klimawandel

Präsentation: Wasser pflanzen. Mit Vegetation das Klima kühlen. Stefan Schwarzer

Präsentation: Wasser pflanzen. Mit Vegetation das Klima kühlen. Stefan Schwarzer

Meine Präsentation zum Thema »Mit Vegetation das Klima kühlen«: So wie es aussieht, steht uns in der Klima- wie auch Landwirtschaftsdiskussion ein ziemlich spannendes Werkzeug zur Verfügung mit vielfältigen Vorteilen: mehr Vegetation (v.a. in der Landwirtschaft; durch Untersaaten, Zwischenfrüchte, Agroforstwirtschaft, aber auch durch eine andere Form von Tierhaltung, Waldumbau, Wasserretention) heisst mehr fruchtbare Böden, mehr Wasserspeicherkapazität und Infiltration, mehr Nährstoffe, mehr Lebensraum für Insekten & Co, mehr … und v.a. eine Kühlung (der bodennahen Schichten), Wärmeverlust in den Weltall, mehr Wolken mit mehr Niederschlag und mehr Sonnenlichtreflexion, was wiederum zur Kühlung des Klimas beiträgt, wie auch die kleinen (geschwächten) Wasserkreisläufte aktiviert.

Kurz gesagt: Wir könn(t)en mit der Natur arbeiten, um das Klima zu kühlen, die kleinen Wasserkreisläufe zu stärken und dabei die Land-, Forst- und Wasserwirtschaft resilienter und »fruchtbarer« zu machen.

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Artikel: Alarmierende Studie zeigt dass die US Düngerindustrie 100 mal mehr Methan emittiert als von ihr geschätzt

Artikel: Alarmierende Studie zeigt dass die US Düngerindustrie 100 mal mehr Methan emittiert als von ihr geschätzt

Holla die Waldfee: Das ist mehr als nur ein bisschen daneben liegen und ist eine äusserst beunruhigende Nachricht für den Klimawandel: »Eine beunruhigende neue Studie von Forschern der Cornell University und des Environment Defense Fund hat unabhängig voneinander die Methanemissionen aus einer Reihe von Ammoniakdüngemittelanlagen gemessen. Die erstaunlichen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Methanemissionen 100-mal höher sind als die Branchenschätzungen und dreimal höher als die Schätzung der Environmental Protection Agency für alle industriellen Methanemissionen in den Vereinigten Staaten. […] Die Studie skalierte diese [gemessene] Zahl [Menge] dann auf alle Düngemittelhersteller in den Vereinigten Staaten und berechnete die jährlichen Methanemissionen auf 28 Gigagram. Berichten zufolge schätzt die Industrie ihre Methanemissionen nur auf 0,2 Gigagram pro Jahr. Die EPA behauptet derzeit, dass alle industriellen Prozesse und Produktverwendungen in den Vereinigten Staaten insgesamt 8 Gigagram Methanemissionen verursachen.«

Diesen Artikel hatte ich schon vor zwei Jahren gepostet, bin jetzt noch mal drüber gestolpert, und finde ihn immer noch wichtig wenn wir über den Einfluss von Methan auf die Klimaveränderung diskutieren, und dabei mit dem Finger immer auf die bösen Kühe zeigen.

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Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Wie kann Humus in der Landwirtschaft aufgebaut werden? Wie viel ist wirklich möglich? Was ist mehr Wunschdenken als Realität? Wo steht die Wissenschaft gerade mit ihren Erkenntnissen, gerade auch in Zeiten des Klimawandels?

Ein interessanter Vortrag von Martin Wiesmeier zu dem Thema, mit vielen Aspekten rund um das Thema Humus. Und die schlechte Nachricht vorweg: Es wird schwierig werden! Ja, es gibt einige (bekannte) Methoden für den Humusaufbau. Gleichzeitig werden diese Maßnahmen nicht (wirklich und ausreichend) gefördert; und dann kommt noch der Klimawandel dazu mit höheren Temperaturen, was die Sache noch schwieriger macht. Unter diesen Bedingungen können wir froh sein, wenn wir den Humusgehalt stabilisieren.

Aber: Landwirte zeigen dass es anders geht, weswegen ich da etwas optimistisch bleibe. Michael Reber z.B., hier um die Ecke wohnend, mit dem ich immer wieder in Kontakt bin, hat 1 prozentige Zuwachsraten, oder 0,1-0,15 Prozentpunkte, jährlich, über drei (sehr trockene) Jahre, was einer Tonne Kohlenstoff pro Hektar und Jahr entspricht. Das ist doch mal ein Wort – auch wenn da viele »Abers« und »Unds« dabei sind und bleiben.

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Der Effekt des Klimawandels auf die Kaltfront

Der Effekt des Klimawandels auf die Kaltfront

Ein interessanter Artikel im SPIEGEL: Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf z.B. den Polarwirbel? Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie komplex die Zusammenhänge sind auf unserer Erde, und wie dann doch, im übertragenen Sinne, der Flügelschlag eines Schmetterlings in Deutschland in China einen Sack Reis umfallen lässt: »Das Wetter verändert sich durch den Klimawandel auf überraschende Weise: Es wird nicht einfach nur wärmer, sondern zwischendurch auch mal deutlich kälter. So wie aktuell in Teilen Europas und Amerikas.

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Buch: Regenerative Landwirtschaft: Bodenleben und Pflanzenstoffwechsel verstehen. Dietmar Näser

Buch: Regenerative Landwirtschaft: Bodenleben und Pflanzenstoffwechsel verstehen. Dietmar Näser

Dietmar Näser ist zusammen mit Friedrich Wenz derjenige, der die Regenerative Landwirtschaft in Deutschland wesentlich voran treibt. Vielleicht gilt das Wort »getrieben sein« auch für seine Vision – er ist überall in Deutschland zu finden, wo es um das Thema geht, auf Tagungen, mit Vorträgen, mit Jahrestrainings, auf Feldtagen. Nun ist sein Buch »Regenerative Landwirtschaft: Bodenleben und Pflanzenstoffwechsel verstehen« (Amazon, Buch7) erschienen – und damit die Möglichkeit das Thema noch weiter zu verbreiten. In diesem Buch beschreibt Näser, was seine Ansätze dieser Form der Landbewirtschaftung sind: Boden verstehen, Bodenleben füttern, Boden bedecken, Flächenrotte, Pflanzenfermente nutzen, Vitalisierungen mit Komposttee und einiges mehr. Wirklich die Basis für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die Näser hier zusammen getragen hat, und damit ein guter Einstieg, wer sich noch nicht dazu berufen fühlt, auf seine Fortbildungen zu gehen.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Wie die Bauern in den Great Plains das lokale Klima verändern

Wie die Bauern in den Great Plains das lokale Klima verändern

Interessanter Artikel aus den USA zu den beiden Themen: Zwischenfrüchte & Einfluss auf das Klima. Spannend, nicht nur die Erkenntnis dass eine ständige Bodenbedeckung Kohlenstoff im Boden speichert, Nährstoffe hält und bildet, Wasser bindet. Das sind schon genug Gründe, um Zwischenfrüchte anzubauen. Aber eben auch die Erkenntnis, dass diese flächige Bedeckung von Vegetation zu mehr Feuchtigkeit in der Luft und damit zu mehr Niederschlag führt.

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Zukünftig mehr CO2 aus (auch deutschen) Äckern und Gärten in der Atmosphäre

Zukünftig mehr CO2 aus (auch deutschen) Äckern und Gärten in der Atmosphäre

Bisher verursachen vor allem tauende Permafrostböden massiven CO₂-Ausstoß in die Atmosphäre. Eine neue Studie zeigt: Bei einem weiteren globalen Temperaturanstieg könnte auch heimisches Erdreich gigantische Mengen Treibhausgas freisetzen. Nach Berechnungen eines Forscherteams würde eine globale Erwärmung um 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter dazu führen, dass etwa 230 Milliarden Tonnen Kohlenstoff aus den Böden der Welt freigesetzt werden. Das entspricht der vierfachen Menge an CO₂, wie der Gesamtausstoß Chinas in den vergangenen 100 Jahren. Dies liegt vor allen Dingen an der erhöhten Umsetzungsrate von Kohlenstoff im Boden aufgrund der höheren Temperaturen.

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Artikel: Das Golfstromsystem macht schlapp

Artikel: Das Golfstromsystem macht schlapp

SpiegelOnline: »Mehr Brände, Hitzewellen und Niederschläge – viele Vorhersagen der Klimaforschung sind Realität geworden. Nun könnte auch die lang befürchtete Golfstromsystem-Abschwächung eintreffen, mit Folgen für Europa.«

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tagesschau: Justus Kliss, RBB, kommentiert das Verhältnis von Landwirtschaft und Klimawandel

tagesschau: Justus Kliss, RBB, kommentiert das Verhältnis von Landwirtschaft und Klimawandel

Und noch etwas kam in der tagesschau: Ein Kommentar zum Verhältnis von Landwirtschaft und Klimawandel. Gut zu hören, dass »eine Versicherung gegen die Folgen des Klimawandels für die Landwirte«, wie der Vorschlag des Bauernverbandes ist, als nicht wirklich zukunftsorientiert bewertet wird. Wen wundert’s, der ein paar Schritte weiter denken kann?!

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Präsentation: Kohlenstoff, wo er hingehört. Potentiale der Kohlenstoffspeicherung im Boden. Stefan Schwarzer. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020

Präsentation: Kohlenstoff, wo er hingehört. Potentiale der Kohlenstoffspeicherung im Boden. Stefan Schwarzer. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Hier der Link zum Vortag

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” und Initiator des Symposiums “Aufbauende Landwirtschaft”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung.

Mit Hofrundgang, Vorträgen, Kurzreferaten, einer Podiumsdiskussion und vielfältigen kleinen Arbeitsgruppen wollen wir einen offenen Begegnungsraum schaffen für konventionelle und ökologische Bauern, Gärtnerinnen und andere interessierte Menschen. Das Symposium soll Verständnis für Zusammenhänge und Lösungen vermitteln und verbreiten. Es soll dazu anregen, Abhängigkeiten zu verringern und in Partnerschaft mit Menschen und Natur neue Wege einzuschlagen.

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www-lebensraum-permakultur-de
www.schloss-tempelhof.de

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Oberster Gerichtshofs der Niederlande verpflichtet die Regierung zur Einhaltung der Klimaziele

Oberster Gerichtshofs der Niederlande verpflichtet die Regierung zur Einhaltung der Klimaziele

Wow, da bin ich gespannt was das für neue Prozesse in Deutschland und anderswo heisst, und ob das nun der Beginn einer von unten gestalteten und gewünschten Veränderung ist, wenn sie denn schon nicht von oben kommt: „Der Oberste Gerichtshof der Niederlande verpflichtet die Regierung, den Treibhausgasausstoß des Landes im kommenden Jahr drastisch zu senken. Die Richter bestätigten damit in letzter Instanz den Spruch eines Gerichts aus dem Jahr 2015. Dieses schrieb Den Haag vor, bis Ende 2020 die nationalen Emissionen um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Gegen den Entscheid vom Freitag ist keine Berufung mehr möglich.“ SpiegelOnline

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»Vermehrt die Wale« statt »Pflanzt Bäume«

»Vermehrt die Wale« statt »Pflanzt Bäume«

FAZ: Meeresbiologen (interessanter Weise über den Internationalen Währungsfonds, IMF) haben herausgefunden, dass große Wale im Schnitt über ihre Lebenszeit 33 Tonnen Kohlendioxid (CO2) binden. Das ist im Vergleich zu Bäumen, die nur wenige Tonnen binden, eine ganz schöne Menge. Einen großen Teil davon scheinen sie am Ende ihres Lebens mit in die Tiefe zu nehmen und wird dort für viele Jahrhunderte fixiert. Zur Zeit schwimmen nach Schätzungen von Meeresbiologen rund 1,3 Millionen Wale durch die Meere, in ihren besten Zeiten waren es vier Millionen bis fünf Millionen. Bestände einiger Arten wie der gewaltigen Blauwale sind um 97 Prozent geschrumpft. Ausserdem füttern sie über ihre Ausscheidungen das Phytoplankton, was wiederum dazu beiträgt unglaubliche Mengen an CO2 zu absorbieren: Ein Minimum von 1 Prozent Wachstum der Plankton-Produktivität würde hunderte Millionen zusätzliche Tonnen Kohlendioxid absorbieren. Nach Darstellung der IWF-Autoren würde das der Leistung von zwei Milliarden Bäumen entsprechen.

Dazu habe ich vor längere Zeit auch mal dieses wunderbare kurze Video gepostet.

Also sollte der neue Slogan gegen den Klimawandel wohl lauten: »Vermehrt die Wale« statt »Pflanzt Bäume«!

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Artikel: Alarmierende Studie zeigt dass die US Düngerindustrie 100 mal mehr Methan emittiert als von ihr geschätzt

Holla die Waldfee: Das ist mehr als nur ein bisschen daneben liegen und ist eine äusserst beunruhigende Nachricht für den Klimawandel: »Eine beunruhigende neue Studie von Forschern der Cornell University und des Environment Defense Fund hat unabhängig voneinander die Methanemissionen aus einer Reihe von Ammoniakdüngemittelanlagen gemessen. Die erstaunlichen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Methanemissionen 100-mal höher sind als die Branchenschätzungen und dreimal höher als die Schätzung der Environmental Protection Agency für alle industriellen Methanemissionen in den Vereinigten Staaten. […] Die Studie skalierte diese [gemessene] Zahl [Menge] dann auf alle Düngemittelhersteller in den Vereinigten Staaten und berechnete die jährlichen Methanemissionen auf 28 Gigagram. Berichten zufolge schätzt die Industrie ihre Methanemissionen nur auf 0,2 Gigagram pro Jahr. Die EPA behauptet derzeit, dass alle industriellen Prozesse und Produktverwendungen in den Vereinigten Staaten insgesamt 8 Gigagram Methanemissionen verursachen.«

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Wahl & Klima: Drei Prozent! Unglaublich

Interessanter Artikel bei SpiegelOnline: „Die Regierungsparteien reagieren auf die Europawahl mit Wählerschelte und Selbstzerfleischung. Eine aktuelle Studie zeigt den wahren Grund für ihr miserables Abschneiden – doch sie wird ignoriert. […] Drei Prozent, das ist der Anteil der Befragten, die in einer repräsentativen Studie namens „Umweltbewusstsein in Deutschland“, der Aussage zustimmten, die Bundesregierung tue „genug“ für den Umwelt- und Klimaschutz. Weitere 11 Prozent rangen sich zu einem „eher genug“ durch.“

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Kritik an Greta Thunberg, aus dem anderen Lager. Techniken des Ablenkens und Misskreditierens

https://www.flickr.com/photos/worldeconomicforum/46870447501

Ein guter Artikel der TAZ beleuchtet die Querschüsse aus Lobby und von Ideologen und hebt hervor wie hier Fakten verzogen, Zitate aus dem Zusammenhang und bewusst formulierte Unterstellungen in die Öffentlichkeit gebracht werden.

»Ihre Familie handelt mit CO2-Zertifikaten!« Oder »Sie befürwortet Atomkraftwerke!«. Oder »Sie ist nur eine Marionette. Das ist von langer Hand geplant, weil die Familie nun ein Buch über Greta rausbringt!«. Auweia! Wer spricht denn da aus welcher Absicht heraus?!?!

Schon interessant was passiert, wenn da eine Person oder manchmal auch ein Thema steigende Aufmerksamkeit bekommt. Da wird dann auf einmal aus »dem anderen Lager« (Menschen, die ganz andere Positionen einnehmen, aber v.a. die Lobby, die um ihre Pfründe fürchtet) gegen die Person gepoltert und verschiedenste »Fakten« veröffentlicht, die die Person persönlich und sachlich in Misskredit bringen sollen, um damit vom eigentlichen Thema abzulenken. Ein immer wiederkehrendes Muster, sei es beim Thema Tabak, beim Ozonloch, beim sauren Regen, beim Klimawandel oder auch ganz aktuell bei den Stickoxide (Stichwort »Die Lungenfachärzte«; gute Sicht drauf über »Die Anstalt«). Ein spannendes Buch dazu ist »Merchants of Doubts« – diejenigen, die dafür bezahlt werden Zweifel zu säen.

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Artikel: »Antarktis verliert mehr Eis als befürchtet.« Oder: »Grönlands Eis schmilzt schneller als befürchtet«

Tja, schlechte Nachrichten aus dem Süden wie dem Norden. Nicht nur: »Das Eis schmilzt.« Sondern: »Das Eis schmilzt schneller als befürchtet.« Da ging man in der Antarktis eigentlich nicht von so einem negativen Trend aus. Für Grönland sind wir ja an solche Nachrichten mittlerweile gewöhnt. Oder wer reagiert da noch drauf? Mal ehrlich?

Wer sich die Daten mal anschauen will – hier sind drei »live« Grafiken dazu, die ich vor einiger Zeit gemacht habe, und die die Daten automatisch jeden Tag oder alle paar Monate sich runter ziehen damit die Grafik aktuell bleibt:

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Doku: Austrocknende Böden: was können wir gegen Versteppung tun?

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Interessante Sendung über die große Problematik »Boden«: Trocken, sonnig, warm: Die Folgen des Klimawandels. Was für die meisten Menschen eher Anlass zur Freude ist, kann dramatische Konsequenzen haben. Vor allem – aber nicht nur – für die Landwirtschaft. Die „Xenius“-Moderatoren machen sich auf nach Brandenburg. Hier erforscht Forstwirt Christian Böhm eine Lösung für trockene, erosionsgefährdete Böden.

Die weiteren Aussichten: trocken, sonnig, warm. Was für die meisten Menschen eher Anlass zur Freude ist, kann dramatische Konsequenzen haben. Vor allem – aber nicht nur – für die Landwirtschaft. Weltweit ebenso wie direkt vor unserer Haustür sorgt der Klimawandel zunehmend für längere Dürreperioden. Wenn die Regionen mit vorwiegend sandigen Böden versteppen, dann wird es kritisch. Sie können nur wenig Wasser speichern und fallen daher leicht der Winderosion zum Opfer. Was können wir gegen diese drohende Versteppung tun? In Niedersachsens Wäldern werden beispielsweise Nadel- durch Laubbäume ersetzt und Kläranlagen angezapft, um ihr Abwasser zu „verregnen“. Ziel: mehr Grundwasser für die Bewässerung von benachbarten Ackerflächen zu „erzeugen“, denn das wird in manchen Gegenden Deutschlands längst knapp. Weit dramatischer ist die Situation in Kalifornien: Der sogenannte Sunshine State erlebt die schlimmste Dürre seit Jahrhunderten. Mancherorts ist die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Nun entwickeln und nutzen Wissenschaft und Wirtschaft modernste Technik, um in riesigen Dimensionen neue Wasserquellen zu erschließen und das kostbare Gut effizienter zu nutzen. Austrocknende Böden sind aber nicht nur für die Land- und Forstwirtschaft eine Gefahr, das zeigt ein spektakulärer Fall aus Mecklenburg-Vorpommern: Im Jahr 2011 kam es durch staubtrockenen Boden und Wind zu einem Sandsturm auf der Autobahn. Die Folge: eine Massenkarambolage mit zahlreichen Toten und Verletzten. Wie können solche und andere dramatische Folgen von Bodenerosion verhindert werden? Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard machen sich auf nach Brandenburg. Hier erforscht Forstwirt Christian Böhm eine Lösung für erosionsgefährdete Böden: den Agroforst – also Bäume auf Äcker zu pflanzen.

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Die 4p1000 Initiative erhält den World Future Policy Award

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Das World Future Council zeichnet mit dem World Policy Award Gesetze aus, die bessere Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen fördern. Bei der diesjährigen Gewinnern zum Thema Desertifikation ist u.a. die 4p1000 Initiative ausgezeichnet worden: „Diese hochrangige politische Initiative präsentiert eine neues Konzept im Kampf gegen den Klimawandel: Die jährliche Erhöhung des im Boden gebundenen Kohlenstoff in den oberen 30-40cm der Ackerböden um 0,4 Prozent. Die Initiative setzt sich für einen Paradigmenwechsel in der landwirtschaftlichen Praxis ein.“

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