konferenz

Demo: »Wir haben es satt!« in Berlin, 20.1.2018

Der Argarindustrie die Stirn bieten, am Samstag, 20.1.2018 in Berlin: „Vier weitere verschenkte Jahre in der Agrarpolitik? Das können wir uns nicht leisten. Dringender denn je brauchen wir eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft und gesundes Essen für alle! Doch wer etwas verändern will, legt sich mit der mächtigen Agrarlobby an. Deswegen müssen wir – die kraftvolle, bunte, lautstarke Bewegung auf der Straße – den Konzernen die Stirn bieten und die neue Regierung in die Pflicht nehmen.
Am 20. Januar treffen sich LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt in Berlin. Als Gastgeberin der Agrarministerkonferenz steht die Bundesregierung dann im Licht der Weltöffentlichkeit. Der perfekte Moment für uns! Während sie drinnen über unser Essen und unsere Landwirtschaft entscheiden wollen, schlagen wir draußen Alarm für die globale Agrar- und Ernährungswende und für gerechten Handel!“

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European Centre for Sustainability Research – Jahrestagung 2017: „Die Erde, die uns trägt. Bedingungen einer aufbauenden Agrarkultur“

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Die Jahrestagung 2017 der European Centre for Sustainability Research ECS der Zeppelin Universität wird als Werkstatttagung mit Akteur*innen aus Landwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft in Kooperation mit dem World Future Council ausgerichtet.

Inhalte:

Vor genau 30 Jah­ren trug der Brundt­land-Re­port das Thema Nach­hal­tig­keit in die Brei­te von Ge­sell­schaft und Po­li­tik. Eine Wende zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung wurde nicht er­mög­licht, statt­des­sen aber der Sta­tus Quo einer sub­stanz-ver­zeh­ren­den Wirt­schafts­wei­se fort­ge­schrie­ben. Heute steht dem Berg öko­lo­gi­scher Schul­den der (Wie­der-)Auf­bau der glo­ba­len Bio­ka­pa­zi­tät, der Schutz und die Stär­kung der bio­öko­lo­gi­schen Viel­falt und Wi­der­stands­fä­hig­keit ge­gen­über. Der Be­stands­er­halt reicht nicht mehr, die In­stand­set­zung der ver­letz­ten öko­lo­gi­schen Sub­stanz un­se­res Pla­ne­ten ist nun not­wen­dig. Dies setzt auf und in der Erde an, am Boden, auf dem wir ste­hen.
An und in den Böden be­rüh­ren sich bio­lo­gi­sche Viel­falt mit mensch­li­chen Wirt­schafts­tä­tig­kei­ten, in ihnen ver­bin­den sich bio­che­mi­sche Strö­me, CO2-Spei­che­rung, Was­ser- und en­er­ge­ti­sche Kreis­läu­fe. Kaum ein Le­bens­be­reich ist so di­rekt mit allen na­tür­li­chen und men­schen­ge­mach­ten Pro­zes­sen und Ver­än­de­run­gen kon­fron­tiert. Bis­lang do­mi­nie­ren wirt­schaft­li­che Fra­ge­stel­lun­gen und kom­mer­zi­el­le An­sprü­che an die Er­trags­fä­hig­keit von Böden und Land­schaf­ten den Dis­kurs um Land­wirt­schafts­kul­tur.
Viele bis­he­ri­ge Er­fol­ge aus land­wirt­schaft­li­cher Pro­duk­ti­on be­ruh­ten nicht auf der Er­zeu­gung von öko­lo­gi­schen Nut­zen und von Er­trags­fä­hig­keit, son­dern auf der Ex­ter­na­li­sie­rung (= Ab­wäl­zung) von öko­lo­gi­schen Fol­ge­kos­ten mit einer lang­fris­ti­gen Schä­di­gung und Schwä­chung der agra­ren Pro­duk­ti­ons­grund­la­gen sowie ihrer öko­lo­gi­schen In­te­gri­tät. Nach­hal­tig­keit, Be­stands­er­halt und, dar­über hin­aus, die Kul­ti­vie­rung und der Auf­bau von Böden, Land­schaf­ten und Öko­sys­te­men schei­nen oft­mals den wirt­schaft­li­chen Nut­zungs­in­ter­es­sen ent­ge­gen­zu­wir­ken.
Es gibt eine Viel­zahl land­wirt­schaft­li­cher Be­trie­be, von Bäue­rin­nen und Bau­ern, von Pro­jek­ten und In­itia­ti­ven, die eine an­de­re, Böden auf­bau­en­de und stär­ken­de Land­wirt­schaft prak­ti­zie­ren, ver­su­chen und neu ent­wi­ckeln. Auch viele Ak­teu­re der or­ga­ni­sier­ten Zi­vil­ge­sell­schaft flan­kie­ren und un­ter­stüt­zen eine le­bens­dien­li­che Agrar­kul­tur. Und in der Wis­sen­schaft wird immer wei­te­res Wis­sen über Bio­di­ver­si­tät, CO2-Bin­dung, Hu­mus­auf­bau und nach­hal­ti­ge Agro­fo­re­stry ge­won­nen. Auch gibt es vor­bild­li­che po­li­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen, ins­be­son­de­re auf in­ter­na­tio­na­ler Ebene, wel­che die Kul­ti­vie­rung und den Auf­bau von Böden, Land­schaf­ten und Öko­sys­te­men in­iti­ie­ren und un­ter­stüt­zen.
Ziel der Ta­gung, neben dem fach­li­chen und per­sön­li­chen Aus­tausch, ist es, die Ak­teu­re, Good-Prac­tice-Bei­spie­le, sowie prak­ti­schen und re­gu­la­to­ri­schen Be­din­gun­gen und Her­aus­for­de­run­gen einer auf­bau­en­den Agrar­wirt­schaft zu iden­ti­fi­zie­ren, dar­zu­stel­len und so mög­li­che zu­künf­ti­ge Hand­lungs­op­tio­nen zu ent­wi­ckeln.

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