Spannende Erkenntnisse:
Pflanzen, die in Ökosystemen mit vielen verschiedenen Arten wachsen, können sich besser an Dürren anpassen, als Pflanzen in Monokulturen. Das ist ein zentrales Ergebnis im Rahmen des sogenannten Jena Experiments.
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Zürich hatte in dem Freilandversuch nördlich von Jena mehr als zehn Arten von Wiesenpflanzen im Sommer von Regen und anderen Niederschlägen abgeschirmt und sie so einem starken Trockenstress ausgesetzt. Die Forscher sammelten dann die Samen der dürregeplagten Pflanzen und zogen daraus eine neue Generation. Diese Nachkommen konnten mit neuerlichem Trockenstress deutlich besser umgehen, als eine Kontrollgruppe, deren Elternpflanzen keine Dürre erlebt hatten. Voraussetzung für diese Anpassung war aber, dass die Vorfahren die Trockenheit zusammen mit mindesten einer weiteren Art erlebt hatten, nicht in einer Monokultur.
Zudem konkurrierten die Nachfahren der in Mischkulturen gewachsenen Pflanzen weniger gegen andere Pflanzenspezies.
Hier der wissenschaftliche Artikel dazu.






Eigentlich ist es ein Thema, was uns nicht nur alle angeht, sondern für das wir uns ganz wesentlich interessieren sollten: Wie wird unsere Nahrung angebaut? Und: Mit welchen Folgen? Aber es scheint, als ob wir auf diesem Auge ziemlich blind sind, obwohl es genügend Lesestoff zu diesem Thema gibt. Susanne Dohrn’s Buch „Das Ende der Natur: Die Landwirtschaft und das stille Sterben vor unserer Haustür“ (Amazon, Buch7, Verlag) ist eine Erzählung fast schon leichten Stils, welches in die tiefen Abgründe unser »bäuerlichen Produktionsweise« (wie es uns die Bauern-Verbände und Großproduzenten so gerne verkaufen wollen) hinein blickt. Ja, leider, es ist dunkel darin, sehr dunkel. Weshalb das Cover auch so schwarz gehalten ist. Das ist leider die bittere Pille, die es dabei zu schlucken gilt: Es sind fast nur schlechte Nachrichten, die der Leser erhält. Selbst der kurze Blick im letzten Kapitel zu „Eine andere Landwirtschaft ist möglich“ klingt leider noch zu bedrückend und in die Vergangenheit guckend, als voraus und der Frage nachgehend, wie denn nun eine andere Form der Landwirtschaft aussehen könnte. Ansonsten ist das Buch eine teils persönliche geschriebene Erzählung, die den Leser durch die Jahreszeiten und Problemfelder unserer Lebensmittelproduktion führt. Sehr klar, anschaulich, manchmal für meinen Geschmack zu Detail-verliebt und sich in kleine Blümchen verlierend. Aber gleichzeitig ist der Blick auf diese gelb blühende Pflanze in der Wiese oder jene bunte (verschwindende) Mischung am Feldrand auch ein Wink, mit offenen Augen durch die Landschaft zu laufen. Und zu schauen, was denn noch als Farbtupfer in den Monokulturen zu erkennen ist – und was nicht mehr. Danke für das Wachrütteln und Klar machen, von dem, was da vor unseren Augen passiert, wofür wir als Konsumenten, auch mitverantwortlich sind. 





















