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Bundes-Bodenschutzgesetz, §17 – davon sind wir weit entfernt

Bundes-Bodenschutzgesetz, §17 – davon sind wir weit entfernt

Das erste Mal dass ich den »§17 Gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft« des Bundes-Bodenschutzgesetztes lese. Und schon irgendwie erschreckend, was da gesetzlich fest geschrieben ist und welche »gute fachliche Praxis« vorherrscht. Dass dies ein Problem ist, welches über die LandwirtInnen hinaus geht, weil die Gesellschaft (teilweise über Handel und Politik, (in)direkt über Konsument und Wähler) ja vorgibt, welche Art von Landwirtschaft sie sich gestaltet, ist klar.

    (1) Bei der landwirtschaftlichen Bodennutzung wird die Vorsorgepflicht nach § 7 durch die gute fachliche Praxis erfüllt. Die nach Landesrecht zuständigen landwirtschaftlichen Beratungsstellen sollen bei ihrer Beratungstätigkeit die Grundsätze der guten fachlichen Praxis nach Absatz 2 vermitteln.
    (2) Grundsätze der guten fachlichen Praxis der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind die nachhaltige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit des Bodens als natürlicher Ressource. Zu den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis gehört insbesondere, daß
    1. die Bodenbearbeitung unter Berücksichtigung der Witterung grundsätzlich standortangepaßt zu erfolgen hat,
    2. die Bodenstruktur erhalten oder verbessert wird,
    3. Bodenverdichtungen, insbesondere durch Berücksichtigung der Bodenart, Bodenfeuchtigkeit und des von den zur landwirtschaftlichen Bodennutzung eingesetzten Geräten verursachten Bodendrucks, so weit wie möglich vermieden werden,
    4. Bodenabträge durch eine standortangepaßte Nutzung, insbesondere durch Berücksichtigung der Hangneigung, der Wasser- und Windverhältnisse sowie der Bodenbedeckung, möglichst vermieden werden,
    5. die naturbetonten Strukturelemente der Feldflur, insbesondere Hecken, Feldgehölze, Feldraine und Ackerterrassen, die zum Schutz des Bodens notwendig sind, erhalten werden,
    6. die biologische Aktivität des Bodens durch entsprechende Fruchtfolgegestaltung erhalten oder gefördert wird und
    7. der standorttypische Humusgehalt des Bodens, insbesondere durch eine ausreichende Zufuhr an organischer Substanz oder durch Reduzierung der Bearbeitungsintensität erhalten wird.
    (3) Die Pflichten nach § 4 werden durch die Einhaltung der in § 3 Abs. 1 genannten Vorschriften erfüllt; enthalten diese keine Anforderungen an die Gefahrenabwehr und ergeben sich solche auch nicht aus den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis nach Absatz 2, so gelten die übrigen Bestimmungen dieses Gesetzes.
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Forstwirtschaft und Klimawandel als Treiber einer Waldkrise

Forstwirtschaft und Klimawandel als Treiber einer Waldkrise

Oder auch: Falsches Waldmanagement als Treiber des Klimawandels. Aus der Perspektive habe ich auf diese Präsentation von Pierre Ibisch »Forstwirtschaft und Klimawandel als Treiber einer Waldkrise« geschaut. Falsches Waldmanagement führt zu sich selbst verstärkenden Prozessen – Wärme/Hitze, Trockenheit, Humusabbau, abnehmende Wasserspeicherfähgikeit usw. – die dem Wald wiederum verstärkt zusetzt. Keine gute Situation!

Da braucht es wirklich eine starke Veränderung der Management-Maßnahmen!

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Boden-Infiltrationstest von Christoph Felgentreu und Sepp Hägler

Boden-Infiltrationstest von Christoph Felgentreu und Sepp Hägler

Immer wieder spannend und ein guter und einfach zu beobachtender Parameter: Der Infiltrations- oder Versickerungstest. Christoph Felgentreu und Sepp Hägler von der IG Gesunder Boden haben das auf den Felder von Sepp Hägler und irgendwo bei Nachbarn ausprobiert – und die Ergebnisse sind deutlich unterschiedlich.

Dieser Parameter sagt nicht nur etwas über den Boden aus – sondern ist tatsächlich ein wesentlicher Faktor bei Trockenheit und starken Niederschlägen. Ein Boden, der gut Wasser infiltrieren und speichern kann sorgt eben dafür, dass dieses Wasser nicht unten im Tal ankommt und dort zu Hochwasser führt. Das ist keine kleine Sache! Neben den anderen Vorteilen dies es mit sich bringt – dass eben dieses Wasser Pflanzenverfügbar gemacht wird oder ins Grundwasser sickern kann!

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Die 7. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ startet am 14.10.2021, mit 10 spannenden ReferentInnen

Die 7. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ startet am 14.10.2021, mit 10 spannenden ReferentInnen

Unsere 7. Webinar-Reihe geht startet am 14.10.2021.

Die Anforderungen an Landwirte im 21. Jahrhundert sind groß. Bodenfruchtbarkeit aufbauen, Ökosysteme regenerieren, Biodiversität erhöhen, Wasserhaushalte erhalten, gesunde und nahrhafte Lebensmittel erzeugen – und all dies ökonomisch rentabel. Um diese Herausforderung geht es in unserer Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Ab Mitte Oktober teilen 10 Praktiker in 10 Webinaren à 90 Minuten ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden. Durch die Interaktionsmöglichkeit bekommen diese wiederum direkt ihre Fragen vom Praktiker beantwortet. Die Themen der einzelnen Webinare sind vielfältig und reichen von grundlegenden Analysen der Zusammenhänge im Boden bis zu der konkreten Anwendung unterschiedlicher Praktiken einer aufbauenden Landwirtschaft.

Die 7. Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Co-Autor Die „Die Humusrevolution“, Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Die PraktikerInnen:

Mit Gernot Bodner, Franz Kriechenbauer, Thorsten Lange und Hubert Stark („Humus Bewegung“) sind auch dieses Mal wieder Hochkaräter für Innovationskraft und Wissen im regenerativen, aufbauenden Ackerbau dabei. Mit Martin Grassberger (Autor von „Das leise Sterben“), Michael Weiß und Ronald Linder betrachten wir die Welt des Boden-, Pflanzen- und des menschlichen Mikrobioms. Vivian Glover referiert zum Marktgarten-System. Armin Meitzler und Manfred Kränzer stellen ihre Projekte von genossenschaftlichen Vermarktungsorganisationen vor – für mehr Unabhängigkeit der Landwirte – und Tobias Bandel gibt einen Einblick in die Welt des Finanzmarktes und wie dieser den Landwirten helfen kann.

Das Format:

  • Die Webinar-Reihe besteht aus 10 Folgen. Jedes Webinar ist ca. 90 Minuten lang – 30 Minuten davon sind reserviert für Fragen der Teilnehmenden.
  • Die Webinar-Reihe beginnt am 14.10.2021, dann im wöchentlichen Rhythmus, immer donnerstags um 19:30 Uhr.
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 79,90 / 99,90 / 129,90 € gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Webinare.
  • Mengenrabatte für Institutionen sind auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Bodenversiegelung: Leben und Sterben unter dem Asphalt

Bodenversiegelung: Leben und Sterben unter dem Asphalt

Spannender Artikel/Podcast: Wird der Lebensraum von Bienen, Eisbären oder Nashörnern vernichtet, ist die Empörung groß. Doch die Grundlage für die Vielfalt über Tage ist jene im Untergrund. Täglich werden unzählige Bodenlebewesen unter Asphalt, Beton und Pflastersteinen begraben. Welche Folgen das hat, ist nur wenigen klar.

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Artikel: Mehr Wälder in Europa könnten für mehr Niederschläge sorgen

Artikel: Mehr Wälder in Europa könnten für mehr Niederschläge sorgen

Aufforstungen könnten einer Studie zufolge in großen Teilen Europas die Niederschlagsmengen erhöhen und so manche Folgen des Klimawandels dämpfen. Vor allem gegen Sommerdürren könne dies vorbeugen, berichten Forschende um Ronny Meier von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) nach der statistischen Auswertung von Wetterdaten in der Zeitschrift „Nature Geoscience“. Aufforstungen könnten die Regenmengen demnach im Sommer um durchschnittlich 7,6 Prozent steigern – das entspräche 0,13 Millimetern pro Tag.

Allerdings müssten dafür, so meine Meinung, die Wälder gehörig schnell und umfassend umgebaut werden – statt Fichtenforste, die ja eh schon allenthalben absterben, braucht es vielfältige Dauerwälder, die den Boden aufbauen und für eine entsprechende Wasserinflitration und -speicherfähigkeit sorgen.

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Artikel: Bedeckt die Böden! in der aktuellen Ausgabe von Ökologie & Landbau

Artikel: Bedeckt die Böden! in der aktuellen Ausgabe von Ökologie & Landbau

Das Thema »Vegetation, Böden, Wasser & Klima« fasziniert mich ja sehr zur Zeit – siehe meinen Vortrag dazu. Grundlage dafür ist ein wissenschaftlich formulierter Bericht für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), welcher demnächst raus kommt. In einer stark verkürzten und vereinfachten Version ist das Thema nun in der aktuellen »Ökologie & Landbau« veröffentlicht worden.

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Luftfeuchtigkeit ist der Schlüssel zum Baumwachstum

Luftfeuchtigkeit ist der Schlüssel zum Baumwachstum

Man würde meinen, dass Bäume tagsüber wachsen. Weit gefehlt: Bäume wachsen nachts und interessanterweise auch nur an vergleichsweise wenigen Tagen im Jahr.

In meiner derzeitigen Beschäftigung mit dem Thema »Mit Pflanzen, Böden und Wasser arbeiten, um das Klima zu kühlen und die kleinen Wasserkreisläufe wieder zu schließen«, finde ich folgende Aussagen spannend:

»Das Forscherteam kam zum Schluss, dass die Luftfeuchtigkeit eine Schlüsselrolle spielt, da sie das Wachstum hauptsächlich in der Nacht ermöglicht. In ihrer Studie schränkte ein hohes VPD (trockene Luft) tagsüber das Dickenwachstum stark ein, ausser am frühen Morgen. „Die grösste Überraschung für uns war, dass die Bäume sogar in mässig trockenen Böden wuchsen, sofern die Luft ausreichend feucht war. Umgekehrt blieb das Wachstum sehr gering, obwohl der Boden feucht, zeitgleich die Luft aber trocken war“, erinnert sich Roman Zweifel, der Studienleiter von der WSL.

Sobald die Luft trockener wird, verlieren die Bäume vorübergehend mehr Wasser durch Transpiration, als sie über ihre Wurzeln aufnehmen können. Der gesamte Baum gerät unter Spannung, das Stammwasserpotenzial sinkt, und sein Wachstum stoppt, unabhängig von der Verfügbarkeit von Kohlenhydraten. „Mit anderen Worten: Bäume hören auf zu wachsen, bevor die Photosynthese gehemmt wird“, fasst Roman Zweifel zusammen. Das könnte zum Beispiel erklären, warum Bäume in trockeneren Umgebungen zwar noch Kohlenhydrate speichern, aber kaum noch wachsen.«

Quelle

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Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Wie kann Humus in der Landwirtschaft aufgebaut werden? Wie viel ist wirklich möglich? Was ist mehr Wunschdenken als Realität? Wo steht die Wissenschaft gerade mit ihren Erkenntnissen, gerade auch in Zeiten des Klimawandels?

Ein interessanter Vortrag von Martin Wiesmeier zu dem Thema, mit vielen Aspekten rund um das Thema Humus. Und die schlechte Nachricht vorweg: Es wird schwierig werden! Ja, es gibt einige (bekannte) Methoden für den Humusaufbau. Gleichzeitig werden diese Maßnahmen nicht (wirklich und ausreichend) gefördert; und dann kommt noch der Klimawandel dazu mit höheren Temperaturen, was die Sache noch schwieriger macht. Unter diesen Bedingungen können wir froh sein, wenn wir den Humusgehalt stabilisieren.

Aber: Landwirte zeigen dass es anders geht, weswegen ich da etwas optimistisch bleibe. Michael Reber z.B., hier um die Ecke wohnend, mit dem ich immer wieder in Kontakt bin, hat 1 prozentige Zuwachsraten, oder 0,1-0,15 Prozentpunkte, jährlich, über drei (sehr trockene) Jahre, was einer Tonne Kohlenstoff pro Hektar und Jahr entspricht. Das ist doch mal ein Wort – auch wenn da viele »Abers« und »Unds« dabei sind und bleiben.

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Ludwig Pertl mit dem Deutschen Waldpreis Kategorie »Nachhaltigkeit« ausgezeichnet

Ludwig Pertl mit dem Deutschen Waldpreis Kategorie »Nachhaltigkeit« ausgezeichnet

Ludwig Pertl hat am Montag den Deutschen Waldpreis in der Sonderkategorie »Nachhaltigkeit« gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, das freut mich sehr. Ludwig ist bei uns in der laufenden Webinar-Reihe dabei und kommt auch zum Symposium »Aufbauende Landwirtschaft« Ende Januar 2022.

Ich habe ihn und ein Paar seiner Projekte am Montag besucht. Sehr faszinierend. Wie verwandel ich Fichtenforste in vielfältige Dauerwälder? Zentraler Ansatzpunkt für ihn der Boden bzw. Bodenaufbau. Dafür braucht es Dienstleister, die im Fichtenforst schon mal anfangen, Fuß zu fassen (siehe Foto), und schnell wachsen können, wenn die Fichten weg sind. Und natürlich Vielfalt, mit einer großen Zahl standort-angepasster Arten.

Ludwig Pertl war von 1977 bis 2017 als Revierförster in Kaufering am Lech tätig wo er nadelholzreiche Wälder in zukunftsfähige, angepasste, laubholzreiche Dauerwälder transformierte. Besonders liegt ihm der Waldboden am Herzen, nach dem Motto: »Ohne einen gesunden Boden gibt es auch keinen gesunden Wald«. Seit 2017 ist Kaufering der Deutsche Partner beim EU-Projekt Links4Soils im Rahmen der europäischen territorialen Zusammenarbeit (INTERREG), für dessen Management Ludwig Pertl mitverantwortlich ist. Gegenwärtig ist er am Folgeprojekt Life Future Forest beteiligt, um die Projektziele vollständig zu realisieren. Er gewann 2021 den »Deutschen Waldpreis« in der Sonderkategorie »Naturschutz«.

 

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Präsentation: Sarah Wiener // Wege zu einer nachhaltigen Ernährung // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Präsentation: Sarah Wiener // Wege zu einer nachhaltigen Ernährung // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Ein Vortrag von Sarah Wiener zum Thema »Gesunder Boden – Gesunde Menschen – Wege zu einer nachhaltigen Ernährung«.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft.

Sarah Wiener wuchs in Wien auf und wanderte in den 1980er-Jahren nach Berlin aus, wo sie als Köchin, Autorin und Unternehmerin erfolgreich ist. Einem breiteren Publikum wurde sie durch zahlreiche Serien, etwa „Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener“ auf dem Kultursender Arte, bekannt. Seit 2019 ist sie EU-Abgeordnete. Ihre Schwerpunkte liegen auf gesunder Ernährung und Landwirtschaft. 2007 gründete sie die Sarah Wiener Stiftung, mit der sie sich für gesunde Ernährungsgewohnheiten bei Kindern und Jugendlichen einsetzt. Sie engagiert sich zudem seit 2011 als deutschen Botschafterinnen der UN-Dekade für Biologische Vielfalt. Seit 2013 ist sie Patin der Kampagne „Rettet unsere Böden“. 2013 wurde Wiener vom französischen Botschafter als Ritter des Ordre national du Mérite ausgezeichnet

http://aufbauende-landwirtschaft.de/
http://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/

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Artikel in der taz von mir: Fliegende Flüsse

Artikel in der taz von mir: Fliegende Flüsse

Mein »neues« Thema dreht sich ja um »Vegetation, Böden, Wasser und Klima«: Können wir mit mehr Vegetation (Zwischenfrüchte, Untersaaten, Agroforstwirtschaft, Waldumbau) und Bodenaufbau (angepasste ackerbauliche Tätigkeiten, Mobgrazing) mehr Wasser verdunsten, was zum einen den Wasserkreislauf fördert und zum anderen das Klima kühlt?

In der taz ist dazu ein Artikel von mir erschienen.

Demnächst auch ein wissenschaftlicher Artikel von mir dazu, publiziert von UNEP.

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Artikel: Ein Großteil der Pestizide töten oder schädigen Bodenlebewesen

Artikel: Ein Großteil der Pestizide töten oder schädigen Bodenlebewesen

In einer neuen Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Pestizide in 71 % der untersuchten Fälle wirbellose Bodenlebewesen wie Regenwürmer, Ameisen, Käfer und bodenbrütende Bienen töten oder schädigen. So wurden 84 % der getesteten Parameter bei Regenwürmern durch die gängigsten Insektizidklassen negativ beeinflusst. Auch einige Herbizide und Fungizide schadeten den Regenwürmern.

Die Analyse warnte davor, dass Bodenorganismen bei der Bewertung der Umweltauswirkungen von Pestiziden selten berücksichtigt werden. Die USA beispielsweise testen Chemikalien nur an Honigbienen, die möglicherweise nie mit dem Boden in Berührung kommen – ein Ansatz, der als „verrückt“ bezeichnet wird. (In Europa sieht’s nur wenig besser aus.)

Es zeigt sich auch, dass Fungizide für Bodentiere fast so schlecht sind wie Insektizide. Das ist nicht verwunderlich, denn Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und Springschwänze ernähren sich größtenteils von Pilzen auf verrottendem Pflanzenmaterial.

Posted by Stefan in Landwirtschaft, Natur, Pilze, Tiere, Wirtschaft, 0 comments
Doku: Mykorrhiza. Mit Pilzen den Boden verbessern

Doku: Mykorrhiza. Mit Pilzen den Boden verbessern

Zwei meiner »Favorites« zusammen, beim BR: Sepp Hägler und Christoph Felgentreu zum Thema »Mykorrhiza«: »Auch wenn man sie mit bloßem Auge nicht sieht, sind Bodenpilze sehr nützlich: Mykorrhiza-Pilze sorgen für mehr Wachstum ohne zusätzlichen Dünger. Wie das möglich ist, untersuchen Wissenschaftler der TU München. Einige Landwirte sammeln schon Praxis-Erfahrungen – sie nutzen die Pilze auf dem Acker.«

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Am 8.6.2021 in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“: Stefan Schwarzer – »Wasser pflanzen. Mit der Natur arbeiten, um das Klima durch Pflanzen, Böden und Wasser positiv zu verändern«

Am 8.6.2021 in der 6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“: Stefan Schwarzer – »Wasser pflanzen. Mit der Natur arbeiten, um das Klima durch Pflanzen, Böden und Wasser positiv zu verändern«

Morgen geht es los in unserer 6. Webinar-Reihe zur aufbauenden Landwirtschaft: Stefan Schwarzer berichtet, welche Rolle Vegetation und Böden spielen, um den kleinen Wasserkreislauf zu re-aktivieren und das Klima zu kühlen (um nur ein paar Effekte zu nennen).

Schwerpunkt-Thema dieser Reihe: »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer Sommer Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Die bisherigen Regenmengen konnten nur unzureichend die Wasservorräte in unseren Böden wieder auffüllen. Steigende Temperaturen, Dürren und Frühjahrstrockenheiten setzen den Landwirten zu. Gleichzeitig verstärken unangemessene Bewirtschaftunsgsweisen diese Effekte.

Doch es gibt Ansätze und Methoden, um die daraus entstehenden Folgen abzumildern und zu verhindern. Dabei spielen neben einem humusreichen Boden Pflanzen eine überaus wichtige Rolle. Denn mehr Pflanzen bedeutet kühlere Temperaturen und mehr Regen. Die Themen sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung welche Bedeutung Pflanzen und Boden für die kleinen Wasserkreisläufe hat, über SEKEM – Wasser & Vegetation in der Wüste – zu praktischen Methoden in der Landwirtschaft, wie Mulchsysteme, Agroforstwirtschaft, angepasstes Bodenmanagement sowie Erfahrungen aus der Forstwirtschaft.

Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Das Format:

  • Die Webinar-Reihe besteht aus 7 Folgen. Jedes Webinar ist ca. 90 Minuten lang – 30 Minuten davon sind reserviert für Fragen der Teilnehmenden.
  • Die Webinar-Reihe beginnt am 08.06.2021 mit dem ersten Webinar, dann ab dem 10.06.2021 im wöchentlichen Rhythmus, immer donnerstags um 19:30 Uhr.
  • Neu: Wir bieten im Anschluss an jedes Webinar einen »digitalen Stammtisch« zum gemeinsamen Austausch an.
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 59,90 € gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Webinare.
  • Mengenrabatte für Institutionen sind auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Präsentation: Florian Röttger // Mit der Umstellung auf Direktsaat Erträge sichern und Biologie fördern // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Präsentation: Florian Röttger // Mit der Umstellung auf Direktsaat Erträge sichern und Biologie fördern // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Ein Vortrag von Florian Röttger zum Thema »Mit der Umstellung auf Direktsaat Erträge sichern und Biologie fördern«.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft.

Florian Röttger ist Betriebsleiter auf dem elterlichen Hof mit Schwerpunkt Sauenhaltung mit Ferkelaufzucht und Ackerbau. Seit 2015 arbeitet der Hof pfluglos; seit langer Zeit schon mit Sommer- und Winterzwischenfrüchten. 2019 erfolgte der Einstieg in die Direktsaat. Die Ferkelproduktion ist fast komplett ohne Antibiotika. Hintergrund ist der Wunsch, den Betrieb wieder in einen Kreislauf zu bringen, und möglichst viel eigenes Getreide/Eiweißfutter für die Sauen mit möglichst wenig Chemie zu erzeugen, um die Gesundheit im Betrieb und die Leistung der Tiere zu verbessern. Gleichzeitig soll der Ertrag, gerade in Trockenjahren, stabilisiert werden.

http://aufbauende-landwirtschaft.de/
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https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/

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