Stefan

Wilder Fluss, sicheres Land – Flussbaumeister Tulla am Rhein

Wilder Fluss, sicheres Land – Flussbaumeister Tulla am Rhein

Hochwasser und Malaria – das Leben am Rhein war gefährlich. Ingenieur Johann Gottfried Tulla wollte das im 19. Jahrhundert ändern, und den Rhein begradigen. Eine spannende Doku zu dem warum und wie eines Mammutprojektes.

Um 1800 litten viele Menschen im Südwesten unter Kriegen und Hunger. In dieser Zeit will Johann Gottfried Tulla die größte Plage am Rhein bekämpfen, das Hochwasser. So soll das Leben am Wasser sicher werden. Die Rhein-Begradigung war das größte Bauprojekt Europas. Viele hielten Tullas Pläne für Wahnsinn oder reine Geldverschwendung. Auch aus Angst vor den Folgen gab es Widerstand gegen die kühnen Pläne. Doch Tulla setzte sich durch. Aus Sümpfen und unsicherem Schwemmland machte der Ingenieur fruchtbares Ackerland. Das Sumpffieber, heute Malaria genannt, verschwand durch die Trockenlegung. Der Rhein wurde für Dampfschiffe von Basel bis Rotterdam befahrbar. Neue Häfen entstanden und Städte wie Ludwigshafen, aber auch eine Ingenieurschule, aus der sich das KIT, das Karlsruher Institute of Technology mit heute über 20.000 Studenten entwickelte. Heute wird Tullas Werk aber auch in Frage gestellt. Unser Verhältnis zur Natur hat sich verändert. Dürfen wir Plagen bekämpfen oder müssen wir sie erdulden, um die Natur zu schützen?

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4. Marktgarten & Mikrofarming Konferenz, 27.-29.08.2021, Schloss Tempelhof

4. Marktgarten & Mikrofarming Konferenz, 27.-29.08.2021, Schloss Tempelhof

Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig eine ökoregionale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln ist, welche diesen Namen auch verdienen. Von den Menschen vor Ort, für die Menschen vor Ort. Aktuell gibt es im deutschsprachigen Raum viele (vor allem junge) Menschen, die in den ökoregionalen Gemüsebau einsteigen und das mit „am Menschen orientierten“ Marktgärten.

Das Konzept der Marktgärtnerei ist auf kleiner Fläche sehr produktiv und bietet durch seine geringen Investitionskosten eine gute Möglichkeit zum Einstieg in die Biolandwirtschaft und zum Aufbau einer lebenswerten Zukunft.

Datum: 27.-29. August 2021

Ort: Schloss Tempelhof, 74594 Kreßberg

Anmeldung: www.kolibri-netzwerk.de

Veranstalter: Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), Kolibri – Netzwerk für Marktgärtnerei & Mikrofarming, Schloss Tempelhof e.V.

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Unterirdische Signale, die durch gemeinsame Mykorrhiza-Netzwerke transportiert werden, warnen benachbarte Pflanzen vor Blattlausbefall

Unterirdische Signale, die durch gemeinsame Mykorrhiza-Netzwerke transportiert werden, warnen benachbarte Pflanzen vor Blattlausbefall

Keine neue Publikation, aber trotzdem spannend und gut zu wissen: Die Autoren zeigen, dass Mykorrhiza-Myzelien auch als Signalübermittler zwischen Pflanzen fungieren können und als Frühwarnsystem für Angriffe von Pflanzenfressern dienen. Pflanzenfressende Insekten verursachen systemische Veränderungen in der Produktion von flüchtigen Verbindungen der Pflanze, insbesondere Methylsalicylat, was Bohnenpflanzen (Vicia faba) für Blattläuse abstoßend, aber für Blattlausfeinde wie Parasitoide attraktiv macht.

Babikova, Z., Gilbert, L., Bruce, T.J.A., Birkett, M., Caulfield, J.C., Woodcock, C., Pickett, J.A., Johnson, D., 2013. Underground signals carried through common mycelial networks warn neighbouring plants of aphid attack. Ecology Letters 16, 835–843. https://doi.org/10.1111/ele.12115

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EU-Agrarminister einigen sich auf Bioquote von 25 Prozent bis 2030

EU-Agrarminister einigen sich auf Bioquote von 25 Prozent bis 2030

Nun, irgendwie ja auch eine gute Nachricht, aber auch wohl immer noch nicht die Lösung. Aber das wird Deutschland schon vor einige Herausforderungen stellen: »Die EU-Länder wollen einen deutlichen Ausbau der Bio-Landwirtschaft vorantreiben. Die zuständigen Ministerien der EU-Länder einigten sich auf Schlussfolgerungen, die unter anderem vorsehen, dass bis 2030 ein Viertel der Agrarfläche in der EU für Bio-Landwirtschaft genutzt werden soll.«

Bisher hiess es, dass bis 2030 20% der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden soll. Momentan stehen wir bei 10,3% (2020). Da wird sich die (neue) Regierung strecken müssen. Was sie in jedem Fall tun muss, um eine zukunftsfähige, enkeltaugliche, aufbauende Landwirtschaft zu gestalten – was dringend notwendig ist! Egal ob es nun den Label »Bio« kriegt – Hauptsache, meines Erachtens, dass LandwirtInnen dabei unterstützt werden, eine regenerative, aufbauende Landwirtschaft zu entwickeln.

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Präsentation: Tobias Ludes // Den Handel im Wandel unterstützen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Präsentation: Tobias Ludes // Den Handel im Wandel unterstützen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Ein Vortrag von Tobias Ludes zum Thema »Global Nature Fund – Den Handel im Wandel unterstützen«.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft.

Tobias Ludes arbeitet seit 2016 als Projektleiter beim Global Nature Fund. Im Rahmen des EU-LIFE Food & Biodiversity Projekts konzentriert sich seine Arbeit darauf das Thema der biologischen Vielfalt in bestehenden Lebensmittelstandards und Einkaufsrichtlinien der Lebensmittelbranche zu festigen

http://aufbauende-landwirtschaft.de/
http://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/

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Heute in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“:  Ludwig Pertl – Wasser: der in Zukunft begrenzende Faktor bei uns im Wald

Heute in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“: Ludwig Pertl – Wasser: der in Zukunft begrenzende Faktor bei uns im Wald

Heute Abend in unserer 6. Webinar-Reihe zur »aufbauenden Landwirtschaft«: Ludwig Pertl stellt vor, welche Rolle der Aufbau fruchtbarer Böden für den Waldumbau hat, und warum Wasser das entscheidende Element in der Planung ist.

Schwerpunkt-Thema dieser Reihe: »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer Sommer Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Die bisherigen Regenmengen konnten nur unzureichend die Wasservorräte in unseren Böden wieder auffüllen. Steigende Temperaturen, Dürren und Frühjahrstrockenheiten setzen den Landwirten zu. Gleichzeitig verstärken unangemessene Bewirtschaftunsgsweisen diese Effekte.

Doch es gibt Ansätze und Methoden, um die daraus entstehenden Folgen abzumildern und zu verhindern. Dabei spielen neben einem humusreichen Boden Pflanzen eine überaus wichtige Rolle. Denn mehr Pflanzen bedeutet kühlere Temperaturen und mehr Regen. Die Themen sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung welche Bedeutung Pflanzen und Boden für die kleinen Wasserkreisläufe hat, über SEKEM – Wasser & Vegetation in der Wüste – zu praktischen Methoden in der Landwirtschaft, wie Mulchsysteme, Agroforstwirtschaft, angepasstes Bodenmanagement sowie Erfahrungen aus der Forstwirtschaft.

Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Das Format:

  • Die Webinar-Reihe besteht aus 7 Folgen. Jedes Webinar ist ca. 90 Minuten lang – 30 Minuten davon sind reserviert für Fragen der Teilnehmenden.
  • Die Webinar-Reihe beginnt am 08.06.2021 mit dem ersten Webinar, dann ab dem 10.06.2021 im wöchentlichen Rhythmus, immer donnerstags um 19:30 Uhr.
  • Neu: Wir bieten im Anschluss an jedes Webinar einen »digitalen Stammtisch« zum gemeinsamen Austausch an.
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 59,90 € gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Webinare.
  • Mengenrabatte für Institutionen sind auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Artikel: Mehr Wälder in Europa könnten für mehr Niederschläge sorgen

Artikel: Mehr Wälder in Europa könnten für mehr Niederschläge sorgen

Aufforstungen könnten einer Studie zufolge in großen Teilen Europas die Niederschlagsmengen erhöhen und so manche Folgen des Klimawandels dämpfen. Vor allem gegen Sommerdürren könne dies vorbeugen, berichten Forschende um Ronny Meier von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) nach der statistischen Auswertung von Wetterdaten in der Zeitschrift „Nature Geoscience“. Aufforstungen könnten die Regenmengen demnach im Sommer um durchschnittlich 7,6 Prozent steigern – das entspräche 0,13 Millimetern pro Tag.

Allerdings müssten dafür, so meine Meinung, die Wälder gehörig schnell und umfassend umgebaut werden – statt Fichtenforste, die ja eh schon allenthalben absterben, braucht es vielfältige Dauerwälder, die den Boden aufbauen und für eine entsprechende Wasserinflitration und -speicherfähigkeit sorgen.

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Überdüngung verursacht Umweltkosten in Milliardenhöhe

Überdüngung verursacht Umweltkosten in Milliardenhöhe

Durch die nicht EU-konforme Düngung in der Landwirtschaft entstehen jährlich Umweltschäden, die Kosten in Höhe von etwa drei Milliarden Euro pro Jahr entsprechen. Das zeigt ein Gutachten zum novellierten deutschen Düngerecht von Prof. Dr. Friedhelm Taube von der Christian-Albrechts-Universität Kiel im Auftrag des BDEW.

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Artikel: Bedeckt die Böden! in der aktuellen Ausgabe von Ökologie & Landbau

Artikel: Bedeckt die Böden! in der aktuellen Ausgabe von Ökologie & Landbau

Das Thema »Vegetation, Böden, Wasser & Klima« fasziniert mich ja sehr zur Zeit – siehe meinen Vortrag dazu. Grundlage dafür ist ein wissenschaftlich formulierter Bericht für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), welcher demnächst raus kommt. In einer stark verkürzten und vereinfachten Version ist das Thema nun in der aktuellen »Ökologie & Landbau« veröffentlicht worden.

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Morgen in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“:  Paul Hofmann & Olef Koch – Natürliches Wassermanagement mit Agroforstwirtschaft

Morgen in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“: Paul Hofmann & Olef Koch – Natürliches Wassermanagement mit Agroforstwirtschaft

Morgen Abend in unserer 6. Webinar-Reihe zur »aufbauenden Landwirtschaft«: Paul Hofmann & Olef Koch erklären, welche positiven Wirkungen die Integration von Bäumen (»Agroforstwirtschaft«) auf Böden, Mikroklima und Wasserhaushalt haben.

Schwerpunkt-Thema dieser Reihe: »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer Sommer Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Die bisherigen Regenmengen konnten nur unzureichend die Wasservorräte in unseren Böden wieder auffüllen. Steigende Temperaturen, Dürren und Frühjahrstrockenheiten setzen den Landwirten zu. Gleichzeitig verstärken unangemessene Bewirtschaftunsgsweisen diese Effekte.

Doch es gibt Ansätze und Methoden, um die daraus entstehenden Folgen abzumildern und zu verhindern. Dabei spielen neben einem humusreichen Boden Pflanzen eine überaus wichtige Rolle. Denn mehr Pflanzen bedeutet kühlere Temperaturen und mehr Regen. Die Themen sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung welche Bedeutung Pflanzen und Boden für die kleinen Wasserkreisläufe hat, über SEKEM – Wasser & Vegetation in der Wüste – zu praktischen Methoden in der Landwirtschaft, wie Mulchsysteme, Agroforstwirtschaft, angepasstes Bodenmanagement sowie Erfahrungen aus der Forstwirtschaft.

Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Das Format:

  • Die Webinar-Reihe besteht aus 7 Folgen. Jedes Webinar ist ca. 90 Minuten lang – 30 Minuten davon sind reserviert für Fragen der Teilnehmenden.
  • Die Webinar-Reihe beginnt am 08.06.2021 mit dem ersten Webinar, dann ab dem 10.06.2021 im wöchentlichen Rhythmus, immer donnerstags um 19:30 Uhr.
  • Neu: Wir bieten im Anschluss an jedes Webinar einen »digitalen Stammtisch« zum gemeinsamen Austausch an.
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 59,90 € gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Webinare.
  • Mengenrabatte für Institutionen sind auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Präsentation: Wasser pflanzen. Mit Vegetation das Klima kühlen. Stefan Schwarzer

Präsentation: Wasser pflanzen. Mit Vegetation das Klima kühlen. Stefan Schwarzer

Meine Präsentation zum Thema »Mit Vegetation das Klima kühlen«: So wie es aussieht, steht uns in der Klima- wie auch Landwirtschaftsdiskussion ein ziemlich spannendes Werkzeug zur Verfügung mit vielfältigen Vorteilen: mehr Vegetation (v.a. in der Landwirtschaft; durch Untersaaten, Zwischenfrüchte, Agroforstwirtschaft, aber auch durch eine andere Form von Tierhaltung, Waldumbau, Wasserretention) heisst mehr fruchtbare Böden, mehr Wasserspeicherkapazität und Infiltration, mehr Nährstoffe, mehr Lebensraum für Insekten & Co, mehr … und v.a. eine Kühlung (der bodennahen Schichten), Wärmeverlust in den Weltall, mehr Wolken mit mehr Niederschlag und mehr Sonnenlichtreflexion, was wiederum zur Kühlung des Klimas beiträgt, wie auch die kleinen (geschwächten) Wasserkreisläufte aktiviert.

Kurz gesagt: Wir könn(t)en mit der Natur arbeiten, um das Klima zu kühlen, die kleinen Wasserkreisläufe zu stärken und dabei die Land-, Forst- und Wasserwirtschaft resilienter und »fruchtbarer« zu machen.

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Sondermüll Windkraftanlagen, die im Boden begraben werden

Sondermüll Windkraftanlagen, die im Boden begraben werden

A propos der vielgelobten »Nachhaltigkeit« der Windkraftanlagen: »Teile von Windturbinenflügeln sind in der Casper Regional Landfill in Casper, Wyoming, vergraben. Rund 8.000 Windturbinenblätter müssen allein in den Vereinigten Staaten pro Jahr ausgebaut und entsorgt werden. Aufgrund der Bedingungen, für die sie gebaut wurden, können die Flügel nicht einfach recycelt werden. Das führt dazu, dass viele von ihnen in Mülldeponien wie der von Casper vergraben werden, wo sich 870 Flügel in 30 Fuß tiefen Löchern stapeln.« (Foto: Benjamin Rasmussen/Getty Images)

Ich weiß nicht wie die Situation in Deutschland und Europa ist, und ob das mit neueren Windkraftanlagen auch passiert. Aber es zeigt für mich die Schizophrenie der Spezies Mensch im Spannungsfeld Nachhaltigkeit, Wirtschaftsdenken und Naturverbundenheit. Wie kann das passieren, dass wir Windräder verbuddeln?!

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Bürgerrat Klima: Klimaschutz-Ideen von der Basis an die Politik

Bürgerrat Klima: Klimaschutz-Ideen von der Basis an die Politik

Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher, auch bei uns. Nicht nur die Politik ist zum Handeln aufgerufen, sondern jeder. Deshalb hat ein Rat aus 160 Bürgerinnen und Bürgern klare Empfehlungen erarbeitet und an die Regierung gerichtet. Etwas Hintergrundinformationen hier beim BR24.

Ich habe im Themenbereich »Ernährung und Landwirtschaft« einen Impulsvortrag gehalten und mit Teilnehmenden diskutiert, und finde die Bürgerräte eine spannende Herangehensweise an Demokratie und Politik.

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Luftfeuchtigkeit ist der Schlüssel zum Baumwachstum

Luftfeuchtigkeit ist der Schlüssel zum Baumwachstum

Man würde meinen, dass Bäume tagsüber wachsen. Weit gefehlt: Bäume wachsen nachts und interessanterweise auch nur an vergleichsweise wenigen Tagen im Jahr.

In meiner derzeitigen Beschäftigung mit dem Thema »Mit Pflanzen, Böden und Wasser arbeiten, um das Klima zu kühlen und die kleinen Wasserkreisläufe wieder zu schließen«, finde ich folgende Aussagen spannend:

»Das Forscherteam kam zum Schluss, dass die Luftfeuchtigkeit eine Schlüsselrolle spielt, da sie das Wachstum hauptsächlich in der Nacht ermöglicht. In ihrer Studie schränkte ein hohes VPD (trockene Luft) tagsüber das Dickenwachstum stark ein, ausser am frühen Morgen. „Die grösste Überraschung für uns war, dass die Bäume sogar in mässig trockenen Böden wuchsen, sofern die Luft ausreichend feucht war. Umgekehrt blieb das Wachstum sehr gering, obwohl der Boden feucht, zeitgleich die Luft aber trocken war“, erinnert sich Roman Zweifel, der Studienleiter von der WSL.

Sobald die Luft trockener wird, verlieren die Bäume vorübergehend mehr Wasser durch Transpiration, als sie über ihre Wurzeln aufnehmen können. Der gesamte Baum gerät unter Spannung, das Stammwasserpotenzial sinkt, und sein Wachstum stoppt, unabhängig von der Verfügbarkeit von Kohlenhydraten. „Mit anderen Worten: Bäume hören auf zu wachsen, bevor die Photosynthese gehemmt wird“, fasst Roman Zweifel zusammen. Das könnte zum Beispiel erklären, warum Bäume in trockeneren Umgebungen zwar noch Kohlenhydrate speichern, aber kaum noch wachsen.«

Quelle

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Artikel: Alarmierende Studie zeigt dass die US Düngerindustrie 100 mal mehr Methan emittiert als von ihr geschätzt

Artikel: Alarmierende Studie zeigt dass die US Düngerindustrie 100 mal mehr Methan emittiert als von ihr geschätzt

Holla die Waldfee: Das ist mehr als nur ein bisschen daneben liegen und ist eine äusserst beunruhigende Nachricht für den Klimawandel: »Eine beunruhigende neue Studie von Forschern der Cornell University und des Environment Defense Fund hat unabhängig voneinander die Methanemissionen aus einer Reihe von Ammoniakdüngemittelanlagen gemessen. Die erstaunlichen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Methanemissionen 100-mal höher sind als die Branchenschätzungen und dreimal höher als die Schätzung der Environmental Protection Agency für alle industriellen Methanemissionen in den Vereinigten Staaten. […] Die Studie skalierte diese [gemessene] Zahl [Menge] dann auf alle Düngemittelhersteller in den Vereinigten Staaten und berechnete die jährlichen Methanemissionen auf 28 Gigagram. Berichten zufolge schätzt die Industrie ihre Methanemissionen nur auf 0,2 Gigagram pro Jahr. Die EPA behauptet derzeit, dass alle industriellen Prozesse und Produktverwendungen in den Vereinigten Staaten insgesamt 8 Gigagram Methanemissionen verursachen.«

Diesen Artikel hatte ich schon vor zwei Jahren gepostet, bin jetzt noch mal drüber gestolpert, und finde ihn immer noch wichtig wenn wir über den Einfluss von Methan auf die Klimaveränderung diskutieren, und dabei mit dem Finger immer auf die bösen Kühe zeigen.

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Heute in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“: Christoph Felgentreu – Ackerbauliche Methoden zur Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit der Böden

Heute in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“: Christoph Felgentreu – Ackerbauliche Methoden zur Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit der Böden

Heute Abend in unserer 6. Webinar-Reihe zur »aufbauenden Landwirtschaft«: Christoph Felgentreu erklärt, wie wichtig Untersaaten, Zwischenfrüchte und damit v.a. Humusaufbau für die Wasserversorgung der Ackerbaukulturen sind.

Schwerpunkt-Thema dieser Reihe: »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer Sommer Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Die bisherigen Regenmengen konnten nur unzureichend die Wasservorräte in unseren Böden wieder auffüllen. Steigende Temperaturen, Dürren und Frühjahrstrockenheiten setzen den Landwirten zu. Gleichzeitig verstärken unangemessene Bewirtschaftunsgsweisen diese Effekte.

Doch es gibt Ansätze und Methoden, um die daraus entstehenden Folgen abzumildern und zu verhindern. Dabei spielen neben einem humusreichen Boden Pflanzen eine überaus wichtige Rolle. Denn mehr Pflanzen bedeutet kühlere Temperaturen und mehr Regen. Die Themen sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung welche Bedeutung Pflanzen und Boden für die kleinen Wasserkreisläufe hat, über SEKEM – Wasser & Vegetation in der Wüste – zu praktischen Methoden in der Landwirtschaft, wie Mulchsysteme, Agroforstwirtschaft, angepasstes Bodenmanagement sowie Erfahrungen aus der Forstwirtschaft.

Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Das Format:

  • Die Webinar-Reihe besteht aus 7 Folgen. Jedes Webinar ist ca. 90 Minuten lang – 30 Minuten davon sind reserviert für Fragen der Teilnehmenden.
  • Die Webinar-Reihe beginnt am 08.06.2021 mit dem ersten Webinar, dann ab dem 10.06.2021 im wöchentlichen Rhythmus, immer donnerstags um 19:30 Uhr.
  • Neu: Wir bieten im Anschluss an jedes Webinar einen »digitalen Stammtisch« zum gemeinsamen Austausch an.
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 59,90 € gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Webinare.
  • Mengenrabatte für Institutionen sind auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Wie kann Humus in der Landwirtschaft aufgebaut werden? Wie viel ist wirklich möglich? Was ist mehr Wunschdenken als Realität? Wo steht die Wissenschaft gerade mit ihren Erkenntnissen, gerade auch in Zeiten des Klimawandels?

Ein interessanter Vortrag von Martin Wiesmeier zu dem Thema, mit vielen Aspekten rund um das Thema Humus. Und die schlechte Nachricht vorweg: Es wird schwierig werden! Ja, es gibt einige (bekannte) Methoden für den Humusaufbau. Gleichzeitig werden diese Maßnahmen nicht (wirklich und ausreichend) gefördert; und dann kommt noch der Klimawandel dazu mit höheren Temperaturen, was die Sache noch schwieriger macht. Unter diesen Bedingungen können wir froh sein, wenn wir den Humusgehalt stabilisieren.

Aber: Landwirte zeigen dass es anders geht, weswegen ich da etwas optimistisch bleibe. Michael Reber z.B., hier um die Ecke wohnend, mit dem ich immer wieder in Kontakt bin, hat 1 prozentige Zuwachsraten, oder 0,1-0,15 Prozentpunkte, jährlich, über drei (sehr trockene) Jahre, was einer Tonne Kohlenstoff pro Hektar und Jahr entspricht. Das ist doch mal ein Wort – auch wenn da viele »Abers« und »Unds« dabei sind und bleiben.

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Kurs: Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. Schloss Tempelhof

Kurs: Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. Schloss Tempelhof

Von der Anzucht eigener Setzlinge, über die Beetvorbereitung und Kultivierung bis hin zur Ernte, werden wir – das Gärtner-Team von Schloss Tempelhof – euch in zwei Tagen das Handwerk beibringen, um einen gesunden und vielfältigen Garten erfolgreich zu starten. Anhand von unserer langjährigen gärtnerischen Erfahrung im Erwerbsgemüsebau, möchten wir euch ein Grundverständnis, sowie die nötigen Handgriffe vermitteln. Denn auf diese kommt es auch in einem kleineren Rahmen an.

Wir werden natürliche Ökosysteme als Vorbild betrachten um somit die Zusammenhänge von gesundem Boden zu gesunden Pflanzen zu durchdringen. Im Weiteren versuchen wir dann, diese Schlussfolgerungen in unsere Planung des Gemüseanbaus zu integrieren.

Anmeldung hier.

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