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Doku: Ackerkräuter – Verkannte Kostbarkeiten

Doku: Ackerkräuter – Verkannte Kostbarkeiten

Sie verschwindet zunehmend, unsere »Ackerbegleitflora«. Jene Pflanzen, mit dem Ackerbau mit- und zugewandert sind, die nicht nur Nahrung für Insekten und Vögel sind, sondern auch – viele von ihnen – essbar für uns, mit wertvollen Inhaltsstoffen. Oft sind die Äcker mittlerweile »rein«, aufgrund der Nutzung von Glyphosat und anderen Herbiziden, was, wie Untersuchungen zeigen, zu einem Problem für die Tiere wird. Der Schwund von Insekten und Vögeln ist eben auch auf diese direkte Konsequenz der Beseitigung der Ackerunkräuter alias, teilweise auf jeden Fall, Ackerbegleitflora zurück zu führen.

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Doku: Gift auf dem Acker: Geht es auch ohne?

Doku: Gift auf dem Acker: Geht es auch ohne?

In der konventionellen Landwirtschaft läuft ohne Pestizide fast nichts. Jedes Jahr bringen die Landwirte in Deutschland auf einem Hektar Fläche durchschnittlich etwa neun Kilogramm Pestizide aus. Aber mittlerweile haben Ackergifte wie Glyphosat einen schlechten Ruf. Zu Recht? Ein kleiner Einblick in die verschiedenen Wirtschaftsweisen und was sonst noch so damit zusammen hängt.

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Doku: Die Erdzerstörer: Sind wir Menschen die Bösen?

Doku: Die Erdzerstörer: Sind wir Menschen die Bösen?

Mit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan. Eine Erfindung jagte die nächste, eine Technologie toppte die andere. Für mehr Komfort. Mehr Konsum. Mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange hält sie den Menschen noch aus? Ein kompromissloser Blick auf die vergangenen 200 Jahre des Industriekapitalismus, welcher noch einmal deutlich vor Augen führt, warum wir da stehen, wo wir jetzt sind. Wie mächtig und Einfluss nehmend die großen Firmen und Industrien in dieser Zeit auf den Verlauf der Geschichte waren. Wie, um ein Beispiel zu nennen, eine Auto-Reifen-Öl-Lobby zusammen elektrische Tram-Gesellschaften in den USA zu Hunderten aufkauft, um sie zu zerstören, und damit dem Erdöl getriebenen Individual- und Busverkehr Platz zu machen.

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Doku: Unser Bauch – Die wunderbare Welt des Mikrobioms

Doku: Unser Bauch – Die wunderbare Welt des Mikrobioms

Spannende Doku zu Bakterienleben in unserem Darm – und wie die Geburt, unser Essen, unsere Nahrung diese beeinflusst. Und damit unsere Psyche und unsere Gesundheit. Ziemlich beeindruckend.

Mir kommt immer mehr das Bild vor Augen, dass es sich mit der derzeitigen Landwirtschaft und dem Bodenleben genauso verhält, wie mit unserer Ernährung und dem Darmleben: Es verarmt, es stirbt, es verschwindet mehr und mehr. Und dass dies zwei Seiten der gleichen Medaille sind – das eine ist von dem anderen nicht abzukoppeln. Ohne eine Nahrung, die auf einem mit Bodenbakterien und -pilzen gefüllten Boden gedeihen kann, wird automatisch unsere Darmflora verarmen.

Jedoch, ich will es nicht nur auf die landwirtschaftliche Praxis reduzieren: Eine natürliche Geburt führt dazu – das zeigen mittlerweile viele Untersuchungen -, dass das Baby auf dem Wege ins Licht der Welt mit verschiedensten Bakterien aus Mutters Schleimhäuten versorgt wird, die sich sofort auch im Magen ansiedeln. Ein Kaiserschnitt jedoch führt dazu, dass ein Baby von Anfang an ohne diese zusätzliche Bakterienvielfalt auskommen muss – und darunter von Anfang an »zu leiden« hat.

Beeindruckend, wenn auch nicht ganz erstaunlich, sind die Wirkung von synthetischen Zusatzstoffen auf die Bakterienvielfalt im Darm – und deren Auswirkung auf die menschliche Gesundheit. E433 und E466 wurden dabei untersucht – und festgestellt, dass sich (bei Mäusen) die Darmflora verändert, was wiederum eine Wirkung auf deren Verhalten hat. Wow!

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Doku: Eine überschätzte Spezies

Doku: Eine überschätzte Spezies

Der Mensch, die Krone der Schöpfung? Hier eine kleine Doku, die so verschiedene Aspekte in ein anderes Licht setzt. Auch wenn dabei durchaus auch Äpfel mit Birnen verglichen werden – unsere Einzigartigkeit mal etwas ins Verhältnis zu setzen, zurück zu stutzen, das finde ich schon gut.

Das Bärtierchen z.B. kann Temperaturen von -270 bis +150 °C ohne Probleme ab, hält einen tausend fach so hohen Druck aus wie wir, trotz Röntgenstrahlung und sogar dem Vakuum des Weltraums…

Der Mensch scheint den Glauben dem Wissen vorzuziehen, das Haben dem Sein, das Bild vom Glück dem Glück selbst. Er meint alles zu beherrschen, und beherrscht nicht einmal sich selbst. Er halt als einzige Art die Fähigkeit entwickelt, seine eigene Umwelt zu zerstören ohne die Weisheit entwickelt zu haben dies nicht zu tun. Der Mensch, unreif und unmündig, ist zum Besten wie zum Schlimmsten fähig. Wird er das Alter der Vernunft erreichen, bevor er sein eigenes Haus niedergebrannt hat?

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Doku: From the ground up – Ganzheitliches Weidemanagement in Australien

Doku: From the ground up – Ganzheitliches Weidemanagement in Australien

Bauern auf der ganzen Welt (?) berichten von unglaublichen Erfolgen – nur die Wissenschaft scheint es (kaum) be-/nachweisen zu können. Schaut diese kurze Doku mal an. Sprechen die Bilder (s.o.) nicht für sich?! Das ganzheitliche Weidemanagement zeigt beeindruckende Ergebnisse, und dies schon nach kurzer Anwendungszeit. Mit dem Verständnis von »Wasser in der Landschaft« (P.A. Yeoamns Keyline-Design), der Symbiose von Weidetieren und Gräsern, dem Boden und Bodenleben – »da geht was!«.

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Doku: Permakultur-Dokumentation – Wie es begann

Doku: Permakultur-Dokumentation – Wie es begann

Eine Dokumentation über die Anfänge der Permakultur in Australien ist am Entstehen. Wie hat es angefangen? Wie war David Holmgren dran beteiligt, und wie Bill Mollison? Was war der Auslöser? Hier ein interessanter Einblick von David Holmgren, wie er ursprünglich zu dieser Idee kam – und was der Einfluß von Bill Mollison war.

Die Fertigestellung des Films wird über Crwodfunding finanziert.

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Filmpremière »Unser Erbe« mit anschliessendem Podimsgespräch im Kultkino Basel

Filmpremière »Unser Erbe« mit anschliessendem Podimsgespräch im Kultkino Basel

Der Film »Unser Erbe« dreht sich um etwas sehr Unscheinbares, das uns jedoch alle ernährt: Lebendiger Boden. Diese eine dünne Schicht sorgt für Lebensmittel, saubere Luft und sauberes Trinkwasser. Und diese unmittelbare Lebensgrundlage ist in Gefahr – durch uns Menschen. Der Film soll ein kollektives Bewusstsein wecken für das Erbe, das wir an die kommenden Generationen übergeben werden. Mit der Wertschätzung für unseren Boden und dessen Bewirtschafter geht ein bewusster Umgang mit unserem Konsum einher. Der Film möchte einen Beitrag leisten, den Wandel voranzutreiben.

Am Mittwoch, 23. Oktober 2019 um 18:15, in Basel: Filmpremière »Unser Erbe« mit anschliessendem Podium und Gespräch mit dem Publikum. Podiumsteilnehmer: Marc Uhlig, Ulrich Hampl, Stefan Schwarzer, Sarah Wiener, Mathias Forster.

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Doku: Unsere große kleine Farm. — Prädikat: Besonders wertvoll!

Gestern die Doku »Unsere große kleine Farm« gesehen – über ein Paar was aus der Stadt auszog um eine heruntergekommene Farm wieder lebendig zu machen. Wow, ich bin total berührt und begeistert! Neben wundervollen Naturaufnahmen (der Hauptdarsteller ist Naturfilmer) präsentieren Molly und John ihren faszinierenden Weg hin zum Verständnis von natürlichen Zusammenhängen und zur Regeneration einer Landschaft. Wie schnell sie (im kalifornischen Klima) es schaffen konnten, die Lebendigkeit und Fruchtbarkeit wieder in ein ausgestorbenes Stück Land zurück zu holen. Wunderbar! Das macht Hoffnung! Was in der Permakultur so hoch gehalten wird – »beobachte, beobachte, beobachte!« und »Die Natur zuerst kapieren, dann kopieren« und »Nach dem Vorbild der Natur zu wirtschaften« -, das haben die beiden (mit einem Permakultur-Landwirtschaftsberater) teils in mühsamen, leidvollen, teils in freudigen, überraschenden Schritten gelernt. Wie können wir die Natur einbinden in unsere ja dann doch Kulturlandschaft? Wie funktionieren Beziehungen, in diesem dichten Geflecht? Wie viel Vielfalt braucht es, damit ein System (einigermassen) stabil ist? Dieser Film gibt Hoffnung und Inspiration!

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Landwirtschaft in Südamerika – groß, größer, noch größer

Puhh… Gerade höchst aktuell: Mit dem Mercosur-Abkommen zwischen der EU und Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay droht den europäischen Landwirten die Konkurrenz aus Südamerika, wo die »industrielle Landwirtschaft« noch einmal ganz andere Dimensionen erreicht hat. Eine interessante Doku (hier der Trailer) – wohl mehr für Traktor- und Technik-Fans gemacht – zeigt diesen gigantischen Landbau deutlich auf.

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Umweltfreundliche Landwirtschaft? So blockiert die Agrarlobby Reformen

Umweltfreundliche Landwirtschaft? So blockiert die Agrarlobby Reformen

“ rel=“noopener“ target=“_blank“>Kurzer Beitrag im SWR – wenn der Bauernpräsident mit der Landwirtschaftsminisertin…: »Die anstehende EU-Reform der gemeinsamen Agrarpolitik soll 2021 in Kraft treten. Naturschützer, die Mehrheit der Bauern und die Bevölkerung sind dafür – die Agrarlobby macht dagegen aber mit allen Mitteln mobil.«

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Dorfkinder: Lea, am Schloss Tempelhof

Kleiner Filmbeitrag zum Thema: Dorfkinder. »Aufgewachsen ist Lea in Frankfurt, gewählt hat die Gärtnerin das Land. In Schloss Tempelhof in Baden-Württemberg lebt und arbeitet sie solidarisch. Ein Kontrast zur lauten und anonymen Großstadt.«

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Doku: Unsere große kleine Farm

Lange träumten die Großstadt-Bewohner Molly und John Chester nur davon, bis sie eines Tages ihren Traum wahr machten: Hals über Kopf ziehen sie auf eine Farm in den kalifornischen Hügeln, wo sie nicht nur 80 Hektar Land mit über 10.000 Obstbäumen bewirtschaften, sondern sich auch um viele verschiedene Tiere kümmern. Und dabei versuchen vieles (alles?) anders zu machen, als andere.

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Doku: Mit Permakultur gegen das Insektensterben?

Vergleich: Permakultur oder Vielfalt-Acker gegen (ökologische) »Monokultur«. Wie vielfältig sind die Insekten im Vergleich? Aber auch: Kann sich das ökonomisch tragen? Ein interessanter Ansatz, und von der Artenvielfalt her ein eindeutiges Ergebnis… Wenn da nicht der Trockensommer 2018 gewesen wäre. Und kleine Parzellen. Und das Fast-Naturschutzgebiet direkt nebend ran. Wie würden wohl des Bauern Äcker aussehen, wenn sie mit Permakultur »geplant« werden würden? Und nicht nur mal ein bisschen kleine vielfältige Parzellen als Beispiel herhalten müssten?

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Doku: Hektarweise Geld. Die europäischen Agrar-Milliarden

»Für nichts gibt die EU so viel Geld aus wie für die Landwirtschaft. Fast 60 Milliarden Euro sind es jedes Jahr. Bisher. Doch es drohen Kürzungen. Ausgerechnet bei den Umweltprogrammen.« Die Doku »Hektarweise Geld. Die europäischen Agrar-Milliarden« wirft mal wieder Licht auf die Frage: Weiter so wie bisher? Für jeden Hektar gibt’s das gleiche Geld, egal ob ich massiv industriell konventionell auf 1500 Hektar arbeite oder als Öko-Landwirt mit Naturschutzhecke, Humusaufbau und freilaufenden Tieren? Wird sich die EU andere Regeln setzen mit der neuen GAP? Sieht gerade eher so aus als ob das »weiter wie bisher« bestehen bleiben wird.

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Doku: Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft

Doku: Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft

Seltene und alte Sorten, in großer Vielfalt und in Mischkultur gezogen. In Südtirol am Berghang. Harald Gasser verkauft diese Produkte dann an die gehobene Gastronomie. Interessanter Ansatz eines Überzeugungstäters. Klar, so können wir nicht die ganze Weltbevölkerung ernähren. Aber in vielen Nischen lassen sich durchaus viel versprechende Ansätze finden für eine zukunftsfähige Landwirtschaft im regionalen Setting.

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Doku: Die Entwicklung der Landwirtschaft in Deutschland – Gewalt und Kannibalismus inklusive

Das Eindringen der Bauern nach »Deutschland« vor ~7.500 Jahren verlief für die dort lebende Bevölkerung der Jäger und Sammler mit Sicherheit nicht friedlich von statten. Schliesslich rivalisierte man ja um ähnliche Ressourcen. Aber: Was passierte noch, damals, als die ersten kleinen Siedlungen entstanden? In verschiedene Stätten in Deutschland wurden Massengräber jener Epoche gefunden – mit Knochen die nicht auf kriegerische Auseinandersetzungen schliessen lassen. Opfergaben? Gezielte Tötungen? Faszinierende Einblicke in die Welt von damals – und von den Konsequenzen, die mit den Bauern nach Mitteleuropa kamen.

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Doku: Mikroplastik. Vermüllt und verseucht – Böden in Gefahr

Ganz unbekannt ist es ja nicht (siehe »Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben«, »Verursacher von Mikroplastik« und »Mikroplastik auch in Böden und Pflanzen«). Aber doch wieder erschreckend, wie diese Doku bei planet-e zeigt:

»In unseren Böden liegt bis zu zwanzigmal so viel Mikroplastik wie im Meer. Granulate aus Sportplätzen, Müll im Kompost und der Abrieb von Autoreifen sind inzwischen überall zu finden.
Während in der EU Trinkhalme aus Plastik verboten werden und viele Städte über ein Verbot von Plastiktüten nachdenken, feiert die Industrie Absatzrekorde: Allein 2018 betrug der Umsatz der Deutschen Kunststoffindustrie mehr als 64 Milliarden Euro . In einer Befragung des Gesamtverbandes der kunststoffverarbeitenden Industrie unter ihren Mitgliedsbetrieben gaben 37 Prozent der Betriebe an, dass ihr Geschäft von der aktuellen Mikroplastik-Debatte überhaupt nicht beeinflusst sei.

Dass die Müllberge, die durch den immer noch steigenden Verbrauch von Kunststoffen entstehen, kaum noch ohne Umweltschäden zu bewältigen sind, wird immer deutlicher. Das Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen hat die Haupteintragsquellen in den Boden errechnet. Auf den ersten Plätzen stehen: Abrieb von Autoreifen, Verluste bei der Abfallentsorgung und Einträge im Biomüll, aber auch Granulate von Kunstrasenplätzen, die in die Landschaft verwehen.

An der Universität Bayreuth untersucht eine Forschungsgruppe Bodenproben aus der Landwirtschaft. In ihren Studien haben sie jede Menge Mikroplastik im Kompost und auf Ackerflächen nachgewiesen. Bis zu 900 Kunststoffpartikel fanden die Bayreuther Forscher in einem Kilogramm Kompost. Pro Hektar Ackerfläche errechneten sie Belastungen von 150.000 Mikroplastikteilchen. Haupteintragsquelle ist vermutlich Dünger, der aus dem Biomüll der Haushalte und der Supermärkte hergestellt wird.

Fehlwürfe in den Biotonnen, aber auch die mangelhafte Entsorgung von Lebensmittelabfällen aus Supermärkten und der Industrie sind Ursachen für das Mikroplastik im Kompost und auf den Feldern. Lebensmittelabfälle aus den Supermärkten werden in der Regel inklusive Verpackungen als Biomüll angeliefert und geschreddert, so dass jede Menge Plastik mit in den Kompost und in die flüssigen Gärreste gelangt.

Eigentlich gelten Kompost und Gärreste aus Biogasanlagen als umweltfreundliche Alternative zu Kunstdüngern. Deshalb reagierten die Komposthersteller auf die Verunreinigungen und haben in einer Selbstverpflichtung erklärt, die gesetzlich erlaubten Höchstmengen an Störstoffen freiwillig deutlich zu unterschreiten.

Und sie machen Druck auf die einliefernden Städte und Gemeinden, die ihren Biomüll verbessern sollen. Deshalb schicken viele Gemeinden, wie die Stadt Soest, inzwischen „Mülldetektive“ durch die Siedlungen, die in Biomülltonnen herumschnüffeln, um Plastiksünder zu ertappen. Die Konsequenz: Tonnen mit Fehlwürfen wie Plastikbeutel oder Verpackungen bleiben einfach stehen und müssen gegen Aufpreis als Restmüll entsorgt werden.

Eine solch systematische Vermüllung unserer Landschaft bleibt auch für den Menschen nicht ohne Folgen. An der Universität in Wien haben Forscher in einer ersten Pilotstudie Kotproben von acht Menschen aus aller Welt untersucht. Bei allen Probanden waren Mikroplastikpartikel im Kot zu finden: 20 Plastikteile in 10 Gramm Kot – das heißt pro Stuhlgang fanden sich etwa 200 Mikroplastikteile, vor allem von Verpackungskunststoffen. Initiator war der Gastroenterologie Dr. Philipp Schwabl. Ihm waren zuvor unerklärliche Entzündungen im Darm von Patienten aufgefallen. Seine bisher noch nicht bewiesene Vermutung: Sie könnten durch kleinste Verletzungen durch Mikroplastik entstehen oder durch Giftstoffe, die durch das Mikroplastik in den Körper transportiert werden.

Auch der Breitensport trägt zur Verseuchung der Böden bei: Gerade Kunstrasenplätze geraten immer mehr in die Kritik. Winzige Plastikkörner werden von dort massenhaft in die Umgebung getragen. „planet e.“ dokumentiert, wie viel Mikroplastik inzwischen in unsere Böden eingedrungen ist und welche Auswirkungen das dauerhaft haben kann.«

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Doku: Wie schaffen wir die Agrarwende?

Interessanter Beitrag bei Arte zum Thema: Wie kann eine Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Und wo findet sie schon statt? Mit dabei, der von mir sehr geschätzte Michael Reber und natürlich »La ferme de Bec Hellouin«, bekannt geworden durch den Film »Tomorrow«.

„Die industrielle Landwirtschaft stellt zwar unsere Ernährung sicher und hat Gemüse, Obst und Fleisch billiger gemacht. Immer deutlicher aber bekommen wir ihre negativen Folgen zu spüren. Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte, die Alternativen zur industriellen Landwirtschaft suchen. Und sie fragt, welche Rolle wir Verbraucher und EU-Subventionen dabei spielen.
Welche Alternativen gibt es zur industriellen Landwirtschaft? Ist „Bio für alle“ möglich? Oder lässt sich auch die konventionelle Landwirtschaft in entscheidenden Punkten nachhaltiger gestalten? Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auch auf die nach ökologischen Prinzipien wirtschaftende neue Anbaumethode Permakultur. Kann sie einen entscheidenden Beitrag zu einer Landwirtschaft der Zukunft leisten? Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte in Deutschland und Frankreich, die nach Alternativen suchen. Sven Wilhelm aus dem Renchtal im Schwarzwald hat seinen Gemüseanbau auf bio umgestellt. In der Umstellungsphase braucht er einen langen Atem, um zu überleben. Michael Reber aus Schwäbisch-Hall geht einen Zwischenweg: Statt immer mehr Geld für Mineraldünger und Spritzmittel auszugeben, versucht er, mit speziellem Humusdünger die Bodenfruchtbarkeit auf seinen Äckern zu erhöhen. Und in der Normandie beschreiten Perrine und Charles Hervé-Gruyer mit der Permakultur ein Experiment, das trotz Verzichts auf Chemie die Produktivität deutlich steigert. Es zeigt sich aber auch: Ohne eine Änderung der Subventionsregeln der EU und des Kaufverhaltens der Verbraucher ist eine Agrarwende nicht zu schaffen.“

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