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Die neue Mulchpflanzmaschine am Schloss Tempelhof

Die neue Mulchpflanzmaschine am Schloss Tempelhof

Eine von fünf in Deutschland entwickelten und gebauten Mulchpflanzmaschinen, hat im Frühjahr ihr Zuhause in der Landwirtschaft am Schloss Tempelhof gefunden. Die Maschine is darauf spezialisiert, mit Biomasse/Mulch abgedeckten Boden direkt zu bepflanzen. Sie wird hinter einem Traktor gezogen, wo die Mulchschicht von drei Schneidwerken aufgeschnitten wird. Drei Personen sitzen dahinter und können nun die Gemüsepflanzen in den geöffneten Schlitz setzen. Am Ende wird die Pflanze noch angedrückt und die Mulchschicht wieder geschlossen. Dank dieser neuen Maschine wird der Lagergemüseanbau von Kohl, Lauch, Sellerie und Kürbis im Mulch zu einem deutlich schnelleren und effizienteren Arbeitsschritt, der Boden bleibt für die ganze Anbausaison bedeckt und unsere Forschung an aufbauenden Methoden der Bodenpflege im Gemüsebau ist einen Schritt weiter.

Das Video zeigt den ersten Einsatz – mit noch nicht ganz optimalen Resultaten. Es gibt verschiedene Einstellungen zum feinjustieren, welche eben auch vom vorhandenen Mulchmaterial abhängen.

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Ein Gemüse-Waldgarten entsteht

Waldgarten (Mai 2016)

Ein neues Projekt… Nach drei Jahren des Ausprobierens und Experimentierens in meinem Abenteuerspielplatz “Wallhecke”, habe ich mich und wir uns an ein neues Projekt gewagt. Letztens Jahr haben wir – also vor allem ich, mit Unterstützung von Burkhard Kayser sowie unseren Gärtnern (und finanziell auch ein bisschen von unserer Tempelhof-Stiftung) – ein neues Pliot-Projekt angefangen. Waldgarten, etwas anders gedacht. Nämlich mehr als Gemüsegarten, als als (Beeren)Obst-Garten (in meiner Erfahrung liegt der Schwerpunkt in den Waldgarten-Projekte und -Ideen v.a. auf den Bäumen und Sträuchern, und erst deutlich später kommt die Gemüseschicht dran). D.h. bei uns liegt der Fokus auf einem “effizienten” Anbau interessanter Gemüsesorten – schliesslich haben wir hier am Schloss Tempelhof 150-250 Leute zu versorgen, und da muss der Anbau schon nach einem anderen Prinzip als dem Permakultur-Witz: “Suchst du noch oder findest du schon?” gelingen.

Nun habe ich ein neues Blog angefangen (neben diesem hier): http://der-essbare-waldgarten.de. Hier möchte ich nun regelmässig berichten – quasi als Logbuch, zum Festhalten von Dingen die mir auffallen, Fragen die ich mir stelle, Antworten die ich suche, aufzeigen was klappt, und was nicht funktioniert, … Gerne höre ich von anderen von ihren Erfahrungen, ihren Tipps, um so manches hier zu verbessern oder gar direkt richtig zu planen und umzusetzen – über die Nutzung der Kommentar-Funktion würde ich mich freuen.

Allerdings frage ich mich ob es a) dafür Interessenten (also: Leser) gibt; und b) ob ich es nicht in mein bestehendes Blog einfügen sollte. Ich bin da ein bisschen am Zögern – weil die Beiträge dann doch anderer Natur sind. Aber macht es Sinn zwei Blogs zu haben? Ich würde mich über ein Votum von euch freuen – was meint ihr?

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Doku: Holzhackschnitzel als Bodenaufbereiter und Bodenbedecker? Back to Eden.

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Gemeinhin sagt man, Holzgut sollte nicht im Gartenanbau verwendet werden, das es – als Kohlenstoff-reiches Material – bei der Kompostierung dem Boden Stickstoff entzieht. Jedoch: Es gibt einen Unterschied zwischen „in den Boden einarbeiten“ und „den Boden bedecken“. Gerade wenn das Holzhackschnitzelgut auch aus dünneren (und damit weniger Lignin-enthaltenen) Ästen und Laub besteht, kann das regelmässige Ausbringen auf den Garten (und den Acker) zu sehr gutem Erfolg führen. In der Doku „Back to Eden“ wird gezeigt wie erfolgreich damit die Bodenqualtät erhöht werden kann und die Düngungs- und Bewässerungsgaben reichlich reduziert oder sogar darauf ganz verzichtet werden können. Sehr interessant, wenn auch in der ganzen Länge etwas langatmig und dazu mit einem äusserst Bibel-festen Christen als Hauptprotagonisten. Aber die ersten 30 Minuten reichen auch um einen Eindruck davon zu kriegen wie erfolgsversprechend diese Methode ist.

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Vielfalt in unseren Gewächshäusern

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Wer sagt denn dass Vielfalt nur im Permakultur-Kleingarten umgesetzt werden kann? Unsere jungen Gärtner haben für mich sehr anschaulich und (bis jetzt) erfolgreich gezeigt, wie die Prinzipien die in der Theorie gelten und im Kleingarten angewandt werden, auch auf grosser Fläche und auch bei Effizienz-Denken eingesetzt werden können. Fast vollständige Bodenbedeckung, wertvolle Biomasse, leicht zu nutzender Mulch – zuerst lebend, später „tod“ durch umknicken oder rausrupfen und liegen lassen, anziehend wirkend für Insekten wenn blühend, die Durchwurzelung des Bodens fördernd, verschieden Nischen/Nutzungen/Nährstoffe/Horizonte ausnutzend, usw…

Für mich immer wieder die Frage: Wie kann die Permakultur, die nicht nur in Deutschland eher auf das Kleinräumige, auf das Gärtnern hinter’m Haus oder in der Stadt ausgerichtet ist, weil eben auch die Menschen, die sich für PK interessieren, von dort kommen… Wie kann also diese PK auch in grossen Stile angewandt werden? Einige wenige Beispiele gibt’s, meist haben die sich aber auf Bereiche spezialisiert. Bauernhöfe, die vielfältig und zugleich professionell produzieren, gibt es in Deutschland recht wenig. Oder kennt ihr andere Beispiele?! Bitte melden!

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Präsentation: 30 Jahre aktiver Humusaufbau. Friedrich Wenz

In vielen anderen Ländern schon fast Allgemeinwissen, so kämpft die pfluglose Bodenbearbeitung in Deutschland und generell in Europa noch mit 4-7.000 Jahren Geschichte. Denn dass der Boden gepflügt werden muss, das steckt in den Genen eines jeden Bauern. Um sich dagegen aufzulehnen, und das nicht mehr zu machen, was Vater, Grossvater, Urgrossvater (und so weiter) vor ihnen gemacht haben – nämlich zu pflügen – dazu gehört viel Kraft, Überwindung und Überzeugung, und auch das nötige Wissen. Friedrich Wenz, Pionier der pfluglosen Bearbeitung, zeigt wie’s funktioniert und worauf es ankommt.

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Doku: The Basics of Natural Farming (Englisch)


Jemand hat sich da ganz schön von Masonobu Fukuoka’s „One-Straw Revolution“ inspirieren lassen und arbeitet in einem grossen Garten auf diese Weise. Interessant.

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