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Buch: Wild Garden. Gärten naturalistisch gestalten

Buch: Wild Garden. Gärten naturalistisch gestalten

Fast alle Gärten die ich kenne, sind weit davon entfernt »natürlich« auszusehen. Wobei es sich ja sowieso um ein künstliches Biotop dreht. Wer seinen Garten aber doch näher am natürlichen Vorbild – von der Steppe bis zum Regenwald (ahem, bei uns etwas schwierig) – anlegen möchte, und Fan von vielfältigen Ökosystemen ist, dem sei das Buch »Wild Garden. Gärten naturalistisch gestalten« (Amazon, Buch7) von Sven Nürnberger empfohlen. Von den alpinen Vorbildern (und ihren Steingärten) hin zu Graslandschaften, mediterranen Vegetationsbildern und Regenwäldern – eine reiche Vielfalt an Bildern kommuniziert auf ansprechende Weise die Kompositionen der Natur.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Buch: Haufenweise Lebensräume: Ein Lob der Unordnung im Garten

Nachdem wir schon vor Jahrzehnten gesungen haben »Sag mir wo die Blumen sind», wundert es nicht dass wir uns nun fragen »wo all die Insekten hin sind«. Und nicht nur die, sondern auch die Vögel und anderes Getier. Wollt ihr was dagegen machen?! Das Buch »Haufenweise Lebensräume: Ein Lob der Unordnung im Garten« von Sigrid Tinz (Amazon, Buch7) zeigt anschaulich und informativ diverse Möglichkeiten auf, wie dies zu schaffen ist. Totholzhaufen, Steinmauer, Reisighaufen, Sandhaufen, Steinhaufen, … Ja, die Unordnung (Haufen!!) wieder zulassen, das ist es, was wir uns deutlich mehr trauen müssen. Nicht nur im Garten, sondern auch am Feldesrand (wenn der nicht gerade mit zum Weg beackert wird, was ja mittlerweile Gang und Gäbe ist). Mit verschiedensten Infos zu Aufbau- und Veränderungsmöglichkeiten, wie auch zu den Haus- (äh, Haufen)bewohnern.

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Artikel: Der Sauerteig des Gärtners

Schöner Artikel über Olaf Schnelle (hier sein Vortrag beim Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«) von Olaf Schnelle zum Gärtnern – oder größer, dem Umgang mit dem Boden, mit der Natur: »Das Denken von Olaf Schnelle dreht sich fast nur um die Erde. Er begreift sie als lebendigen Organismus. Und sagt, wenn das mehr Landwirte so sähen, wäre sogar der Klimawandel aufzuhalten.«

Der Fehler ist schon, über Düngung nachzudenken.

Permakultur sei vor allem ökomonisches und weniger ökologisches Denken. Der aufbauende Umgang mit Ressourcen.

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Doku: Ackern für die Zukunft – Gartenvielfalt ohne Chemie

Doku auf Arte: „Die Permakultur orientiert sich an den Kreisläufen der Natur und versucht, ein geschlossenes Ökosystem nachzustellen. Zwei, die dieses Prinzip in die Tat umsetzen, sind der Sternekoch Ricky Saward und der Gärtner David Schäfer. Auf nur drei Hektar baut Schäfer unterschiedliche Gemüse, Kräuter, Obstsorten und Pilze an – 150 bis 200 verschiedene Arten gedeihen dort bunt durchmischt. Das ermöglicht einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden. Alle Lebensmittel, die Ricky Saward in seinem vegetarischen Restaurant verwendet, stammen aus David Schäfers Garten. Noch einen Schritt weiter geht die südfranzösische Stadt Albi: Sie will ihre knapp 50.000 Bewohner nur noch mit Lebensmitteln aus der Region versorgen. Möglich werden soll diese Vision durch die Permakultur. Dazu vergibt die Stadt Land an Menschen, die einen Permakultur-Garten anlegen wollen. Pflanzen, Säen und Ernten erfolgt dabei ausschließlich in Handarbeit. Auf Chemikalien, Dünger oder Pestizide wird komplett verzichtet. Monokulturen gibt es nicht. „Re:“ trifft Jean-Michel Bouat, im Bürgeramt zuständig für urbane Landwirtschaft, auf seinem Rundgang durch die Stadt und schaut, wie weit der Traum schon Realität geworden ist. Auch in Belgien hat die Idee der Kreislaufwirtschaft überzeugte Anhänger: Bereits vor 40 Jahren haben Gilbert und Josine Cardon ihren Hinterhof-Garten so angelegt. Auf 1.800 Quadratmetern wachsen 2.000 Bäume und etliche Obst- und Gemüsesorten. Einmal die Woche öffnet das Ehepaar die Pforten ihres Anwesens für Interessierte: Die beiden 80-Jährigen wollen möglichst viele Menschen für Permakultur begeistern.“

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Buch: Permakultur und Naturgarten: Nachhaltig gärtnern mit dem Drei-Zonen-Modell. Markus Gastl

Ein Mann mit einer Passion – das erkennt man sofort. Markus Gastl ist begeistert von dem was er tut – und kann dies auch sehr gut über seine Führungen oder seine Bücher kommunizieren. In seinem neuen Buch »Permakultur und Naturgarten: Nachhaltig gärtnern mit dem Drei-Zonen-Modell« (Amazon, Buch7), welches gerade erschienen ist, erklärt er, was an seinem 3-Zonen-Garten (Pufferzone, Hot-Spot-Zone, Ertragszone) so besonders ist und welche Vorteile diese Strukturierung mit sich bringt. Sein Konzept ist interessant und klingt viel versprechend – allerdings auch nach (schöner) Arbeit. Die Steigerung der Biodiversität ist sein klares Ziel – gleichzeitig bietet es was für’s Auge und für das Herz, und Ertrag dann auch noch. Im Buch gibt’s dazu dann noch einige, meist in diversen Büchern schon erläuterte, Elemente – von der Kräuterspirale über das Schlüssellochbeet zum Kartoffelturm. Dadurch, dass er diese auf seine eigene, an seine Bedingungen und vorhandenes Material angepasste Art darstellt und erläutert, werden sie interessant und wirken anwendbar. Markus Gastl’s Ding ist sicherlich auch die Mulchwurst, die bei entsprechend großem Wiesenschnitt für Anwender eine förderliche Verwendung im Garten finden dürfte. Jedoch, was daran – und an dem ganzen Buch – wirklich Permakultur sein soll, das erklärt er eigentlich nicht und das zeigt sich dem Leser auch kaum. Anstatt die Permakultur als Gestaltungsansatz und Planungskonzept darzulegen (was sie ist), ist die Permakultur bei ihm ein Sammelsurium von teils bekannten Elementen (»Kräuterspirale«). Schade dass auch hier wieder auf den Zug aufgesprungen wird – mit dem Wort »Permakultur« lassen sich gerade gut Bücher verkaufen. Leider nutzt Markus Gastl leider nicht die Möglichkeit, die Essenz, das Herz, die Seele der Permakultur entsprechend zu vermitteln. Insgesamt aber ein schön gestaltetes Buch, mit vielfältigen Bildern und Zeichnungen. Wer noch Nichts von Gastl’s 3-Zonen-Garten (wie sein anderes Buch) kennt, wird sicherlich einiges Neues entdecken.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Buch: Lebensraum Totholz: Gestaltung und Naturschutz im Garten. Werner David

Dass Totholz Lebensraum ist, ist den meisten (Natur)Gärtnern ja sowieso schon bekannt. Wer sich aber etwas tiefer mit diesem Lebensraum befassen möchte, dem sei das Büchlein „Lebensraum Totholz: Gestaltung und Naturschutz im Garten“ (Amazon, Buch7) von Werner David aus dem Pala-Verlag empfohlen. In konzentrierter Form schafft es David, das komplexe Spiel rund um das tote Holz aufzuzeigen. Da wird von den Pilzen erzählt, die das Holz besiedeln und langsam zersetzen, von den vielen Maden und Käfern, die vom und im Holz leben, von den Vögeln die zu verschiedenen Übergangszeiten tote (?!) Baumstämme besiedeln. Es kreucht und fleucht – totes Holz ist ein Jungbrunnen an Leben. Wunderbar! Gehört nicht nur in jeden Garten und jede Hecke (das Holz) sondern auch in jedes Regal (das Buch)!

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Buch: Ein gutes Leben leben: Inspiration für Menschen auf der Suche. Helen und Scott Nearing

Absoluter Klassiker der Selbstversorger-Ich-steig-aus-und-führ-ein-schönes-Leben-Gattung. Beeindruckender, persönlicher Bericht von einem Paar, welches in der Großen Depression der 30er Jahre in den USA aus der Stadt auf’s Land zog, um dort ein anderes Leben zu führen. Klare Ziele vor Augen – Selbstversorgung, persönliche Weiterentwicklung, Zeit für sich -, aber auch eine klare Kalkulation und Einschätzung der Lebenssituation bringen sie in ein neues Leben. Der Kauf eines kleinen Hofes, und erst einmal viel Arbeit. Aber, eben aufgrund der klaren Ziele, auch wirklich eine Reise zu sich selbst, mit bewussten Zeiten der Ruhe und der Weiterbildung. Helen und Scott Nearing führen über 60 Jahre „Ein gutes Leben leben“ (Amazon, Buch7), welches, wie der Untertitel des Buches passend beschreibt, wirklich als „Inspiration für Menschen auf der Suche“ dienen kann.

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Buch: Wildbienen: Die anderen Bienen

Was für eine faszinierende Welt, diese Wildbienen! Wer weiß denn schon, dass es 550 verschiedene Wildbienenarten in Deutschland gibt?! Paul Westrich, anerkannter Experte in Sachen Wildbienen, hat hier mit seinem Buch „Wildbienen: Die anderen Bienen“ (Amazon, Buch7) ein wunderschön bebildertes, informatives Werk produziert, welches dem Leser einen eindrucksvollen Einblick in die Lebensweise der Wildbienen gewährt. Die Vielfalt an Formen und Farben, an Lebensbereichen und Nistgewohnheiten, an Schlafplätzen und Blumen, die mit den Wildbienen eng verbunden sind, ist wirklich beeindruckend. Da gibt es Spezialisten, die von einer einzigen Blume abhängig sind – für Nektar & Pollen oder sogar auch für den Nistbau (!) – und Generalisten, die nicht so wählerisch sind und recht flexibel durch die Landschaft sausen. Paul Westrich erklärt auch, wie die Wildbienen, die unter den landwirtschaftlichen aber auch Siedlungsveränderungen der letzten Jahrzehnte leiden (die Hälfte der Wildbienen stehen auf der Roten Liste!), geschützt und gefördert werden können. Nisthilfen, aus Holz, Ton, Bambus oder Bodenmaterial – auf was muss man achten? Rundum, ein Buch, welches Lust auf Wildbienen macht – kennenlernen, beobachten, fotografieren, Nistplätze bauen!

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Buch: Handbuch Permakultur: Klug planen und nachhaltig gärtnern

Die Zahl der Permakultur-Bücher wächst und wächst. Wunderbar, wenn dieses wunderbare Gestaltungskonzept weiter publik wird, oder etwa nicht? Ulrike Windsperger zeigt in ihrem Buch „Handbuch Permakultur: Klug planen und nachhaltig gärtnern“ (Amazon, Buch7) durchaus interessante Elemente/Ansätze der Permakultur auf. Es ist wie ein kleiner, schön bebilderter Baukasten – oder doch wieder eher was von einem Bilderbuch mit Texten: Die Sonnenfalle, Vertikal gärtnern, Wasser im Garten, Terra Preta, Zeigerpflanzen usw. Vieles, was einen vielfältig gestalteten Garten ausmacht, wird ansprechend an- und aufgeführt. Allerdings: Die Permakultur als Gestaltungsmethode begreifbar zu machen, mit den ethischen Grundsäulen, den Gestaltungsprozessen und den PK-Prinzpipien – das wird (fast) komplett weggelassen. Sehr schade. So bleibt es denn ein schönes Büchlein zur schönen, bunten, vielfältigen Gartengestaltung – aber mit Permakultur hat’s nur am Rande was zu tun. Schade. Aber ansprechend ist es trotzdem, das Buch.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Crowd-Funding für eine Fermentations-Dokumentation

PossibleMedia machen wunderbare Dokus zum Thema Permakultur: „Gracie’s Backyard“ über die Permakultur-Farm von Richard Perkins, „The Market Gardener’s Toolkit“ über die Arbeitsweise von Jean-Martin Fortier, und der erfolgreiche „The Permaculture Orchard: Beyond Organic“ .

Jetzt wollen sie einen Film machen über Fermentation. Hier gibt’s dazu die Crowdfunding-Kampagne inklusive Fotos & Videos dazu.

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Podcast: Permakultur – die Zukunft der Landwirtschaft?

Besuch bei Kurt Forster, bekannter Schweizer Permakultur-Designer. Ein Radiobeitrag zum Thema Permakultur, interessant; nur inwieweit durch diese Beschreibung wirklich eine Alternative zur Landwirtschaft vorgestellt wird, und nicht nur ein gut ausgeklügelter und mit der Natur arbeitender Selbstversorgergarten, bin ich mir nicht so sicher.

„Kurt Forster erntet in seinem Garten im appenzellischen Herisau auf 800 Metern Höhe Exotisches wie Zitronen, Marroni oder Feigen, aber auch Mais und Kartoffeln. Er baut nach den Regeln der Permakultur an. Eine Technik, die im Einklang mit der Natur so viel Ertrag abwirft, dass er und seine Frau sich das ganze Jahr hindurch aus dem Garten ernähren können, bei minimalem Aufwand. Statt Monokultur gibts Mischkulturen – auf kleinstem Raum wachsen verschiedene Gemüse und Früchte nebeneinander. Das macht sie robust und resistenter gegen Schädlinge. Pestizide und Kunstdünger kommen nicht zum Einsatz. Um den Boden zu schonen, wird nicht mit schweren Motoren, sondern mit blossen Händen gearbeitet. Die Natur dankt es, etwa mit bedrohten Tieren, die wieder ansiedeln. Anhänger von Permakultur wollen aber mehr, als Selbstversorgung: Nämlich den kommenden Generationen eine bessere Welt hinterlassen.“

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Buch: Mycorrhizal Planet. How Symbiotic Fungi Work with Roots to Support Plant Health and Build Soil Fertility. Michael Phillips

Screen Shot 2017-08-13 at 10.06.46Wow. Wirklich, wow. Wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben sollte, dann würde ich sagen: Der Hammer. Michael Phillips beschreibt in seinem Buch „Mycorrhizal Planet: How Symbiotic Fungi Work with Roots to Support Plant Health and Build Soil Fertility“ (Amazon, Buch7) ein Leben, welches wir uns gar nicht vor Augen führen – sehen – können, da es (zum weitaus größten Teil) unterirdisch statt findet. Und dieses Leben dort im Dunklen hat bisher nur ein paar wenige Menschen interessiert (u.a. vor über 100 Jahren schon Raoul Francé), aber kaum jemanden der Agrarlobby, der Politik und viele Landwirten wohl auch nicht so ganz. Aber wow, wirklich, was sich dort unten tut ist ein großes Spektakel, welches so langsam dann doch das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Dass sich in den ~30cm Boden unter einem Fußabdruck in einem alten Waldbestand 500 km Pilzfäden befinden! Dass 92% aller Pflanzen mit Pilzen eine Symbiose eingehen – und nicht nur mit einer Art, sondern oft mit Dutzenden. Dass die Pflanzen 20-60% ihrer Photosyntheseprodukte an diese Pilze bereitwillig abgeben – schliesslich erhalten sie etwas zurück, an dass die Pilze viel besser dran kommen, als sie selbst, Nährstoffe und Wasser. Dass 80-90% der Nährstoffaufnahme der Pflanze mikrobiell vermittelt vermittelt wird – irgendwo zwischen anorganischem Boden, organischer Substanz, Pilzen und den Pflanzenwurzeln. Der helle Wahnsinn! Ein Teelöffel mit Boden kann 10.000-50.000 verschiedene Bakterientypen enthalten, neben tausenden Pilzarten, Protozoen, Nematoden und Milben. Ich könnte hier noch mehr solcher unfassbaren Tatsachen nennen, aber lest selbst, im Buch. Absolut empfehlenswert!

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Buch: Selbst denken, selbst machen, selbst versorgen: Ein Bauer zeigt wie`s geht. Markus Bogner

Screen Shot 2017-08-13 at 09.52.41Ok, mehr und mehr Menschen verstehen dass die gängige Form der Landwirtschaftspraxis nicht zukunftsfähig ist. Aber, wie kann sie denn aussehen? Wieder mit der Sense auf dem Feld stehen? Und mit der Hand großflächig Salate pflanzen? Zurück zu einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft? Ja, vielleicht, nicht immer, aber sicher immer mehr, wäre meine Antwort darauf. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, nicht nur das gewählte Anbausystem, sondern z.B. auch die eigenen Fähigkeiten oder die Absatzmöglichkeiten. Markus Bogner, Bauer in den bayrischen Voralpen, hat diesen Weg hin zur Kleinbäuerlichkeit inklusive Selbstvermarktung genommen, und zwar erfolgreich. In seinem Buch „Selbst denken, selbst machen, selbst versorgen: Ein Bauer zeigt wie`s geht“ (Amazon, Buch7) spannt er einen interessanten Bogen auf zwischen den großen, globalen Problemen der Landwirtschaft, inklusive politisch und wirtschaftlichen Strukturen und Entwicklungen, hin zur praktischen Tätigkeit und Lösungsansätzen bei ihm auf dem Hof. So bewegt er bzw. der Leser sich beständig zwischen dem kleinen Gemüseacker vor Ort, dem »anonymen« Weltacker zwischen Berlin und Äthiopien, den frei herumlaufenden Gänsen und Hühnern auf seinen Weiden und den Massentierhaltungen Europa’s, dem selbst gemachten Brot in seinem Steinofen und den eingefroren Aufbackbrötchen aus China. Eine spannende Geschichte, leicht zu lesen, die einen guten Einblick in die festgefahrene Situation unserer Landwirtschaft gibt, mit guten Ideen, wie es anders gehen kann.

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Präsentation: Gärtnern für Gastronomen. Olaf Schnelle. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft 2017“

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Olaf Schnelle gründete zwei Gärtnereien, die sich in der deutschsprachigen Top-Gastronomieszene rasch einen Namen machten. Die erste Gärtnerei „Essbare Landschaften“ betrieb er von 1998 bis 2014. Sie beschäftigte sich mit der geschmacklichen Vielfalt von Wildkräutern. Seine aktuelle Gärtnerei „Schnelles Grünzeug“ befasst sich mit dem gesamten Spektrum kulinarisch wertvollen Grüns. Das Sortiment umfasst nun neben den Wildkräutern auch Gemüse, Hölzer, Wurzeln und Sämereien. In seiner praktischen Arbeit befasst er sich in seiner kleinen, sehr intensiv bewirtschafteten Gärtnerei mit mobilen Folientunneln und Grünmulch. Das neueste Projekt ist der Aufbau des „Zentrum für Gemüse-Fermentation im Trebeltal“, in dem er in unmittelbarer Nachbarschaft seine Überschüsse verarbeitet.
www.schnelles-gruenzeug.de

HINTERGRUND ZUM SYMPOSIUM
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof war Gastgeber des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur“ vom 27.-29. Januar 2017 in Kreßberg. Gärtner und Landwirte aus konventionellem und ökologischem Landbau und Menschen, die sich für einen zukunftsfähigen Acker- und Gemüsebau interessieren, sind zu dieser Bildungs- und Austauschplattform gekommen. Im Mittelpunkt standen praktische Methoden einer Ressourcen-aufbauenden Landwirtschaft.

Referenten wie Sepp Braun, Dietmar Näser und Margarete Langerhorst gaben einen Ein- und Überblick über zukunftsfähige Landwirtschaftstechniken wie z.B. pfluglose und Minimal- Bodenbearbeitung, Untersaaten und Direktsaat, Mischkulturen und Zwischenfrüchte. Auch Themen wie Rotte-Steuerung, Kompostierung und Mulchen, Agroforstwirtschaft und Holistisches Weidemanagement, mehrjährige Gemüsepflanzen, Wassermanagement und Keyline-Design wurden in Vorträgen, Impulsreferaten und offenen Runden diskutiert.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www.lebensraum-permakultur.de
www.schloss-tempelhof.de

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Präsentation: 40 Jahre Klein-Intensivgartenbau. Margarete Langerhorst. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft 2017“

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Margarete Langerhorst bewirtschaftet seit 1973 mit Ihrer Familie in Oberösterreich in 500 Meter Seehöhe einen kleinen Hof mit 3,5 ha Grund. Die seit Anbeginn betriebene kleinflächige, intensive Gemüse-Mischkultur zeigt vorbildlich auf, wie sich nur mit Pflanzen, eigenem Pflanzenkompost und minimaler Bodenbearbeitung per Hand ein hochproduktiver, fruchtbarer Boden schaffen lässt. Der Zukauf nur von Saatgut und Gesteinsmehl ist minimal, auf den Einsatz von Maschinen im Gelände wird verzichtet. Für den Erwerb wird das Gemüse über Abokisten, Verkauf ab Hof und Zustellung im Ort verkauft. Das Gelände ist mit Obst- und Nussbäumen sowie Kiwi- und Beerensträucher verschiedener Arten und Sorten bepflanzt. Dies alles bietet unzähligen Vögeln und anderen Kleintieren sehr viel Lebensraum – eine Art Waldgarten.
www.gugerling.at

HINTERGRUND ZUM SYMPOSIUM
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof war Gastgeber des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur“ vom 27.-29. Januar 2017 in Kreßberg. Gärtner und Landwirte aus konventionellem und ökologischem Landbau und Menschen, die sich für einen zukunftsfähigen Acker- und Gemüsebau interessieren, sind zu dieser Bildungs- und Austauschplattform gekommen. Im Mittelpunkt standen praktische Methoden einer Ressourcen-aufbauenden Landwirtschaft.

Referenten wie Sepp Braun, Dietmar Näser und Margarete Langerhorst gaben einen Ein- und Überblick über zukunftsfähige Landwirtschaftstechniken wie z.B. pfluglose und Minimal- Bodenbearbeitung, Untersaaten und Direktsaat, Mischkulturen und Zwischenfrüchte. Auch Themen wie Rotte-Steuerung, Kompostierung und Mulchen, Agroforstwirtschaft und Holistisches Weidemanagement, mehrjährige Gemüsepflanzen, Wassermanagement und Keyline-Design wurden in Vorträgen, Impulsreferaten und offenen Runden diskutiert.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www.lebensraum-permakultur.de
www.schloss-tempelhof.de

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Doku: Ackerbau anders denken. Arte

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Monokulturen und Schädlinge, Pestizide und Artenschwund: Es wird Zeit, Ackerbau anders zu denken. Nur wie? Für Harald Gasser, der im Eisacktal als Gemüseflüsterer bekannt ist, heißt das: Handarbeit, Rückbesinnung auf Natur und Erfahrungswissen und Vielfalt. Doch auch moderne Technologie versucht ebenfalls, umzudenken – um ähnliches zu erreichen, aber im großen Stil …

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Buch: Permakultur im Hausgarten: Handbuch zur Planung und Gestaltung

Screen Shot 2016-12-30 at 11.28.57Nun gibt es ja eine Menge an Büchern zur Permakultur, manche davon mehr theoretischer Natur, manche deutlich auf Hausgärten bezogen. Und doch gilt es immer noch Lücken zwischen den von diesen Büchern abgedeckten Bereichen zu füllen. Das macht das Buch „Permakultur im Hausgarten: Handbuch zur Planung und Gestaltung mit vielen Beispielen“ (Buch7, Amazon) von Jonas Gampe sehr gut. Denn der konkrete planerische Aspekt kommt doch in den meisten Einsteiger-Büchern so gut wie gar nicht vor. Jonas Gampe erklärt anschaulich an einem Beispielgarten wie die fiktive Familie Steckling Schritt für Schritt, die Planungsschritte und Gestaltungswerkzeuge der Permakultur nutzend, von der Beobachtung zur Analyse und in’s Design geht. Dazu gibt’s hilfreiche Illustrationen, Bilder und Tabellen. Interessanter, in anderen Werken meist unberücksichtigter Aspekt: Gampe hat zu den einzelnen Schritten immer wieder ungefähre Angaben aufgeführt, wie viel Zeit Umsetzung und Pflege kosten. Im zweiten Teil des Buches gibt es von verschiedenen Permakultur-Praktikern anschaulich beschriebene und bebilderte Beispiele von Terrasse, Garten & Co. Wie sind sie an die Gestaltung ihrer Flächen heran gegangen? Was haben sie sich dabei überlegt? Und was – ganz wichtig – auch aus ihren Fehlern gelernt? Rundum ein gelungenes, relativ kurz und knapp gehaltenes Werk zur Permakultur.

PS: Eine kleine Kritik habe ich dennoch, gerade weil die Landwirtschaft mein Steckenpferd ist: Die Bilder und dazu gehörigen Bildunterschriften zum Vergleich Permakultur-Anbau vs. landwirtschaftlich genutzte Flächen (Fig. 0.1, 0.4) geben meiner Meinung nach kein gutes Abbild dessen ab, was grossflächiger Anbau mittels Permakultur-Methoden als Alternative zur konventionellen Landwirtschaft darstellen und erwirtschaften kann. Da gibt es andere, eindrucksvolle und auch für Landwirte ansprechende Beispiele.

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