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Wie Kühe die Welt retten können. Allan Savory

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Zu den, für die meisten von uns, recht konträr erscheinenden Ansichten von Allan Savory habe ich hier ja schon verlinkt. Dass die Verschlechterung (Degradierung) der Böden, der Versteppung und Verwüstung ursächlich von zu hoher Beweidung herrührt, und deswegen eine geringere Dichte von Tiere sinnvoll ist und damit zu einer Ruhe und damit Verbesserung der Böden führt – das ist allgemein anerkannt. Nun, dem widerspricht ja Allen Savory ganz klar; und, so wie es seine Untersuchungen und Versuche zeigen, zu recht. Nach dem Vorbild der Natur – Bison-, Gnu-, Zebraherden, die dicht gerdrängt in kurzer Zeit über die Steppe ziehen -, so hat er im gleichen Stile Rinder grasen lassen (dicht gedrängt, jeden Tag weiter ziehend, anstatt auf grosser Fläche wochenlang sich selbst verteilend), und dabei fest gestellt, dass sich der Boden innerhalb kürzester Zeit regeneriert, verbessert, die Vegetation dichter wird, vielfältiger, besser wächst. Interessant, nicht wahr?

Hierzu ein Artikel von ihm: Kühe können die Welt retten (englisch). (Hier als PDF.)

Having trained thousands of officials in policy development, I’ve learned that there is only one reason policies are developed and that is to address a perceived or actual problem.

In more than 60 years of research, neither I nor any collaborating scientists have found any evidence to support the idea that controlling livestock numbers prevents desertification.

The first wicked problem is that organizations are not able to adopt new counter-intuitive scientific insights ahead of public opinion. No amount of data, proof, evidence, money spent, or how many people dying will bring about institutional change until a significant level of public opinion changes.

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Überweidung als ursächliches Problem des Konfliktes in Syrien

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In einem interessanten Artikel im Ecologist schreibt Gianluca Serra, der in Syrien eine Dekade gearbeitet hat, dass der Krieg in Syrien ein Ergebnis der Desertifikation der ökologisch fragilen syrischen Steppe ist. Der Prozess startete 1958, als ehemals als Allmende der Beduinen deklarierte Bereiche zur Beweidung freigegeben wurden. Dies führte zu einem breiteren ökologischen, hydrologischen und landwirtschaftlichen Zusammenbruchs, und dann zu einer „ländlichen Intifada“ der Bauern und Nomaden, die nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen.

Bild: Der Rand einer experimentellen Schafweide-Sperrzone (rechts) im Al Talila Reserve, Palmyra im März 2008 in der Mitte einer intensiven Dürreperiode fotografiert. Quasi unkontrolliertes Weiden der Schafe wurde auf der linken Seite des Zauns erlaubt. Das Weiden von eingeführten, einheimischen Antilopen bei niedrigen Dichten wurde innerhalb der Sperrzone für einen Zeitraum von 10 Jahren erlaubt. Foto: Gianluca Serra.

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