the code committee of the national Green Building Council; we worked with the head of the California County Building Officials Association. I mean, we worked with the top people in the country, and they couldn’t advise us on a way to legally build a nontoxic house. Basically our laws have been set up to mandate the use of highly industrialized, processed materials that have a lot of chemicals in them. That can’t be maintained over time, either. But no political administration wants to tackle it. They continually say, “Let the next administration handle it,” because they know it will be a fight.

But change will come. We can either design our way out of our present situation, or change will be forced upon us as a result of crisis.

The MOON: That leads into the question I have about one of the permaculture principles outlined on a website you recommend: www.permacultureprinciples.com. One of the principles advises that, “The permaculture approach is to focus on the positives, the opportunities that exist rather than the obstacles, even in the most desperate situations.” Why is that? It seems to me that you have to point out the problems with our present system to show people why change is necessary. If I didn’t know about the horrors of corporate farming, why wouldn’t I keep supporting it? It’s cheaper!

Brush: It’s because people get overwhelmed. There’s so much evidence that things have to change; I don’t think people are unaware of the problems. But when you call attention to the problems without giving a solution, people become paralyzed. They run into a wall of impossibility. They think, “Oh my God, the problems are so big, there’s nothing I can do.” So we have to give them possibilities. Scientists around the world are presenting the data that systems are crumbling — ecologically, socially, culturally. Plus there’s mounting anecdotal data such as extreme weather events. But focusing on the problems is like exercising by only lifting weights — only contracting your muscles. You have to stretch them the other way, too. Because I believe it’s the same muscle. We designed our way into this mess, and now that we know better, we can design our way out. We can apply conscious design to whatever the conditions and circumstances of our lives are now. And that, I believe, is exciting.

I tell my students, “You know, we can never go back. We don’t want to go back to something behind us. What we want to do is forge into the future in a way that’s never before been seen that also honors where we’ve been. I’d like to see us incorporate indigenous living — the values of sustainability and stewardship — into the science that we’ve since acquired. That way of living is highly productive, highly decentralized, highly egalitarian, and the profits stay within the community — meaning there is far less debt enslavement that benefits a tiny group.

I don’t think Americans are against hard work; I think we’ve bought into a view of wealth that it’s related to dollars, rather than wealth that we create with our hands, our ingenuity, our love. That kind of wealth is beautiful. It’s reflected in the food we eat, the homes we live in, the clothes we wear. It’s a way of life that involves listening — listening for your calling. This is actually the root of the word, “vocation.” Vocare… it means to name, or invoke, one’s calling, one’s gift, that which you can share with the world.

*Gabion: a basket or cage filled with earth or rocks, usually as some form of support or abutment.

Quelle: The Moon

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Artikel: Warum Mikrokredite den Armen nur selten helfen

Interessanter Artikel im SPIEGEL zum Thema Mikrokredite. Von vielen hochgelobt und als erfolgreiches Modell dargestellt (um nicht zu sagen „verkauft“) zeigt sich beim genaueren Hinsehen dass da vieles doch nur Schein ist. Für mich zeigt’s dann doch wieder auf wie wichtig wissenschaftliche Begleitung von „alternativen“ Ansätzen, wie auch in bzw. für die Permakultur, wichtig ist damit wir uns nicht selbst ins Bockshorn jagen.

„Kleine Summe, kein Effekt? Seit rund 30 Jahren gelten Mikrokredite als erfolgreiches Instrument zur Armutsbekämpfung. Doch neue Untersuchungen wecken ernste Zweifel an ihrer Wirksamkeit.

„Wie oft muss man nichts finden, damit belegt ist, dass da nichts ist?“, fragt Philip Mader provokant. Er spricht von Mikrokrediten und davon, dass in den vergangenen 30 Jahren kein Nachweis erbracht wurde, dass sie tatsächlich Armut reduzieren. Mader kommt in seiner Doktorarbeit „Financializing Poverty: The Transnational Political Economy of Microfinance’s Rise and Crises“ sogar zum Ergebnis, dass die Kleinstkredite Armut ausnutzen und verfestigen.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftswissenschaften Köln begann seine Recherchen im indischen Andhra Pradesh. Dort gab es 2010 eine Selbstmordwelle unter Mikrokreditnehmerinnen, die ihre Raten nicht mehr bezahlen konnten. Anschließend weitete Mader seine Untersuchung auf weitere Entwicklungsländer aus. So konnte er unter anderem belegen, dass Mikrokreditnehmer mehr arbeiten, aber nicht mehr verdienen, weil sie das Geld für die Tilgung der Schulden verwenden müssen. Die Investition von Mikrokrediten in unternehmerische Projekte bedeute nur die Erweiterung einer Basarwirtschaft, die schon heute allenfalls eine Notlösung für die Armen darstellt, sagt Mader. Die Mehrzahl der Kredite werde für das tägliche Überleben und die Behandlung von Krankheiten ausgegeben.

Maders Arbeit ergänzt umfassend die Belege über die negativen Auswirkungen der Mikrokredite, die von Ethnologen, Anthropologen und Journalisten schon erbracht wurden. Der bangladeschische Anthropologe Aminur Rahman etwa fand bereits in den neunziger Jahren heraus, dass nur fünf Prozent der Mikrokreditnehmer Einkommen aus Unternehmen beziehen, die sie mit dem Darlehen aufgebaut hatten. Das deckt sich mit der Feldforschung von Anu Muhammad, Wirtschaftswissenschaftler an der Jahangirnagar Universität in Bangladesch: Nur fünf Prozent der Mikrokreditnehmer profitierten von den Darlehen – und sie alle hatten bereits vorher eine zuverlässige Einkommensquelle. 50 Prozent konnten ihren Lebensstandard nur halten, indem sie zusätzliche Kredite aufnahmen. Die Lage der restlichen 45 Prozent hat sich verschlechtert.

Qazi Kholiquzzman Ahmed, Leiter der staatlich finanzierten Kreditanstalt PKFS in Bangladesch, legte wiederum dar, dass mehr als die Hälfte der Schuldner nicht pünktlich zahlen können und zur Tilgung der Kredite weitere Darlehen aufgenommen haben. Solche Überschuldungskrisen gab es auch in Bosnien, Pakistan, Marokko, Ägypten, Nigeria, Mexiko und Bolivien. In Nicaragua legte 2009 die Bewegung „No Pago“ („Wir zahlen nicht“) aus Protest die 22 Mikrofinanzorganisationen im Land lahm – unterstützt von Präsident Daniel Ortega. Auch die rigiden Methoden der Geldeintreiber wurden schon vielfach angeprangert, etwa in Gerhard Klas‘ Buch „Die Mikrofinanzindustrie. Die große Illusion oder das Geschäft mit der Armut“. Und im vergangenen Jahr sorgte der ehemalige Insider der Mikrofinanzindustrie, Hugh Sinclair, mit einem Buch für Furore. Darin beschreibt er nicht nur die oft brutale Geldeintreibung, sondern auch, wie sich Banken und Anleger mittels hoher Zinsen an den Armen bereichern.

Doch die wachsende Kritik hat bislang weder in der Branche noch in der Entwicklungspolitik zu einem Umdenken geführt. Kritische Untersuchungen werden meist ignoriert, Studien mit positivem Ergebnis hochgehalten.

So war das auch bei einer Metastudie im Auftrag des britischen Entwicklungshilfeministeriums. 2011 wertete ein Forscherteam um Entwicklungsökonomin Maren Duvendack 2600 positive Mikrokredit- Studien aus, knapp 60 davon detailliert. Es gebe, so Duvendack, keinerlei eindeutige Belege, dass Mikrokredite den Armen nutzen. Die positiven Studien gründeten auf weichen Untersuchungsmethoden und unzureichendem Datenmaterial. Der Erfolg werde nicht an der sozialen Realität gemessen, sondern an der hohen Rückzahlungsquote. Das Ministerium habe wenig Interesse gezeigt, ihre Ergebnisse zu verbreiten, sagt Duvendack.

Ähnlich wie Duvendack nahmen die US-Ökonomen Jonathan Murdoch und David Roodman eine alte Studie von 1998 unter die Lupe, Auftraggeber damals war die Weltbank. In der Untersuchung heißt es, dass Mikrokredite die relative Armut in Bangladesch um 40 Prozent reduziert hätten. Murdoch und Roodman stellten jedoch fest, dass die Ergebnisse keiner wissenschaftlichen Prüfung standhalten. Dennoch gehört das Papier immer noch zu den meistzitierten positiven Arbeiten über Mikrokredite.

Als Reaktion auf die Kritik sind Geldgeber der Mikrofinanzorganisationen dazu übergegangen, Vergleichsgruppenstudien in Auftrag zu geben, sogenannte Randomized Controll Trial Studies (RTCS). Die erste dieser Art wurde im indischen Hyderabad vom Massachusetts Institute of Technology durchgeführt und 2009 veröffentlicht. Einige Ergebnisse: 30 Prozent der Kreditnehmerinnen versuchten, ein Unternehmen aufzubauen, 30 Prozent zahlten mit ihrem Kredit andere Kredite ab. 15 Prozent nahmen Konsumkredite auf, der Rest investierte in schon bestehende Tätigkeiten. Auf Bildung, Gesundheit und Frauen-Empowerment wurde keine Auswirkung festgestellt. Trotzdem zitierte unter anderem die deutsche Bundesregierung die Studie als positiven Beleg für Mikrokredite.

Die aktuellste RTC-Studie wurde unter Kunden der mexikanischen Compartamos Bank durchgeführt. Die an der Börse notierte Bank ist hoch umstritten, weil sie Jahreszinssätze von bis zu 195 Prozent erhebt. Nicht nur das stößt beim Mikrofinanzexperten Hugh Sinclair auf massive Kritik: Obwohl die Studie ergebe, dass die Kredite den Armen nicht nutzen, werde „alles versucht, um etwas Positives aus den Daten herauszuziehen, während die beunruhigenden negativen Auswirkungen ausgeblendet werden“, sagt er.

„Ich nenne das Zweck-Mittel-Verschiebung: Es wird mittlerweile als Erfolg gewertet, dass überhaupt ein Kredit aufgenommen wurde“, sagt Philip Mader. Nicht mehr die Armutsbekämpfung stehe im Mittelpunkt, sondern die finanzielle Einbindung der Armen in die Kapitalmärkte. Und das bringt Profit: Waren es 2001 nur knapp drei Milliarden Dollar, wurden 2011 fast 90 Milliarden Dollar Kredite an über 200 Millionen Männer und Frauen weltweit vergeben. Bereits im Jahr 2010 betrugen die Einkünfte der Mikrofinanzbanken fast 20 Milliarden Dollar.

„Das Mikrofinanzsystem stellt eine transnationale Kette der Disziplinierung her, die im Interesse regelmäßiger Kapitalflüsse arme Menschen dazu bringt, ihre Gürtel noch enger zu schnallen und eine nennenswerte Summe an Mehrwert aus ihrer Arbeit abzutreten“, resümiert Mader in seiner Arbeit. Eine offene Diskussion über Mikrokredite und entwicklungspolitische Alternativen zu marktwirtschaftlichen Ansätzen hält er für dringend nötig.

Dieser Text stammt aus dem Magazin „enorm – Wirtschaft für den Menschen“.

Quelle

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Das Auto macht die Stadt kaputt

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Wenn es nach den Herstellern von Autos geht, dann liegt die Lösung für einige unserer derzeitigen Probleme in der Umstellung von (auf Erdöl basierenden) Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren. Kein CO2-Ausstoss mehr, kein Lärm mehr, meistens auch kleinere Autos, und kürzere Wege, die von einigen Herstellern initiierten Carsharing-Angebote tun ihr Übriges für (das Leben in) eine(r) bessere(n) Welt.
Klar, ist alles Quatsch; aber gutes Marketing. Wo kommt der Strom für die Elektromotoren her? Die Produktion von Batterien für die Elektroautos ist äusserst Umwelt-schädigend – angefangen beim Abbau der Metalle bis hin zur Entsorgung. Und dass es Autos überall eingebaute Vorfahrt haben und das Leben unserer Kinder (und unseres auch) gefährden, dass sehen wir als normal an… Dass wir in den Städten nicht mehr flanieren können, sondern letztens Endes uns Autos anschauen, ist auch weitest gehend akzeptiert.

Hier nun ein interessanter Artikel im Spiegel wie das Auto die Stadt kaputt macht. Hier online, hier als PDF.

Das perfekte Auto für die Stadt gibt es nicht. Das sagt der Hamburger Verkehrsplaner Konrad Rothfuchs – und widerspricht damit dem Hersteller BMW, der sein Elektroauto i3 als urbane Revolution preist. Wie sieht dann Mobilität von morgen aus?

SPIEGEL ONLINE: Leichtes Carbon statt Blech, Elektromotor statt ratterndem Diesel, Eukalyptus statt Tropenholz als Interieur – BMW gibt sich mit dem i3 alle Mühe, unsere Umwelt zu entlasten. Kann die Stadt nun aufatmen?

Rothfuchs: Tatsächlich können wir mit diesem Fahrzeug einige Probleme in der Stadt in den Griff bekommen. Dazu zählt beispielsweise Lärm – von den Rollgeräuschen der Reifen abgesehen. Diese übertönen mittlerweile oftmals den Motor, beim Elektroauto ohnehin. Wenn alle mit Strom fahren, wird es an Ampeln eine Entspannung geben. Damit mildert ein Auto wie der i3 die Emissionen und Immissionen – also alles, was lärmt und stinkt. Aber der Schlüssel zu einer besseren Stadt liegt woanders.
SPIEGEL ONLINE: Was stört Sie denn genau am Auto? Mittlerweile sind die Abgase neuer Fahrzeuge sauberer als Landluft. Beim E-Auto ist die Schadstoffproblematik ganz vom Tisch.

Rothfuchs: Es gibt zwei Probleme. Zum einen den fließenden Verkehr auf den Hauptverkehrsadern, der immer dichter wird. Aber viel schlimmer ist die Situation in den Wohnquartieren, da stehen viele Autos manchmal 23 Stunden am Tag herum. Ich fände es gut, wenn man in dichtbesiedelten Stadtteilen wie Eimsbüttel in Hamburg, dem Westend in Frankfurt oder Schwabing in München alle 100 Meter mindestens 30 Meter freiräumt. Platz, den wir den Menschen zurückgeben. Bewohner und Besucher des Stadtteils müssen spüren, welche Chancen wir uns mit dem Zugeparke verspielen.

SPIEGEL ONLINE : Das dürfte einen Aufschrei in der Bevölkerung geben.

Rothfuchs: Wahrscheinlich, aber schauen Sie mal mit welcher Selbstverständlichkeit die Autos die Straßen dominieren. Es ist ja nicht nur Raum weg. Autos stellen ein großes Unsicherheitsproblem dar – besonders für Kinder. Unsere Generation hat auf der Straße noch Fußball gespielt. Das geht heute gar nicht mehr. Da stehen jetzt 70.000-Euro-Autos aneinandergereiht. Wenn da ein Lackkratzer dran kommt, dann ist aber Holland in Not. Das sind Einschränkungen, die sukzessive gekommen sind und von allen gelebt und von keinem hinterfragt werden. Und darum ist dieses vermeintliche Zukunftsauto keine Lösung, wenn wir es 1:1 gegen unsere konventionellen Modelle austauschen.

SPIEGEL ONLINE : Wie schafft der Mensch es denn, das Auto aus der Stadt zu verdrängen?

Rothfuchs: Wir als Stadt- und Verkehrsplaner sind davon überzeugt, dass es einen riesigen Markt für Carsharing geben wird. Neue Wohnblöcke müssen gleich mit einem Mobilitätspool geplant werden, der private Autos überflüssig macht. So ein Pool ist viel besser, denn in der Garage steht dann nicht nur mein Wagen, sondern ein Cabrio, ein 7-Sitzer und noch ein Lastenfahrrad. Alle Fahrzeuge kann ich buchen, sie werden von einem Service gewartet, ich brauche mich nicht mit Werkstattterminen plagen. Die einzige Frage, die sich mir dann noch stellt, ist: Brauche ich heute überhaupt ein Auto und wenn ja, dann welches?

SPIEGEL ONLINE : Autohersteller wie BMW und Daimler investieren ebenfalls ins Carsharing. Selbst der fast 40.000 Euro teure i3 wird in das BMW-System DriveNow integriert. Ist ihnen das nicht konsequent genug?

Rothfuchs: Das geht in die richtige Richtung. Aber kein Autohersteller hat natürlich ein Interesse daran, sein derzeitig noch funktionierendes Geschäftsmodell zu zerstören. Was die Zukunft angeht, spüre ich bei der Autoindustrie gerade eine gewisse Orientierungslosigkeit. Sobald wir als Stadtplaner zum Thema Mobilität tagen, kommen ganze Mannschaften aus den Autostädten Deutschlands eingeflogen. Den Forschungsabteilungen schwant offenbar schon länger, dass der Autoabsatz in Europa weiter zurückgeht. Nun hoffen sie, mit Carsharing vielleicht ein neues Segment der „Logistik“ zu begründen.

SPIEGEL ONLINE : Der Umdenkprozess ist im vollen Gange. Junge Menschen kaufen lieber das aktuelle iPhone statt einen gebrauchten Golf. Gab es in der Historie vergleichbare Einschnitte?

Rothfuchs: Ja, klar – nämlich beim Durchbruch der Massenmobilität in den fünfziger und sechziger Jahren. Niemand ahnte auch nur ansatzweise, dass wir Deutschen bereit sind, Jahresgehälter für ein Statussymbol auf den Tisch zu legen. Später hat dann der Autoverkehr mit mehrspurigen Straßen uns den gesamten persönlichen Freiraum weggenommen. Heute läuft es anders herum: Die Architektur wendet sich wieder mehr vom Auto ab. Eingänge repräsentativer Bauten richten sich zur Neben- statt zur Hauptstraße aus.

SPIEGEL ONLINE : BMW gibt zu, dass sie mit dem i3 Kunden gewinnen wollen, die Bahn und Bus nutzen. Das wäre aus Ihrer Sicht doch fatal, wenn wir gerade dabei sind, in der Stadt das Blech zur Seite zu räumen.

Rothfuchs: Ach, da bin ich ganz entspannt. Die derzeit noch relativ hohe Durchschnittsgeschwindigkeit in deutschen Städten sinkt weiter kontinuierlich. Damit wird ein Umstieg oder ein Rückschritt aufs Auto eher unwahrscheinlich. Weniger der ökologische Gedanke veranlasst uns, Bus und Bahn zu nehmen. Vielmehr zählt der Faktor Zeit. Mit der Bahn bin ich meist schneller im Zentrum, kann mit Freunden spontan ein, zwei Bier trinken. Dem öffentlichen Nahverkehr gehört die Zukunft. Vorausgesetzt, wir machen nicht den Fehler, dass wir die Qualität an die Wand fahren. Damit meine ich überfüllte Züge, U-Bahnen, die liegen bleiben oder defekte Klimaanlagen im ICE bei Temperaturen von über 30 Grad.

SPIEGEL ONLINE : Wird sich das Stadtbild in Zukunft noch stärker verändern?

Rothfuchs: Das glaube ich schon. Derzeit merken wir das nur bei den Leuchtturmprojekten. In Hamburg sind das Bereiche wie die Prachteinkaufsmeilen Jungfernstieg oder Neuer Wall – die sogenannten Tempelbezirke. Die sind ein Zeichen, dass uns der öffentliche Raum wieder mehr Wert ist und wir stolz darauf sind. Der öffentliche Raum bestimmt das Image einer Stadt. Auch, wenn wir Hamburger Schietwetter haben, sitzen wir öfter als früher draußen. Wir treten an, uns Räume zurückzuerobern.

SPIEGEL ONLINE : Was bedeutet das für die Parkplätze?

Rothfuchs: Erst müssen wir noch einmal festhalten: Der Raum ist endlich. Warum denken wir nicht darüber nach wie in einigen Kantonen der Schweiz, Stellplätze auf öffentlichen Grund kostenpflichtig zu machen? Jeder, der keine Garage oder privaten Stellplatz nachweisen kann, sollte zahlen, wenn er die Straße zuparkt. In den meisten neuen Wohnquartieren in Deutschland gibt es üppige Garagen. Aber ausgerechnet die großen Geländewagen stehen auf der Straße. Da frage ich mich: Haben die keine 70 bis 100 Euro im Monat übrig, um ihr Auto beiseite zu schaffen?
SPIEGEL ONLINE : Herr Rothfuchs, womit fahren Sie tagtäglich?

Rothfuchs: Ich gestehe: Ich fahre auch Auto. Aber auch ganz viel mit Bus und Bahn – ehrlich!

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Podcast: Prof. Niko Paech: Wachstum? Nein, danke!

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„Wachstum ist schädlich, ungerecht und plündert die Natur“, sagt der Volkswirtschaftler: Er plädiert für mehr Eigenleistung, für gemeinschaftliche Nutzung von Gütern und für weniger industrielle Produktion,. Und er lebt selbst vor, was er fordert. Sehr interessantes Interview mit dem redegewandten „Klimaforscher“ (wie er sich selbst nennt), welches viele meiner inneren Beweggründe und Ansichten beleuchtet. Die (Ressourcen der ) Erde sind endlich. Was wir jetzt (über)nutzen, werden zukünftige Generationen nicht mehr bzw. als Problem haben. Lasst uns weniger arbeiten, und damit weniger Geld für Konsum, aber mehr Zeit für andere Tätigkeiten zum Wohle von uns, der Gesellschaft und der Natur tun. Werdet euch klar (oder leugnet nicht) dass billige T-Shirt, Autos oder Flüge nicht von irgendwem bezahlt werden müssen – seien es Kinder und Erwachsene die unter widrigsten Bedingungen in Bangladesh und anderswo arbeiten müssen, sei es die Natur, seien es zukünftige Generationen. Nichts ist umsonst und ohne Auswirkungen!

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Doku: Das Geld bleibt Im Dorf

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„Was ist das Geld morgen noch wert? Die globale Verunsicherung durch Bankenpleiten und Wirtschaftskrise gibt Initiativen Rückenwind, die sich wieder auf die Stärken der eigenen Regionen besinnen.
Sie unterstützen Landwirte und Handwerk in der Gemeinde und benützen dazu ergänzende Währungssysteme: Regiogelder oder Tauschsysteme. Investieren sie, lockt statt mickriger Sparbuchzinsen ein hoher Naturalzins.“

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We The People, And The Republic We Must Reclaim. Lawrence Lessig

Es ist ja für viele (kritische) Menschen nichts Neues, dass etwas falsch läuft in unserem (politischen) System. Dass ein Kreis von Abhängigkeiten, ein Teufelskreis entstanden ist zwischen Politikern und Menschen mit viel Geld („die Industrie“). Dass diese Situation in den USA noch viel drastischer ist, wird dem ein oder anderen auch klar sein, wenn man hört welche unglaubliche (UN)Summen in den USA für die Wahlen gesammelt und ausgegeben wird.
In seinem spannenden und teils amüsanten, aber sicher lehrreichen Vortrag erklärt Lawrence Lessig was falsch daran ist dass weniger als 0.5% der amerikanischen Menschen letzten Endes (aufgrund ihrer Geldspenden) bestimmen, wer sich überhaupt zur Wahl stellen kann.

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Film: Globalisierung nein danke! – Die Yes Men reparieren die Welt

Schon ziemlich lustig, aber auch traurig zugleich, wie da ein paar Menschen versuchen mit drastischen Mitteln Menschen klar zu machen was da bei uns momentan falsch läuft. Manchmal unglaublich was sich manche Menschen wagen zu machen, was aber auf der anderen Seite manche wiederum nicht machen (z.B. die Wahrheit sagen, sich entschuldigen) wenn’s um viel Geld geht.

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