holistisches weidemanagement

Artikel: Holistisches Weidemenanagement – Eine Blaupause für die Kühlung der Erde. Charles Massy. Australien

Artikel: Holistisches Weidemenanagement – Eine Blaupause für die Kühlung der Erde. Charles Massy. Australien

Spannender Artikel von Patagonia, die mehr und mehr dabei sind, sich für regenerative Landwirtschaft zu interessieren, v.a. für sie mit der Frage, wo sie »regenerativ« hergestellte Baumwolle und Merino her kriegen. Charles Massy, Pionier aus Australien in Sachen Holistischem Weidemanagement, berichtet u.a. davon, dass sein Vater sagte, dass alle fünf bis acht Jahre eine Heuschreckenplage über seine Felder gekommen sei. Seitdem die Ranch auf HM umgestellt hat, was 20-25 Jahre sind, haben sie keine einzige Plage gehabt. Seine Begründung: Der Boden bleibt durch das HM feuchter, was wiederum Nematoden ein gutes Leben erlaubt, die wiederum die Eier der Heuschrecken fressen. Spannend!

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Präsentation: Der Erfolg von Holistischem Weidemanagement. »It’s Not the Cow. It’s the How«. Bobby Gill

Präsentation: Der Erfolg von Holistischem Weidemanagement. »It’s Not the Cow. It’s the How«. Bobby Gill

Spannender Vortrag von Bobby Gill, der für das Savory Institute arbeitet, zum Holistischen Weidemanagement. Es zeigt auf, wo das Problem liegt, und wie erfolgreich Landwirte weltweit sind, bei der Umsetzung des Holistischen Weidemanagements.

Hier zum Beispiel, wie viel Kohlenstoff pro Pound Fleisch ein Betrieb in den USA im Boden anreichert, und was die Netto-Summe bei der Lebenszyklus-Untersuchung ist:

Im Vergleich zur »industriellen« Produktion und auch zu veganem »Fleisch«:

Und hier die (teils bekannten) Bilder von Vergleichen, vor und nach der Umstellung auf HM:

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Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ mit einem Sommer-Spezial  »Wasser in der Land(wirt)schaft«. Fünf Webinare ab dem 18.06.2020

Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ mit einem Sommer-Spezial »Wasser in der Land(wirt)schaft«. Fünf Webinare ab dem 18.06.2020

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer nächsten Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Leider waren die bisherigen Monate im Jahr 2020 wieder sehr trocken und ausreichend Regen ist nicht in Sicht. Wir möchten in dieser „Spezial-Reihe“ regenerative Lösungsmöglichkeiten für den Umgang mit der zunehmenden Trockenheit in der Land(wirt)schaft aufzeigen.
Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Co-Autor des Buches „Die Humusrevolution“ und Organisator des gleichnamigen Symposiums).

Die Themengebiete sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung des Wasserkreislaufes, Keyline-Design als Methode zum aktiven Wassermanagement in der Land(wirt)schaft, über holistisches Weidemanagement, Agroforstwirtschaft bis natürlich hin zu Ansätzen und Methoden im Ackerbau, alle mit Schwerpunkt Wasser.

Das Format

  • 5 Webinare à 90 Minuten (60 Minuten Präsentation, 30 Minuten Fragen & Antworten).
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes zum Spezial-Preis von 29,90€ gebucht werden.
  • Mengenrabatte für Institutionen auf Nachfrage möglich.
  • Alle Webinare werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung.
  • Beginn: Donnerstag, 18. Juni 2020 um 20:00 Uhr. Danach im wechselnden Rhythmus.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Zweitägiges Masterclass-Seminar und ein Vertiefungsseminar für Mobgrazing mit Joel Salatin bei Sepp Braun

Zweitägiges Masterclass-Seminar und ein Vertiefungsseminar für Mobgrazing mit Joel Salatin bei Sepp Braun

Wie Weide wirtschaftlich wird – ein Farmer mit Weitblick revolutioniert mit seinem Grass Farming die Landwirtschaft in den USA. Sein erstes Seminar in Deutschland im Mai 2019 war ein voller Erfolg – das kann ich bestätigen, weil ich dabei war! Nun kommt Joel Salatin ein weiteres Mal nach Deutschland: 5. – 7. Mai 2020, Freising bei München. Zum einen gibt’s das zweitätige Masterclass-Seminar. Und als besonderes Schmankerl ein ganztägiges Vertiefungsseminar zum Mobgrazing mit Rindern und Schweinen.

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Regenerative Ranching in North Dakota. Gabe Brown

Regenerative Ranching in North Dakota. Gabe Brown

Und noch ein kleiner Beitrag von Gabe Brown, und seinem Sohn, zum Thema regenerative Landwirtschaft. Immer wieder das gleiche Credo: Schutz der Bodenoberfläche, Minimierung der mechanischen Störung, Pflanzenvielfalt, dauerhaftes Pflanzen-Wurzel-Netzwerk, Integration von Vieh und Acker.

Hier noch ein Bild von ihrem Mob Grazing System:

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Einladung zum 4. Symposium »Aufbauende Landwirtschaft 2020«

Einladung zum 4. Symposium »Aufbauende Landwirtschaft 2020«

Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof ist Gastgeber des 4. Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur“ vom 24.-26. Januar 2020 in Kreßberg (bei Crailsheim). Gärtner und Landwirte aus konventionellem und ökologischem Landbau und Menschen, die sich für einen zukunftsfähigen Acker- und Gemüsebau interessieren, sind zu dieser Bildungs- und Austauschplattform eingeladen. Im Mittelpunkt stehen praktische Methoden einer Ressourcen aufbauenden Landwirtschaft.

Referenten wie Franz Brunner und Peter Bloching geben einen Ein- und Überblick über zukunftsfähige Landwirtschaftstechniken wie z.B. pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung, Untersaaten, Mischkulturen und die Integration von Vieh in den Ackerbau. Andrea Beste gibt Einblicke in die Bodenbeurteilung und zur Grundlagen der Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Christoph Felgentreu von DSV-Saaten spricht über erfolgreiche Zwischenfrucht-Nutzung. Christoph Zehrfuchs und Ilka Schoen berichten von ihren innovativen Ansätzen im Marktgarten-Betrieb und ihrer Vermarktung. Auch Themen wie Agroforstwirtschaft, Holistisches Weidemanagement, Kompostierung und die Beziehung von Boden und der Gesundheit des Menschens werden in Vorträgen, Impulsreferaten und offenen Runden diskutiert.

Infos und Anmeldung unter www.aufbauende-landwirtschaft.de.

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Doku: From the ground up – Ganzheitliches Weidemanagement in Australien

Doku: From the ground up – Ganzheitliches Weidemanagement in Australien

Bauern auf der ganzen Welt (?) berichten von unglaublichen Erfolgen – nur die Wissenschaft scheint es (kaum) be-/nachweisen zu können. Schaut diese kurze Doku mal an. Sprechen die Bilder (s.o.) nicht für sich?! Das ganzheitliche Weidemanagement zeigt beeindruckende Ergebnisse, und dies schon nach kurzer Anwendungszeit. Mit dem Verständnis von »Wasser in der Landschaft« (P.A. Yeoamns Keyline-Design), der Symbiose von Weidetieren und Gräsern, dem Boden und Bodenleben – »da geht was!«.

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Seminar: Ganzheitliches Weidemanagement – Klimaanpassung durch intelligente Beweidung

Hintergrund
Die Hitzeperiode des vergangenen Jahres stellte für viele tierhaltende Betriebe eine große Herausforderung dar. Sie ließ die Weiden vertrocknen und aufgrund des geringen Futterangebotes mussten viele Tiere frühzeitig geschlachtet werden. Auch Starkregenereignisse führen aufgrund zu geringer Wasserspeicherfähigkeit zu Problemen. Laut Forschungsergebnissen des Weltklimarates IPCC wird die Häufigkeit von Hitzeperioden und Starkregenereignissen in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Viele Betriebe stehen daher vor der Suche nach klimaangepassten weidebasierten Tiermanagementsystemen.

Das ganzheitliche Weidemanagement
gilt als vielversprechender Ansatz. Ziel ist es, durch eine gut geplante rotierende Beweidung von vielen Tieren auf kleiner Fläche, die Bedingungen des Graswachstums zu fördern und somit eine erhöhte Wurzel- und Biomasse und eine gute Futterqualität der Weidevegetation zu erzeugen. Grundlegend ist dabei die geplante zeitige Bewegung der Herde, um die besten Bedingungen für das Graswachstum zu fördern und eine Überweidung zu verhindern.
Wenn Gras zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Maß abgeweidet wird, kann es durch die Fotosyntheseleistung große Mengen an CO2 aus der Atmosphäre im Boden speichern, mit all seinen Vorteilen für die Bodenfruchtbarkeit und die Wasserspeicherfähigkeit. Voraussetzung dafür sind aerobe Bodenverhältnisse und ein gut funktionierendes Netzwerk an aeroben Mikroorganismen. Sind diese Bedingungen vorhanden, kann dies zu einem deutlichen Zuwachs an Biomasse des Grases und Humus im Boden führen.
Zentral ist eine auf diese Prozesse abgestimmte Beweidung, um das Bodenleben zu versorgen. Die Planung der Beweidung beinhaltet viele Faktoren. Hier spielen Faktoren wie Jahreszeit, Wetterlage, Besatzdichte, Schnittnutzung, Status der Herde, Bedarf für Pflanzen und Insekten und einige mehr wichtige Rolle.

Das Programm
10:30 Uhr Begrüßung (M. Nagel)
10:45 Uhr Das ganzheitliche Weidemanagement (V. Theby)
12:15 Uhr Regenerative Grünlandbewirtschaftung auf dem KugelSüdhangHof (C. Bajohr)
13:45 Uhr Pause
14:45 Uhr Weidebegehung auf dem Scheuerhof (V. Theby, K. Reißner, C.Bajohr)
16:15 Uhr Diskussion (M. Nagel)
17:00 Uhr Ende

Anmeldung ab sofort möglich

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Kurs mit Joel Salatin

The Master of Entertainement: Joel Salatin ist ein unglaublicher Geschichtenerzähler, Charismatiker, Schauspieler, immer wortgewandt und unterhaltend. Zwei Tage Kurs mit ihm bei Sepp Braun. Sehr interessant, wobei man sich Vieles von dem was er erzählt durchaus auch über das Internet, den Film Polyfaces und seine Bücher aneignen kann. Die Vielfalt seiner Projekte, seine Herangehensweise, sein »Stacking« der Betriebe – schon ziemlich beeindruckend. Einziger Wermutstropfen: Sein komplettes Business basiert auf dem Töten von Tieren. Schade.

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Holistisches Weidemanagement – mit Erfolg in Australien

Wo, beeindruckend: In Australien’s trockenen Verhältnissen ist Viehhaltung ein schwieriges Unterfangen. Während die Wissenschaft weiterhin am Wirken des Holistischen Weidemanagements zweifelt, zeigt dieser Farmer wie es geht (wie ja auch schon hier und hier und hier ja auch schon), um damit Bodenfruchtbarkeit aufzubauen, Pflanzenwachsstum zu stärken, Wasser zu speichern und zu filtern, Bodenerosion zu bremsen/stoppen usw.

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Ganzheitliches (Weide)Management und die Trockenheit 2018. Ein Beispiel aus dem Hunsrück

Ich kenne keine Betriebe in Deutschland, die das Holistische Weidemanagement und Mob Grazing anwenden. Aber zum Glück kommt es doch langsam auch in unsere Landen, wie das Beispiel von Viviane Théby zeigt. Hier zwei Videos dazu (hier und hier), welche schon mal einen ersten gute Einblick in die sich schnell entwickelnden Vorteile dieser Methode, auch in unseren Klimabedingungen aufzeigen. In einem persönlichen Gespräch erzählte mit Viviane noch einige Veränderungen mehr, die mich sehr beeindruckt haben. Ja, mal wieder, nicht wissenschaftlich nachweisbar. Erst einmal. Aber wenn mehr und mehr Praktiker davon berichten und v.a. in z.B. trockenen Zeiten der erhöhte Humusgehalt dieser Böden die Pflanzenproduktivität weiter hoch halten kann, dann ist das ja Beweis genug.

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Grundlagen des Ganzheitlichen Managements vom 28.-30. März 2019

Und noch ein dritter Kurs zum Holistischen Management: „Dieser Kurs deckt die Grundlagen des ganzheitlichen Managements ab: Die vier Schlüsselerkenntnisse. Die vier Vorgänge im Ökosystem und wie man deren Zustände beurteilt. Die Werkzeuge, um diese Vorgänge zu beeinflussen und die Ergebnisse, die man dadurch erreicht. Dann geht es im Kurs weiter zum ganzheitlichen Treffen von Entscheidungen: Das Ganze unter Managementaspekten definieren. Einen ganzheitlichen Kontext herstellen. Der Gebrauch von 7 Kontext Checks und einem Feedbackkreis, um bessere Entscheidungen sicher zu stellen. Der Kurs endet mit einem Überblick über das Planen im Sinne des ganzheitlichen Managements und das Monitoring der Vorgänge: Ganzheitliche finanzielle Planung. Ganzheitlich geplantes Grasen. Ganzheitliche Landplanung. Ganzheitliches ökologisches Monitoring.“

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Doku: One Hundred Thousand Beating Hearts

Yeah! Ein Bauer geht andere Wege. Nach über 50 Jahren des Einsatzes von chemischem Dünger konzentriert er sich darauf die Vielzahl an Tieren zu füttern, die er nicht sehen kann, die aber wiederum den Boden fruchtbar machen, seine Pflanzen wuchsstark und gehaltvoll machen und damit wiederum seinen eigentlichen Nutztieren – den Rindern – zu mehr Gesundheit verhelfen. Kluges Weidemanagement, verschieden Tierarten, die gestaffelt oder zusammen über die Weiden laufen. Er kann nun ein Mehrfaches an Tieren auf der gleichen Fläche halten, als dies vorher mit chemischem Dünger der Fall war. Sein Humusgehalt ist in wenigen Jahren von 0.5 auf 5% gestiegen. Bauernherz, was willst du mehr?

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Doku: Living Soil

»It’s the biology, stupid!« Dieser Ausspruch von Ray Archuletta trifft den Nagel auf den Kopf. Es geht, immer wieder und wieder, um die Förderung des Bodenlebens. Dass dies auch in großem Stile möglich ist, zeigt diese Doku aus den USA, eine Reise von Bundesstaat zu Bundesstaat, von einem überzeugten Bauern zum nächsten. Beeindruckend, wie sie ihren eigenen Weg entdecken und gehen. Ständige Bodenbedeckung, Gründüngung, Untersaaten, Mischkulturen, Holistisches Weidemanagament, Direktsaat…. Alles dabei, was das Herz der Regenerativen Landwirtschaftsanhänger höher schlagen lässt.

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Holistisches (Weide)Management: „Eine Beweidungsmethode, die unser Leben verändert hat“

Interessante kurze Doku über einen Bauern der verzweifelt nach einer Methode suchte, sein immer fruchtloseres Land wieder in Schwung zu bringen. Und über das Holistische Weidemanagement stolperte, was bei ihm innerhalb kurzer Zeit zu deutlichen Bodenverbesserungen führte. Unter anderem nahm die Bodenbedeckung auf seinen Weiden durch die Pflanzen innerhalb von zwei Jahren von 50-60% auf 90% zu.
Und obwohl Landwirte weltweit von diesen positiven Veränderungen berichten, so gibt es bisher kaum wissenschaftliche Studien, die dies belegen (können). Seltsam…

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Präsentation: Bodenaufbau und Biodiversität mit Hilfe von Kühen (Holistisches Weidemanagement). Beatrice Krehl. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2018

Beatrice Krehl hat Landschaftsarchitektur studiert, arbeitet aber schon seit mehr als 20 Jahren als Gärtnerin, da sie die praktische Arbeit draussen der Arbeit in einem Planungsbüro vorzieht. Ihre Spezialität ist die Entwicklung und Pflege von naturgemässen Pflanzungen. Ihr besonderes Interesse gilt dabei natürlichen Prozessen, dem Boden und dem Kompostieren. Das hat sie auf die Spur von regenerativer Agrikultur und holistischem Management gebracht. Nach verschiedenen Kursen in Südafrika und England hat sie die Weideplanung für das Landgut “Waltham Place” in England übernommen, wo sie seit 2005 als Obergärtnerin tätig war. Die positiven Effekte, die sie nach der Umstellung beobachtete, haben sie ermutigt, sich einen Kindheitstraum zu erfüllen und mit Kühen – ihren bevorzugten Landschaftspflegern – zu arbeiten.

HINTERGRUND ZUM SYMPOSIUM
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof war erneut Gastgeber des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Methoden einer regenerativen Agrarkultur“ vom 26.-28. Januar 2018 in Kreßberg. Im Mittelpunkt standen praktische Methoden einer Ressourcen-aufbauenden Landwirtschaft.

Referent*innen wie Monika Sobotik, Wolfgang Palme und Martin Wiethaler gaben einen Ein- und Überblick über ihre Erfahrungen zu verschiedenen Aspekten einer Aufbauenden Landwirtschaft. Themen des Symposiums 2018 waren u.a. Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte und Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung, Holistisches Weidemanagement; Solidarische Landwirtschaft, Gemeinwohl-Bilanzierung u.v.m.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www.lebensraum-permakultur.de
www.schloss-tempelhof.de

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Buch: Cows Save the Planet: and Other Improbable Ways of Restoring Soil to Heal the Earth

Kühe = Überweidung = Methan = Gülle ==> Probleme, Probleme, Probleme… Dass Kühe auch gerade die Lösung verschiedenster Probleme sein können, sickert gerade erst ganz langsam durch (hier, hier, hier). Allan Savory hat mit seinem TED-Talk den Grundstein gelegt (wenn auch er von verschiedensten Seiten dafür stark kritisiert wurde). Und ja, Skepsis – oder besser: Vorsicht – ist angebracht. Aber gerade in den USA mehren sich die (Erfolgs)»Geschichten«, wo Bauern Kühe (und/oder andere Tiere) im Stile der Natur (als eng gepackte Herde) einsetzen, und innerhalb kürzester Zeit von erstaunlichen Bodenverbesserungen berichten. Da fällt es mir schwer, nicht in Euphorie auszubrechen. Hey, so einfach soll das sein, Bodenaufbau zu betreiben? Da haben wir Jahrzehnte (Jahrhunderte?) den Boden mit Füßen getreten, den Boden verarmt, vergiftet, erschreckende Bodenerosionsraten mit unseren gängigen Praktiken hervorgerufen – und da reichen ein, zwei Jahre bewusster Weidebewirtschaftung aus, um eine beeindruckende Regeneration der Böden zu erreichen (und damit positive Veränderungen im Bereich Wasserinflitration, Wasserhaltekapazität, Nährstoffspeicherung, Pflanzengesundheit, Pflanzenproduktivität, Biodiversität bewirken)? Judith Schwartz berichtet in ihrem Buch „Cows save the planet“ (Amazon, Buch7) von verschiedensten Bauern weltweit, die diesen Weg gegangen sind (Holistisches Weidemanagement oder Mob Grazing sind die Begriffe dazu), und wirklich unglaubliche Geschichten zu berichten haben. Wieder mal echt beeindruckend und Hoffnung machend!

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Artikel: Can Dirt Save the Earth? (New York Times)

Sehr guter Artikel über die neue, »aufbauende« (oder regenerative) Landwirtschaft in der New York Times. Endlich mal wieder ein fundierter Artikel über Mob-Grazing und deren Erfolge. Wow! Super! Ermutigend zu sehen, dass dieses Thema von einer so hochkarätigen Zeitung aufgegriffen und meiner Meinung nach auch sehr gut dargestellt wird. Zum Glück gibt es nicht nur Praktiker, die neue Wege gehen. Sondern zunehmend (wenn auch noch sehr vereinzelt) Wissenschaftler, die versuchen das zu untersuchen, was diese Menschen auf die Beine stellen. Denn ohne diese »wissenschaftliche Nachweisbarkeit« wird’s wohl nichts für die Masse werden. Da kann man auf die »Wissenschaft« schimpfen wie man will – ich merke es selbst, bei der UN, bei meinen Veranstaltungen, bei Vorträgen: es braucht die wissenschaftliche Bestätigung, um aus der »Geschichten-erzählen« und »Alternativo-Esos« rauszukommen.

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