
Das Eindringen der Bauern nach »Deutschland« vor ~7.500 Jahren verlief für die dort lebende Bevölkerung der Jäger und Sammler mit Sicherheit nicht friedlich von statten. Schliesslich rivalisierte man ja um ähnliche Ressourcen. Aber: Was passierte noch, damals, als die ersten kleinen Siedlungen entstanden? In verschiedene Stätten in Deutschland wurden Massengräber jener Epoche gefunden – mit Knochen die nicht auf kriegerische Auseinandersetzungen schliessen lassen. Opfergaben? Gezielte Tötungen? Faszinierende Einblicke in die Welt von damals – und von den Konsequenzen, die mit den Bauern nach Mitteleuropa kamen.


Dieses Buch ist das zweite in der Serie von Daniel Quinn über „Takers“ und „Leavers“, über jene die sich, mit ihrer Art der Nahrungsmittelproduktion und ihrer Kultur weltweit durch gesetzt haben, und jenen, in enger Verbindung mit der Natur lebend, die zum grössten Teil assimiliert, verdrängt und getötet wurden. Also, jenen die Landwirtschaft (nach Daniel Quinn „Totalitäre Landwirtschaft“) betreiben, und jenen die als Jäger und Sammler leben. Was in seinem ersten Werk („Ishmael“) noch kurz und knapp (aber klar und bedeutungsvoll) beschrieben wurde, hat Daniel Quinn nun in einen spannenden Roman gepackt, und ziemlich gut ausgebaut. Absolut lesenswert.