Immer wieder spannend sich Gedanken über die Permakultur zu machen, und v.a. zu ergründen, was denn nun Permakultur ist. Ich für meinen Teil kann jedenfalls nicht behaupten, absolute Klarheit (für mich) darüber gewonnen zu haben. Es ist eher wie ein Destillat, welches mehrmalig erhitzt, immer mehr an Klarheit gewinnt. Und diese neuen Durchgänge des Erhitzens, des sich-Auseinandersetzens mit dem Thema, ist absolut spannend. Aus der letzten Auseinandersetzung mit dem Thema ging dann auch dieser Satz hervor:
„You don’t do permaculture. You use permaculture in what you do.“
– was so vielen Fragen widerspricht: „Du machst doch hier am Tempelhof die Permakultur?“ Ja. Aehm, moment, nein. Ich mache nicht, ich nutze die Methodik, die Prozesse, die Prinzipien, die Werkzeuge. Das eine vom anderen klar zu unterscheiden würde der Permakultur-Bewegung sicherlich helfen, an Klarheit zu gewinnen. Oder andersherum: Ich versuche immer wieder bei meinen Kursen oder Führungen zu erklären, dass man kaum sagen kann: „Dies ist ein Permakultur-Garten.“ Dies könnte ich nur beurteilen, wenn ich weiss wie der Entstehungsprozess von statten lief.



Die Bibel. Der Permakultur. Vom (PK-)Papst persönlich. Ja, ein Grundlagenwerk was seines gleichen sucht. Viel Theorie, aber sehr gut geschrieben, und mit vielen anschaulichen Bebilderungen. Das „Durchackern“ erinnert einen vielleicht an so manches Mal im Studium, wenn’s galt mal wieder für ein Examen zu pauken. Aber es steht wirklich unglaublich viel drin, und die vielen komplexen Themen sind doch verständlich und manchmal kompakt, oft ausführlich dargestellt und erklärt. Ein wirklich hervorragendes Buch, was sicher nicht nur ein Mal gelesen, sondern viele Mal konsultiert werden wird. Absolut empfehlenswert!