• Agrophotovoltaik – Doppelt ernten

    Photovoltaik auf Feldern und statt Ernte – das könnte bald passé sein. Ein Forschungsprojekt versucht aufzuzeigen, dass beides möglich ist: Sonne einfange für den Strom, und Sonne einfangen für die Produktion von Feldfrüchten. Die erste Ernte – nach einem Jahr Ablauf – wurde eingefahren. Und:

    „Nimmt man landwirtschaftlichen und Stromertrag zusammen, entsteht auf gleicher Fläche ein Mehrertrag von etwa 60 Prozent.“

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    „Für den Landwirt in Deutschland ist die Energieproduktion finanziell rund zehnmal so lohnend wie die Nahrungsmittelerzeugung. Das erklärt auch den Boom beim energetischen Biomasseanbau, der hierzulande 18 Prozent der Ackerflächen mit Energiepflanzen belegt und nur durch einen Förderstopp gebremst werden konnte. Neben der Gefahr von Monokulturen ist der ethische Hintergrund noch schwerwiegender: Wenn wir der Ökonomie freien Lauf lassen, würde Deutschland als Nettoimporteur von Nahrungsmitteln immer noch mehr Ernten aus Entwicklungs- und Schwellenländern einführen müssen. Das könnte dann dazu führen, dass für die Menschen vor Ort zu wenig Nahrung bereitsteht, weil es für die dort ansässigen Landwirte lukrativer ist, nach Deutschland zu exportieren.

    Posted on Dezember 3, 2017

3 Responsesso far.

  1. Hallo Stefan,
    die Ästhetik kommt halt noch hinzu. Aber wichtig ist, dass man es überhaupt einmal untersucht. Im Gegensatz zu Agroforst sehe ich hier eben sofort den monetären Ertrag.
    Schönen Sonntag noch!
    Gruß Michael

    • Stefan sagt:

      Ja, ästhetisch nicht so ganz 100%. Aber momentan sind ja die Felder neben der Autobahn nur mit PV bedeckt. Dann kann man die auch 4.5m hoch stellen, und drunter dann nutzen…

  2. Cäcilia Kühnlein sagt:

    Hallo Stefan,

    ich finde die Agrophotovoltaik auch ’ne gute Möglichkeit Energie und Lebensmittel gleichzeitig zu erzeugen. Wenn es technisch dann noch realisiert werden kann, teilweise Regenwasser aufzufangen und bei Trockenperioden dies mit einer integrierten Beregnungsanlage zu nutzen, wäre das sicher ein noch größer Beitrag zum Umweltschutz.

    Herzliche Grüße

    Cäcilia

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