Was wissen wir über diese faszinierende Welt der Insekten? Eine Biene von einer Wespe können wir noch unterscheiden. Aber dann geht’s schnell den Bach hinunter, mit den Hunderten von Wildbienen, tausenden von Käfern und zigtausenden von Schmetterlingen. Eine wahrlich faszinierende Welt ist das eigentlich. Keine Tiergruppe hat sich so erfolgreich verbreiten können, wie diese »Ur«Tiere.
»Heutzutage sind von den etwa 1.5 Millionen bekannten Pflanzen- und Tierarten 1.2 Millionen Arthropoden [Gliederfüßer], von denen wiederum eine Million Insekten sind und von diesen wiederum etwa 800.000 Käfer, Fliegen, Falter oder Wespen.«
Dave Goulson, britischer Insektenforscher mit (schönem) Hang zu (viel) Humor, hat sich in der Mitte Frankreich einen alten, verlassenen Hof gekauft, und nimmt die großen Wiesen drumherum zum Anlass seiner Untersuchungen und Erzählungen. In seinem Buch »Das Summen in der Wiese: Das geheime Leben der Insekten« (Amazon, Buch7) führt er den Leser auf humorvolle und spannende Weise mit in das faszinierende Leben dieser Tiere. Wahrlich, es gibt viel zu entdecken! Ob das Leben als Raupe, viele Jahre lang, um dann nur ein paar Tage in der Luft zu schweben, mit dem einzigen (?) Ziel, einen Partner/in zu finden zur Vermehrung… Oder das seltsame (?) Paarungsverhalten von Libellen… Die Brautsuche von Holz-fressenden Käfern… Spannender Stoff, unterhaltsam erzählt. Eine wunderbare Urlaubslektüre, in der Hängematte in der Wiese, von Schmetterlingen und Käfern umgeben!
PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.


Vielleicht bin ich durch meine Arbeit etwas voreingenommen. Aber dass das Thema »Boden« meiner Ansicht nach ein besonders »heißes« Thema ist, sollte durch mein Buch, diverse Artikel in meinem Blog, das von mir organisierte Symposium usw. ziemlich bekannt sein. Um so mehr freue ich mich, wenn dieses Thema auch größer aufgezogen und dargestellt wird. Mit dem Buch »Rettet den Boden! Warum wir um das Leben unter unseren Füßen kämpfen müssen« (Amazon, Buch7) von Florian Schwinn erscheint dieses Thema weiter gefasst für das (wohl eher) städtische Publikum. Interessant fand ich diverse Reaktionen in landwirtschaftlichen Facebook-Foren, die diesen »Spinner« und »Städter«, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, eben ziemlich herunter gezogen haben. Entsprechend habe ich versucht, dieses Buch auch aus den Augen eines Landwirts zu lesen, und muss sagen dass ich dies als nicht zu aufregend empfunden habe. Klar zetert er gegen große Maschinen, und schwenkt in der Mitte des Buches auch etwas aus in Richtung »Kühe« und »Massentierhaltung«, was ich als für das Thema weniger passend und mehr als Füllmaterial gesehen habe. Aber der erste Teil des Buches mit seiner persönlichen Auseinandersetzung mit Garten- und Ackerboden, und der vierte Teil mit schon bestehenden Lösungsansätzen, bei denen er z.B. Sepp Hägler, Sepp Braun und Johannes Storch besucht (alle drei waren auf meinem Symposium gewesen) sind gut recherchiert, verständlich beschrieben und zeigen Problematik und neue Wege gut auf. Ein guter, lesenswerter Beitrag zur Zukunft der Landwirtschaft (und damit unserer Gesellschaft).












