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Artikel: Herausforderungen für das Wachstum des Elektrofahrzeugmarktes. Stefan Schwarzer. UNEP

Artikel: Herausforderungen für das Wachstum des Elektrofahrzeugmarktes. Stefan Schwarzer. UNEP

Für UNEP habe ich einen Artikel über die Herausforderungen für das Wachstum des Elektrofahrzeugmarktes geschrieben, v.a. im Hinblick auf Umweltprobleme in Bezug auf die Batterien. Weil das ist der weitaus größte Baustein bzw. Problemfaktor. Neben der oftmals problematischen Gewinnung der Mineralien wie Cobalt, Lithium und seltenen Erden, der Produktion, welche große Mengen an Energie benötigt, ist v.a. das Recycling die größte Herausforderung. Es gibt derzeit teils wenig Interesse an der Rückgewinnung, da die Kosten zu hoch liegen. Jeder Batteriehersteller produziert seine eigenen Kompositionen, was das Recycling erschwert. Und aus der Politik gibt viel zu wenig Vorgaben. Also: Damit Elektro-Autos zu einer wirklichen »grünen« Alternative werden, braucht es noch eine Herkulesarbeit bei der Gewinnung der Rohstoffe, der Produktion der Batterien und Motoren, bei der Nutzung des Strommixes (nur »grüner« Strom!) und dem Recycling der Batterien.

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Artikel: Potenziale der Kohlenstoffspeicherung im Boden. Stefan Schwarzer

Ich habe einen Artikel für UNEP geschrieben zum Kohlenstoff-Sequestrierungs-Potential von Böden: »Der Beitrag des Bodens zum Klimawandel durch die Oxidation von Bodenkohlenstoff ist von ernst zu nehemender Bedeutung. Allerdings können Böden – und damit die Landwirtschaft – eine wichtige Rolle bei der Abschwächung des Klimawandels spielen. Durch verschiedene landwirtschaftliche Praktiken könnten wir dazu beitragen, große Mengen an Kohlendioxid aus der Luft im Boden zu speichern und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit, die Pflanzengesundheit und ganze Ökosysteme zu regenerieren. Dies ist eine Win- Win-Lösung, die mehrere Vorteile bietet und eine hohe Aufmerksamkeit verdient.«

Ziemlich lange Recherche, viele sehr interessante Quellen integriert, meiner Meinung nach gute Zusammenfassung der derzeitig bekannten Möglichkeiten. Hier ist das Original in Englisch, hier die (inoffizielle) Übersetzung ins Deutsche.

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Artikel: Alternatives for the use of glyphosate. Stefan Schwarzer

Ich habe für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), für die ich seit bald 19 Jahren arbeite, einen Artikel zu „Alternativen zu Glyphosat“ geschrieben. Jenen, die in der regenerativen Landwirtschaft unterwegs sind, werden die dort vorgestellten Methoden nichts Neues sein. Aber leider ist ein großer Teil der Bauern wie auch der Entscheidungsträger immer noch auf einem Wissensstand, der nicht aktuell ist. In diesem Artikel werden nun diese Methoden vorgestellt mit einer großen Zahl an wissenschaftlichen Referenzen entsprechend hinterlegt. Denn in der Wissenschaft hat sich in den letzten Jahre auch einiges getan, so dass der Erfolg vielen »neuer« Methoden auch einigermassen aussagekräftige mit Zahlen belegt werden können. [Was halt im wissenschaftlichen Kontext mit (un)kontrollierbaren Rahmenbedingungen möglich ist.]

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Uno-Bericht: Erdtemperatur könnte um drei Grad steigen

Nicht überraschend und noch sicher konservativ gerechnet: „Die Ziele des Klimaabkommens von Paris werden bei Weitem nicht erreicht, wenn alle Länder so weitermachen wie bisher. Selbst bei Einhaltung aller bisher vorgelegten Klimaschutzzusagen wird sich die Erdtemperatur laut Uno-Umweltprogramm (Unep) bis Ende des Jahrhunderts um mindestens drei Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung erhöhen.“ Sagt der neue UNEP-Bericht.
„Viele Wissenschaftler warnen schon bei plus 1,5 Grad bis Ende des Jahrhunderts vor für die Menschheit kaum tragbaren Folgen: Schmelzen der Eiskappen, Anstieg der Meeresspiegel, mehr Wetterextreme. … 80 bis 90 Prozent der weltweiten Kohlereserven müssen im Boden bleiben, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen.“
Spiegel.de

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Infos zu internationalen Umweltdaten

Bei mehreren Gesprächen in den letzten Wochen kamen mir und den Gesprächspartnern der Gedanke/Wunsch/Bitte auf, euch allen ein paar Zeilen zu schreiben um euch eine evtl. interessante Quelle an Informationen zugänglich zu machen. Dabei handelt es sich um internationale Umweltdaten – Zugang zu “raw data” sowie zu Datenvisualisierungen. Teil meiner Arbeit.

Also, da wäre z.B. das Umweltdatenportal der Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (Environmental Data Explorer of the United Nations Environment Programe), hier zu finden: http://ede.grid.unep.ch. Dort gibt es, gesammelt von über 50 verschiedenen Quellen (Weltbank, FAO, WWF, …), über 600 Datensätze zu Bereichen wie Bevölkerungsentwicklung, Abholzung, Wassernutzung, CO2-Emissionen, Ackerflächen, usw… Da kann man dan Grafiken oder Karten in diesem Stile generieren:

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Dort auch einige Poster, allerdings nicht mehr ganz up-to-date: http://ede.grid.unep.ch/extras/posters.php. (Diese sind z.T. selbst oder als Ideen in zwei Publikationen von Yann Arthus-Bertrand eingeflossen, z.B: Home)

Daraus ergab sich dann später noch eine wunderbare kleine, übersichtlich und leicht verständliche Publikation, die wir für Rio+20 vorbereitet hatten: “Keeping Track of Our Changing Environment” – gut zu verwenden für jedwede Präsentation auch im Permakultur-Bereich:

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Und für denjenigen der noch tiefer einsteigen wollen: Wir haben eine Publikation über Globale Umweltziele lanciert, die jetzt auch als Online-interaktive-Variante zur Verfügung steht – auch hier wieder viele Daten, die mit existierenden Umweltzielen und den zukünftigen Sustainable Development Goals in Verbindung gebracht werden.

Und noch was visuelleres: One Planet, Many People. Vergleiche der Umweltveränderungen mit Hilfe von Satellitenbildern: http://na.unep.net/atlas/onePlanetManyPeople/book.php. Auch als GoogleEarth Ebene verfügbar, auch online interaktiv, und als Buch.

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So, das reicht erst einmal.

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Permakultur auf Bauernhofgrösse ?

Laguna Blanca

Hallo,

aufgrund meines eigenen Interesses an dem „Zusammenschluss“ von Permakultur und Landwirtschaft arbeite ich seit einiger Zeit an einem Artikel, einer Art Metastudie, die beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen Anfang nächsten Jahres publiziert werden soll.

Nun bin ich bei meinen Recherchen in den letzten Monaten auf sehr wenig Beispiele gestossen, die zeigen wie PK & LW auf Höfen mit mehreren Dutzend Hektaren funktionieren soll. Es scheint mir eher so zu sein dass dem Begriff PK die „Kleinräumigkeit“ innewohnt, und damit eine (sinngemässe) Anwendung in grösserem Stile quasi unmöglich ist.

Ich möchte auch nicht vom Standpunkt „wenn der Preis des Erdöls in den nächsten Jahren dramatisch ansteigt“ argumentieren.

Was momentan für mich summa summarum übrig bleibt ist dass PK auf kleiner Fläche, also v.a. Dingen als Subsistenzwirtschaft (v.a. in Afrika, und in anderen Kontinenten) eine optimale, relativ leicht umzusetzende und langfristige („permament“ und „sustainable“) Lösung ist. Dass sich aber in Europa/Nordamerika (und anderen „entwickelten“/industriellen Landwirtschaften) die darunter liegende Struktur ändern muss, sei es nun dass es keine Subventionen mehr für die Grösse(n) gibt, dass mehr Menschen (wieder) mithelfen müssen, dass mehr regional ver- und gekauft werden muss, usw…. bevor PK und LW zusammen Sinn machen, ist für mich fast die Schlussfolgerung meiner Suche.

Leicht ketzerisch gefragt: Stimmt das? Oder kennt ihr andere Beispiele (denn es gibt ja ein paar wenige (Bauern) die sich auf den Weg gemacht haben)? Oder sehe ich das alles zu engstirnig?

Liebe Grüsse und vielen Dank für Eure Tipps, Meinungen, Erfahrungen und Ansichten,

Stefan

PS: Der Artikel bewegt sich momentan eher weg von der „PK und LW“ hin zu „Kleine Farmen und Nachhaltige LW“, und damit findet auch eine Veränderung des geografischen Fokus‘ statt: weg von Europa/USA und der Problematik der grossen, industriellen Bauernhofwirtschaft, hinzu den „kleinen“ Lösungen in Entwicklungsländern. Und diese Verlagerung des Themas finde ich gerade ziemlich ärgerlich, weil ich wirklich der Meinung bin dass „unsere“ Bewirtschaftungsmethoden in Europa/USA so ein riesig grosses Problem sind und zugleich doch Erfolg versprechende Lösungen recht „leicht“ umzusetzen wären.

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Growing Greenhouse Gas Emissions Due to Meat Production (Englisch)

Figure 1

Both intensive (industrial) and non-intensive (traditional) forms of meat production result in the release of significant amounts of greenhouse gases (GHGs). As meat supply and consumption increase around the world, more sustainable food systems must be encouraged.

Why is this issue important?

For many thousands of years, mankind has lived in close proximity with numerous animal species, providing them with food and shelter in exchange for their domestic use and for products such as meat and milk, feathers, wool and leather. As the economy in some (mostly western) countries slowly grew, industrial style agriculture replaced traditional small-scale farming. Pasturage and use of animal manure as fertilizer was abandoned. The increasing efficiency of industrial agriculture has led to reduced prices for many of our daily products. It helped to reliably nourish large populations, and turned a food that was an occasional meal—meat—into an affordable, every-day product for many (Figure 1).

Figure 1: Growth of population and meat supply, indexed 1961=100 (FAO 2012a, UN 2012)

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However, the true costs of industrial agriculture, and specifically „cheap meat“, have become more and more evident. Today, „the livestock sector emerges as one of the top two or three most significant contributors to the most serious environmental problems“ (Steinfeld et al. 2006). This includes stresses such as deforestation, desertification, „excretion of polluting nutrients, overuse of freshwater, inefficient use of energy, diverting food for use as feed and emission of GHGs“ (Janzen 2011). Perhaps the most worrisome impact of industrial meat production, analyzed and discussed in many scientific publications in recent years, is the role of livestock in climate change. The raising of livestock results in the emission of methane (CH4) from enteric fermentation1 and nitrous oxide (N2O) from excreted nitrogen, as well as from chemical nitrogenous (N) fertilizers used to produce the feed for the many animals often packed into „landless“ Concentrated Animal Feeding Operations (CAFOs) (Lesschen et al. 2011, Herrero et al 2011, O’Mara 2011, Janzen 2011, Reay et al. 2012).

What are the findings?

Meat Supply

Meat supply varies enormously from region to region, and large differences are visible within regions (Figures 2-4). The USA leads by far with over 322 grams of meat2 per person per day (120 kg per year), with Australia and New Zealand close behind. Europeans consume slightly more than 200 grams of meat (76 kg per year); almost as much as do South Americans (especially in Argentina, Brazil and Venezuela). Although Asia’s meat consumption is only 25 per cent of the U.S. average (84 grams per day, 31 kg per year), there are large differences, for example, between the two most populous countries: China consumes 160 grams per day, India only 12 grams per day. The average meat consumption globally is 115 grams per day (42 kg per year).

Figure 2

Figure 2: Meat supply around the world (kg/capita/year) (FAO 2012a)

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Figure 3

Figure 3: Meat supply (g/capita/day and tonnes) for selected countries/regions (FAO 2012a)

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Over the past few decades, meat supply has grown in most of the world’s regions (Figure 4), with Europe being the main exception. The growth in per capita consumption is strongly linked to increasing levels of income in many countries of the world (Figure 5). Higher incomes translate into demand for more valued, higher protein nutrition (Delgado et al. 1999). The effect of increased income on diets is greatest among lower- and middle-income populations (WRI 2005). One of the fastest growing meat consuming regions is Asia, particularly China. Total meat consumption has increased 30-fold since 1961 in Asia, and by 165 per cent since 1990 in China. Per capita meat consumption has grown by a factor of 15 since 1961 in Asia and by 130 per cent since 1990 in China (FAO 2012a).

Figure 4

Figure 4: Trends in meat supply for selected countries/regions between 1961 and 2009 (FAO 2012a)

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Figure 5

Figure 5: Per capita income versus meat consumption (FAO 2012a, World Bank 2012)

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Not only has per capita consumption grown, but there are also millions more consumers of meat. The global human population grew from around 5 billion in 1987 to 7 billion in 2011, and is expected to reach 9 billion people in 2050. Thus, the total amount of meat produced climbed from 70 million tonnes in 1961 to 160 million tonnes in 1987 to 278 million tonnes in 2009 (FAO 2012a), an increase of 300 per cent in 50 years (Figure 1). The FAO (Steinfeld et al. 2006) expects that global meat consumption will rise to 460 million tonnes in 2050, a further increase of 65 per cent within the next 40 years.

Photo 2: Kurman Communications, Inc/Flickr.com

The role of (animal) agriculture in climate change

Agriculture, through meat production, is one of the main contributors to the emission of greenhouse gases (GHGs) and thus has a potential impact on climate change. Estimates of the total emissions from agriculture differ according to the system boundaries used for calculations. Most studies attribute 10-35 per cent of all global GHG emissions to agriculture (Denman et al. 2007, EPA 2006, McMichael 2007, Stern 2006). Large differences are mainly based on the exclusion or inclusion of emissions due to deforestation and land use change.

Recent estimates concerning animal agriculture’s share of total global GHG emissions range mainly between 10-25 per cent (Steinfeld et al. 2006, Fiala 2008, UNEP 2009, Gill et al. 2010, Barclay 2012), where again the higher figure includes the effects of deforestation and other land use changes and the lower one does not. According to Steinfeld et al. (2006) and McMichael et al. (2007), emissions from livestock constitute nearly 80 per cent of all agricultural emissions.

Types of emissions

In contrast to general trends of GHG emissions, carbon dioxide (CO2) is only a small component of emissions in animal agriculture. The largest share of GHG emissions is from two other gases: methane (CH4) and nitrous oxide (N2O). These are not only emitted in large quantities, but are also potent greenhouse gases, with a global warming potential (GWP3) of 25 using a 100-year timeframe for methane and a GWP of 296 for N2O.

Globally, about 9 per cent of emissions in the entire agricultural sector consist of CO2, 35-45 per cent of methane and 45-55 per cent of nitrous
oxide (WRI 2005, McMichael et al. 2007, IPCC 2007) (Figure 6).

Figure 6

Figure 6: GHG emissions from agriculture (WRI 2005)

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The main sources of CH4 are the enteric fermentation of ruminants and releases from stored manure, which also emits N2O. The application of manure as well as N fertilizers to agricultural land increases emissions of N2O. Furthermore, N2O as well as CO2 are released during production of chemical N fertilizers. Some CO2 is also produced on farms from fossil fuels and energy usage and, as some authors highlight, by the exhalation of animals, which is generally not taken into account (Goodland and Anhang 2009, Herrero et al. 2011). Additionally, deforestation and conversion of grassland into agricultural land release considerable quantities of CO2 and N2O into the atmosphere, as the soil decomposes carbon-rich humus (FAO 2010). In Europe (the EU-27), for example, enteric fermentation was the main source (36 per cent) of GHG emissions in the livestock sector, followed by N2O soil emissions (28 per cent) (Lesschen et al. 2011). Livestock are also responsible for almost two-thirds (64 per cent) of anthropogenic ammonia emissions, which contribute significantly to acid rain and acidification of ecosystems (Steinfeld et al. 2006).

Amount and geographic distribution of bovine animals and emissions

Cattle are by far the largest contributors to global enteric CH4 emissions, as they are the most numerous and have a much larger body size relative to other species such as sheep and goats. Out of the 1.43 billion cattle (FAO 2012a) (Figure 7) in 2010, 33 per cent were in Asia, 25 per cent in South America and 20 per cent in Africa. Asia is the main source of CH4 emissions, with almost 34 per cent of global emissions (Figure 8). China is a major source of enteric emissions and, while Indians are low meat consumers, India as a country also has high levels of CH4 emissions. Latin America follows with 24 per cent and Africa with 14.5 per cent. China, Western Europe and North America are the regions with the highest emissions from manure.

Figure 7

Figure 7: Bovine density distribution worldwide (FAO 2012b)

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Photo 3: net_efekt/Flickr.com

Figure 8

Figure 8: Regional emissions of major agricultural greenhouse gases (million tonnes of CO2-eq/year)
(EPA (2006) and O’Mara (2011), re-expressed by the author)

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Emissions for a meal

In an analysis of the EU-27 countries, „beef had by far the highest GHG emissions with 22.6 kg CO2-eq/kg“4(Lesschen et al. 2011) in comparison to other products such as pork (2.5), poultry (1.6) and milk (1.3). A study in the UK found that emissions from beef amount to 16 kg CO2-eq/kg beef compared to 0.8 kg CO2-eq/kg of wheat (Garnett 2009). In an analysis of commonly consumed foods in Sweden, the total GHG emissions for beef summed up to 30 kg CO2-eq/kg beef (Carlsson-Kanyama and González 2009).The authors conclude that „it is more “climate efficient“ to produce protein from vegetable sources than from animal sources“, and add that „beef is the least efficient way to produce protein, less efficient than vegetables that are not recognized for their high protein content, such as green beans or carrots“. In terms of GHG emissions „the consumption of 1 kg domestic beef in a household represents automobile use of a distance of ~160 km (99 miles)“ (Carlsson-Kanyama and González 2009). By one estimate, about 35 kilojoules (kJ) of fossil energy are required to produce 1 kJ of beef raised in a CAFO/feedlot (Hillel and Rosenzweig 2008).

Animal Feed and Manure

Under natural conditions which were maintained for thousands of years and still widely exist around the world, there is a closed, circular system, in which some animals feed themselves from landscape types which would otherwise be of little use to humans (Garnett 2009, UNEP 2012). They thus convert energy stored in plants into food, while at the same time fertilizing the ground with their excrements. Although not an intensive form of production, this co-existence and use of marginal resources was, and still is in some regions, an efficient symbiosis between plant life, animal life and human needs. (Godfray et al. 2010, Janzen 2011)

In many parts of the world „traditional“ forms of animal agriculture have to a certain extent been replaced by a „landless“, high-density, industrial-styled animal production system, exemplified by the phenomenon known as Concentrated Animal Feeding Operations (CAFO). Those „factories“ hold hundreds or thousands of animals, and often buy and import animal feed from farmers far away. The feeding of livestock, and their resulting manure, contributes to a variety of environmental problems, including GHG emissions (Janzen 2011, Lesschen et al. 2011). High-energy feed is based on soya and maize in particular, cultivated in vast monocultures and with heavy use of fertilizers and herbicides. It is then imported (at least in Europe and most parts of Asia) from countries as far away as Argentina and Brazil (Steinfeld et al. 2006). This has serious consequences in terms of land-use change in those feed-for-export production countries. Furthermore, this manure is generated in huge quantities. In the USA alone, operations which confine livestock and poultry animals generate about 500 million tonnes of manure annually, which is three times the amount of human sanitary waste produced annually (EPA 2009). Insufficient amounts of land on which to dispose of the manure results in the runoff and leaching of waste into and the contamination of surface and groundwater.

What are the implications and potential solutions?

Livestock in many regions of the world, and especially in dry areas, act as a „savings bank“ (Oenema and Tamminga 2005): a principal way of making use of a harsh environment, a „setting aside“ of food (and more generally, the value of this resource) for dry times, a main source of high-protein food. It contributes important non-food goods and services. Livestock rearing and consumption in these regions is a way of life, critical to pastoralists‘ identity, and should be protected and supported.

At present, the ecological foundations of agriculture are being undermined (UNEP 2012). At the same time, industrial agriculture is itself contributing to environmental problems such as climate change. However, there are mitigation techniques to reduce the impact of both intensive and non-intensive animal production on climate (McMichael et al. 2007, Gill et al. 2010, O’Mara 2011, Lesschen et al. 2011). Most of these are related to soil carbon sequestration5, „which was estimated to contribute 89 per cent of the technical mitigation potential“ (O’Mara 2011). Many of them have costs of implementation substantially reducing their potential. A reduction of non-carbon dioxide emissions of up to 20 per cent should, however, be possible at realistic costs (McMichael et al. 2007). Other mitigation solutions include improved feedstock efficiency and diets; the reduction of food waste and improved manure management (Steinfeld et al. 2006, McMichael et al. 2007). Farm scale and landscape scale strategies for making agriculture more sustainable are further outlined in Avoiding Future Famines (UNEP 2012).

Changes in human diet may also be a practical tool to reduce GHG emissions. As a large percentage of beef is consumed in hamburgers or sausages, „the inclusion of protein extenders from plant origin would be a practical way to replace red meats“ (Carlsson-Kanyama and González 2009). A switch to less „climate-harmful“ meat may also be possible, as pigs and poultry produce significantly less methane than cows. They are however more dependent on grain and soy-products and may thus still have a negative impact on GHG emissions (Barclay 2011). Grass-fed meat and resulting dairy products may be more environmentally friendly than factory-farmed or grain-fed options. Labeling of products, indicating the type of animal feed used, could allow consumers to make more informed choices (FOE 2010).

Scientists agree that in order to keep GHG emissions to 2000 levels the projected 9 billion inhabitants of the world (in 2050) need to each consume no more than 70-90 grams (McMichael et al. 2007, Barclay 2011) of meat per day. To meet this target, substantial reductions in meat consumption in developed countries and constrained growth in demand in developing ones would be required. A reduction in the consumption of meat, especially red meat, could have multiple health benefits, as there is clear evidence of a link between high meat diets and bowel cancer and heart disease (FOE 2010). A study modeling consumption patterns in the United Kingdom estimates that a 50 per cent reduction in meat and dairy consumption, if replaced by fruit, vegetable and cereals, could result in a 19 per cent reduction in GHG emissions and up to nearly 43,600 fewer deaths per year in the UK (Scarborough et al. 2012). However, the health effects of nutrient deficiencies that may result from reduced meat and dairy consumption still would need to be examined.

In short, the human health implications of a reduced meat diet need further exploration, but it seems probable that many benefits would accrue from lower consumption rates in many developed and some developing countries. At the same time, reduced meat production would ease both pressures on the remaining natural environment (i.e. less new land clearance for livestock) and on atmospheric emissions of CO2, CH4 and N2O. As changing the eating habits of the world’s population will be difficult and slow to achieve, a long campaign must be envisioned, along with incentives to meat producers and consumers to change their production and dietary patterns. „Healthy“ eating is not just important for the individual but for the planet as a whole.

1 In the normal livestock digestive process microbes in the animal’s digestive system ferment food, converting plant material into nutrients that the animal can use. This fermentation process, known as enteric fermentation, produces methane as a by-product.

2 Roughly, the equivalent of three hamburgers.

3 GWP compares other gases‘ warming potency to that of CO2, which has its GWP set at 1.

4 The term „CO2 equivalent“ is a metric measure used to compare the emissions from various greenhouse gases on the basis of their global-warming potential (GWP), by converting amounts of other gases to the equivalent amount of carbon dioxide with the same global warming potential“ (Eurostat n.d.).

5 Soil carbon sequestration is the process of capturing atmospheric CO2 and storing it over long time in the soil.

Acknowledgement

Written by: Stefan Schwarzera, b with inputs from and editing by Ron Witta and Zinta Zommersc.

Production and Outreach Team: Arshia Chanderd, Erick Litswac, Kim Giesed, Michelle Anthonyd, Reza Hussaind, Theuri Mwangid.

(a UNEP/DEWA/GRID-Geneva, b University of Geneva, c UNEP/DEWA/Nairobi, d UNEP GRID Sioux Falls )

References

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Carlsson-Kanyama, A., González, A. D. (2009). Potential contributions of food consumption patterns to climate change. The American Journal of Clinical Nutrition 2009; 89 (suppl): 1704S-9S. doi: 10.3945

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by Stefan Schwarzer

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Buch: Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr

Im Gegensatz zu dem leicht (?) provozierenden Untertitel, berichtet Felix zu Löwenstein in seinem Buch Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehrin sehr sachlichem Ton und auf umfassende, sehr gut recherchierte Weise, was uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erwartet, wenn wir die „industrielle Landwirtschaft“ weiter so betreiben wie jetzt, und warum die „ökologische Landwirtschaft“ („ökologische Intensivierung“) zum Nutzen aller ist, den Boden schont, die Natur und unsere Gesundheit schützt, nicht „die Welt“ kostet aber dennoch gewinnbringend betrieben werden kann ohne dass die Menschen diese Nahrungsmittel nicht mehr bezahlen können.

Ein paar Auszüge:

„In der Summe aller Degradationsformen verliert die Menschheit auf diese Weise jede Jahr fruchtbare Böden im Umfang von zehn Millionen Hektar – fast so viel, wie die gesamte Ackerfläche der BRD. … …beziffert alleine in den USA den jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden, der durch den Verlust landwirtschaftlicher Produktionskapazität verursacht wird, auf 37,6 Milliarden US-Dollar. Weltweit summiert sich diese Zahl auf 400 Milliarden … … dass zwischen 1950 und 1990 ein Drittel aller fruchtbaren Böden weltweit durch Degradation verloren gegangen sind.“

Aufgrund der starken Verstädterung, also Ausdehnung der urbanen Zonen, verschwinden „fast überall auf der Welt ausgerechnet die fruchtbarsten Böden auf diese Weise unter Asphalt und Beton“, weil eben die grossen Städte an Flussläufen gebildet wurden.

„Ganz offensichtlich ist es und nicht gelungen, unseren Ackerböden den Wert zuzumessen, der ihre bedenkenlose Reduzierung verhindern würde.“

„Es ist wahrscheinlicher, dass die amerikanische Ethanolproduktion die globale Erwärmung eher verursacht, als sie zu lindern.“ (Zitat aus einer Studie des „EU-Joint Research Center“)

Bzgl. Biomasse zur Biogasproduktion: „Der typische Ertrag liegt hier bei 1 bis 3 kWh Primärenergie/m2 oder ca. 1000 bis 3000 l Öläquivalent pro Hektar. Demgegenüber weisen Solarkollektoren einen Jahresertrag von ca. 400 kWhth/m2, PV-Anlagen von 100 kWhel/m2 und Windparks von ca. 50 kWHel/m2 bezogen auf die jeweilige Gesamtfläche auf.“

„Je nach Rechengang, Hektarertrag und einzukalkulierendem Marktpreis für Getreide ergibt sich ein Subventionseffekt für Biogas-Mais zwischen 1000 und 2000 Euro pro Hektar.“

„Immerhin 69% der in 2007 aus Biogas hergestellten Megawattstunden wurden mit Substraten hergestellt, die ausschliesslich für diesen Zweck angebaut wurden.“

„Aber selbst wenn sich die Bewohner der westlichen Industrienationen mit einem Konsumverhalten bescheiden würden, das etwa 20% unter dem der Deutschen liegt, alle anderen aber zu dieser Quote an Fleischkonsum aufschliessen wollten, wäre das Ergebnis nicht darstellbar. Denn dann müsste immerhin noch die gesamte derzeitige Weltgetreideernte an Tiere verfüttert werden. … nicht einmal die Hälfte des weltweiten Getreideverbrauchs auf den unmittelbaren Verzehr als Lebensmittel entfällt. Dabei ist hier sogar der Reis mit eingerechnet, der nach wie vor zu 100% auf den Tisch der Menschen kommt…“

„… dass etwas nicht stimmt, wenn für und Europäer in Argentinien und Brasilien auf mehr als der Ackerfläche Deutschlands, nämlich 16 Millionen Hektar, Sojabohnen als Eiweissfuttermittel angebaut werden“.

„Damit stammen 21% der Einnahmen dieser Landwirte aus staatlichen Zahlungen.“

„Wenn im Durchschnitt beim Getreide- und Hackfruchtanbau 160 kg Stickstoff je Hektar gedüngt werden, so bedeutet das einen Verbrauch von 320 Litern Heizöl. Dazu kommen noch einmal 20 bis 30 Liter Heizöl, die für die Produktion der Spritzmittel benötigt werden. Im Vergleich dazu nehmen sich die 30 Liter Diesel je Hektar, die von Traktor und Mähdrescher verbraucht werden, bescheiden aus.“

„Heute werden von den Pflanzen – gemessen in einer weltweiten Stickstoffbilanz – nur noch 17% des ausgebrachten Stickstoffes aufgenommen. … ist es wichtig zu wissen, dass Stickstoff nicht nur das Wachstum beschleunigt, sondern auch dazu führt, dass die Zellwände weicher – und damit weniger widerstandsfähig gegenüber dem Befall mit Pilzsporen – werden.“

„Im Übermaß vorhandener Stickstoff verursacht gleich mehrere Probleme: Die Anheizung der Klimaerwärmung durch Bildung von Stickoxiden und Ammoniak, Verunreinigung des Grundwassers und damit Bildung von Nitrat im Trinkwasser (Krebsgefährdung) sowie die Überdüngung von Oberflächengewässern.“

„Die Wissenschaftler beziffern den jährlichen Stickstoffeintrag in die Ostsee mit 1,4 Millionen Tonnen, den von Phosphat mit 600 000 Tonnen. Wollte man diese Düngemittel per Lkw transportieren, müsste man auf der kompletten Strecke von Travemünde bis Palermo Lastwagen an Lastwagen reihen.“

„70% aller weltweit produzierten Lebensmittel werden nach wie vor von Kleinbauern erzeugt.“

„Wenn es uns nicht gelingt, die Ausbreitung des westlichen Lebensstils mit seinem hohen Fleischkonsum, seiner Überernährung und seiner Lebensmittelvernichtung zu verhindern, dann gibt es keine technische Lösung, die den Zusammenbruch des Ernährungssystems verhindert.“

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