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Artikel: Alarmierende Studie zeigt dass die US Düngerindustrie 100 mal mehr Methan emittiert als von ihr geschätzt

Holla die Waldfee: Das ist mehr als nur ein bisschen daneben liegen und ist eine äusserst beunruhigende Nachricht für den Klimawandel: »Eine beunruhigende neue Studie von Forschern der Cornell University und des Environment Defense Fund hat unabhängig voneinander die Methanemissionen aus einer Reihe von Ammoniakdüngemittelanlagen gemessen. Die erstaunlichen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Methanemissionen 100-mal höher sind als die Branchenschätzungen und dreimal höher als die Schätzung der Environmental Protection Agency für alle industriellen Methanemissionen in den Vereinigten Staaten. […] Die Studie skalierte diese [gemessene] Zahl [Menge] dann auf alle Düngemittelhersteller in den Vereinigten Staaten und berechnete die jährlichen Methanemissionen auf 28 Gigagram. Berichten zufolge schätzt die Industrie ihre Methanemissionen nur auf 0,2 Gigagram pro Jahr. Die EPA behauptet derzeit, dass alle industriellen Prozesse und Produktverwendungen in den Vereinigten Staaten insgesamt 8 Gigagram Methanemissionen verursachen.«

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Buch: Die Kuh ist kein Klima-Killer. Anita Idel

Screen Shot 2017-07-25 at 10.58.59 Methan! Rülpsen und Furzen! Die Kuh schädigt unser Klima! Das sind die üblichen Ausrufe wenn’s um das Tier geht. Dass das auf der einen Seite aber vor allem mit der Art und Weise zu tun hat, wie wir diese Tiere füttern und halten, ist die eine Seite der Geschichte, die uns Anita Idel in ihrem Buch „Die Kuh ist kein Klima-Killer!“ (Amazon, Buch7) erzählt. Denn auf der anderen sind es die grasenden Tiere, die ähnlich wie die Gnu-Herden der Serengeti, der Bison-Herden der Great Plains, der Guanacos in der Pampa, der Auerochsen in Europa – so fruchtbare Böden erst geschaffen haben. Die symbiotische Beziehung von Gras und Tier gilt es zu verstehen, und entgegen der bisherigen menschlich-zivilisatorischen Entwicklung ganz anders einzusetzen, was sich in dem Satz zeigt: „Damit Landwirtschaft tatsächlich Teil der Lösung wird, kann und muss nachhaltige Gründlandnutzung eine entscheidende Rolle spielen.“
Das erste Drittel des Buches zu den Hintergründen ist gut recherchiert und mit vielen Daten, Fakten, Beispielen, Anekdoten gefüttert – sehr spannend zu lesen. Die zweite Hälfte des Buches verliert sich dann in Geschichten zu verschiedenen Höfen, Erzählungen, Interviews, die vielleicht für einen Rancher von Interesse sind, aber für mich jedenfalls weder informativ noch wirklich interessant war.

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Fleischkonsum und CO2-Emissionen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

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Die Landwirtschaft hat ja bekanntermassen einen grossen Anteil an den vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen. Einen ziemlich grossen Anteil daran hat die Tierhaltung – wobei hier unterschieden werden muss zwischen „natürlicher“ und industrieller Tierhaltung. Zum einen weil Regenwälder abgeholzt werden um dann großflächig (meist Gen-manipuliertes) Soja (mit hohem Herbizideinsatz – Monsanto lässt grüssen) anzubauen; zum anderen weil dann dieses Soja nach Europa geschifft wird um dort in den Massentierhaltungen die Tiere damit zu füttern, die wiederum solche Mengen von Gülle produzieren, dass diese nicht mehr „natürlich“ verarbeitet und ausgebracht werden kann. Wie Joel Salatin sagt: Da wo es stinkt, stimmt was nicht. Zu diesem Thema habe ich vor ein paar Jahren mal einen Artikel geschrieben, den ich hier mal mit euch teilen will. An sich hat sich an der Situation nichts verändert, im Gegenteil. Ausser der Erkenntnis, dass der Ansatz des Holistic Managements von Allan Savory mich davon überzeugt hat dass „richtiges“, der Natur abgeschautes und an die Natur angepasstes Weidemanagement ein riesiges Potential zur Bodenverbesserung, „Renaturierung“ und CO2-Speicherung bietet.

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