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Löcher graben um Bäume wachsen zu lassen – so einfach kann’s gehen!

Löcher graben um Bäume wachsen zu lassen – so einfach kann’s gehen!

Ich liebe einfache Lösungen! Und siehe, hier ist wieder eine, die die Welt v.a. in den Trockengebieten verändern kann. Justdiggit, eine Initiative aus Holland, bringt die Vegetation in die vormals öde Landschaft zurück, indem sie mehr als 78.400 halbrunde Löcher gegraben haben. Auf diese Weise haben sie das Land für die ortsansässige Gemeinde wieder nutzbar gemacht. Beeindruckende Bilder – mit ganz viel Löchern! – die das Bild der Landschaft (»Es werde grün!!!«) total verändern. Klasse!

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Doku: Ackerkräuter – Verkannte Kostbarkeiten

Doku: Ackerkräuter – Verkannte Kostbarkeiten

Sie verschwindet zunehmend, unsere »Ackerbegleitflora«. Jene Pflanzen, mit dem Ackerbau mit- und zugewandert sind, die nicht nur Nahrung für Insekten und Vögel sind, sondern auch – viele von ihnen – essbar für uns, mit wertvollen Inhaltsstoffen. Oft sind die Äcker mittlerweile »rein«, aufgrund der Nutzung von Glyphosat und anderen Herbiziden, was, wie Untersuchungen zeigen, zu einem Problem für die Tiere wird. Der Schwund von Insekten und Vögeln ist eben auch auf diese direkte Konsequenz der Beseitigung der Ackerunkräuter alias, teilweise auf jeden Fall, Ackerbegleitflora zurück zu führen.

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Doku: Flower Power – Energie aus Blumen

Doku: Flower Power – Energie aus Blumen

Statt Mais für die Biogasanlage, eine artenreiche Blühmischung? Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – oder eher: Insekten Nahrung anbieten und gleichzeitig Strom produzieren? Das geht mit dem »Bienenstrom«, einem interessanten Projekt von der Schwäbischen Alb, wie diese Doku zeigt.
Auch interessant in dem Bericht, wie die negativ geladenen Pflanzenblüten mit den positiv geladenen Hummeln in Verbindung treten – oder eben nicht, wenn die Blüte schon kurz vorher besucht wurde, und nun nicht mehr negativ geladen ist.

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Forschungen zeigen, dass Bodenmikroben eine Schlüsselrolle bei der Resistenz gegen Pflanzenkrankheiten spielen

Forschungen zeigen, dass Bodenmikroben eine Schlüsselrolle bei der Resistenz gegen Pflanzenkrankheiten spielen

Wissenschaftler haben herausgefunden (Pressemitteilung, Publikation), dass Bodenmikroben Pflanzen resistenter gegen eine aggressive Krankheit machen können – und damit neue Sichtweisen auf die Art wie wir Landwirtschaft betreiben sollten. Ihre Analyse zeigte, dass die Mikrobiome der die Krankheit überlebenden Pflanzen mit bestimmten seltenen Taxa- und pathogenunterdrückenden Pseudomonas- und Bacillus-Bakterien assoziiert waren.“Unsere Ergebnisse zeigen, dass es wichtig ist, nicht nur den Erreger, sondern auch die natürlich vorkommenden nützlichen Mikroorganismen in der Rhizosphäre zu fokussieren.“

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Vertikales Gärtnern im Zimmer

Ich bin weiter am Herumprobieren, wie denn das vertikale Gärtnern auch in Zimmern funktionieren kann. Hier habe ich ein System von Verticalgreendesign an der Wand angebracht, noch mit ganz jungen Pflanzen. Das System lässt sich leicht installieren und überschüssiges Wasser kann gut im Auffangbehälter gesammelt werden. Das System ist auch weiter ausbaubar. Allerdings finde ich den horizontalen Abstand der verschiedenen Etagen etwas zu eng – oder es hängt wiederum von der Pflanzenwahl ab. Ich denk ich werde das noch einmal mit Farnen oder Moosen probieren – die kann ich mir da besser drin vorstellen, weil auch der Pflanzbereich, wo die Wurzeln drin wachsen, recht eng gestaltet. Falls jemand Tipps für eine solche Gestaltung hat, gerne in den Kommentaren teilen.

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Wunderbare Wurzelmasse

Feldtag bei Sepp Hägler, innovativer Landwirt in Wernberg-Köblitz. Beeindruckende Wurzelmasse die da sein Roggen oder andere Kulturen entwickelt haben. Genauso wie es sein soll: Da bleibt viel Boden an den Wurzeln hängen, was zeigt dass die Pflanzen über Wurzelexudate das Bodenleben in ihrem Wurzelraum reichhaltig füttert. Der Austausch von kohlenstoffreichen Verbindungen, die sie über die Photosynthese produziert, gegen Mineralien und Wasser ist eine wesentliche Erkenntnis die beim Regenerativen Ackerbau berücksichtigt und gefördert wird.

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Vertikale Indoor-Pflanzung

Vertikale Pflanzenwände – das kennt man ja von Patrick Blanc, vor allem für draussen. Mein Wunsch war das mal drinnen auszuprobieren. Wäre doch echt cool, eine Teilwandstück mit Pflanzen komplett begrünt zu haben. Hier nun mein erster Versuch mit einer kleinen Wand von Naturegardening. Allerdings: um dies Indoor zu benutzen braucht es etwas Tuning, weil das Teil ein paar Mankos hat. Das Wasser läuft viel zu schnell von oben nach unten durch. Ich habe als erstes Mal die Durchflussrohre verstopft, damit das Wassser in jeder Ebene auch bleibt. Dann läuft es im vorderen Bereich der Pflanztopfes hinaus, wo sich eine Arretierung befindet. Auch diese habe ich mit Tape dann zu geklebt. Aber selbst so läuft das Wasser dann viel zu schnell über den Rand der Pflanztopfes hinaus – auf den Boden. Um da zu verhindern, habe ich die Neigung der Ebenen verstellt – nun scheint es etwas besser zu funktionieren. Mal schauen wie sich die Pflanzen entwickeln. Ein kleiner Hingucker ist das Ding jedenfalls.

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Weltrekord: Indien pflanzt 66 Mio. Bäume in zwölf Stunden gegen globale Erwärmung

Foto: Rajesh Kumar Singh / Associated Press

„Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, der mit etwa 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesstaat Indiens, haben mehr als 1,5 Millionen freiwillige Menschen über 66 Millionen junge Bäume in die Erde gebracht, – innerhalb nur eines einzigen Tages. Die Aktion richtete sich im Rahmen der Paris Climate Change Conference gegen die globale Erwärmung. Mit ihr sei ein neuer Weltrekord erklommen, so ein Sprecher der indischen Regierung.“

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Buch: Was Pflanzen wissen: Wie sie hören, schmecken und sich erinnern. Daniel Chamovitz

Die (komplexe und höchst interessante) Welt der Pflanzen rückt uns ja immer näher, dank weiter führender Forschungen an verschiedensten Instituten weltweit. Neben den Wissenschaftlern, die kleinste Begebenheiten beobachten und analysieren – von denen aber kaum jemand was versteht – braucht es immer wieder Menschen, die die Brücke zwischen der Wissenschaft und dem interessierten Publikum schlagen und die wissenschaftlichen Ergebnisse in verständliche Worte und gute Geschichten verpackt. Daniel Chamovitz versucht dies mit seinem Buch „Was Pflanzen wissen: Wie sie hören, schmecken und sich erinnern“ (Amazon, Buch7). Dabei geht es, ganz menschlich, um sehen, riechen, schmecken, fühlen und hören der Pflanze. Da gibt es spannende Untersuchungen zu, wie Chamovitz aufzeigt, wie die Pflanze Licht wahr nimmt; wie sie das Wachstum steuert; wie sie fest stellt, wer an ihren Blättern knabbert; wie sie dies kommuniziert, um »Support« zu holen usw. Die Wissenschaft hat da in den letzten Jahren wirklich einige interessante Entdeckungen gemacht. Allerdings, sie kommen bei Chamovitz manchmal doch etwas langatmig her, mit diversen Umwegen mit Vergleichen zu Menschen oder geschichtlichen Herleitungen, was die Prägnanz der Texte stört. Insgesamt sicherlich ein interessantes Buch, für jene, die mehr über das (nicht mehr so geheime) Leben der Pflanzen wissen will.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Präsentation: Wert der Wurzeln für die Humusanreicherung. Monika Sobotik. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2018

Dr. Monika Sobotik ist gelernte Gärtnerin und Botanikerin. Gärtnerische Erfahrungen sammelte sie im Zierpflanzenbau in der Stadtgärtnerei Linz, im Gemüsebau in einem biologisch dynamischen Betrieb auf der Schwäbischen Alb und auf der Threefold Farm in Spring Valley, USA. Seit 1967 hatte sie die Möglichkeit bei Frau Prof. Dr. Lore Kutschera und Prof. Dr. Erwin Lichtenegger an mehreren Wurzelatlas-Bänden mitzuarbeiten. Seit 2009 führte sie das Pflanzensoziologische Institut in Klagenfurt weiter.
www.wurzelforschung.at

HINTERGRUND ZUM SYMPOSIUM
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof war erneut Gastgeber des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Methoden einer regenerativen Agrarkultur“ vom 26.-28. Januar 2018 in Kreßberg. Im Mittelpunkt standen praktische Methoden einer Ressourcen-aufbauenden Landwirtschaft.

Referent*innen wie Monika Sobotik, Wolfgang Palme und Martin Wiethaler gaben einen Ein- und Überblick über ihre Erfahrungen zu verschiedenen Aspekten einer Aufbauenden Landwirtschaft. Themen des Symposiums 2018 waren u.a. Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte und Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung, Holistisches Weidemanagement; Solidarische Landwirtschaft, Gemeinwohl-Bilanzierung u.v.m.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www.lebensraum-permakultur.de
www.schloss-tempelhof.de

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(Mikro)Plastik überall – auch in den Böden und den Pflanzen, die wir essen

Pfffttt…. das Thema ist mir nicht unbekannt, aber dieser kurze Filmbeitrag „Überall Plastik. Der allergrößte Teil des Plastikmülls landet in den Böden: Mikroplastik könnte an Land sogar schädlicher wirken als in Gewässern. Davor warnt eine aktuelle Studie.” hat mich schon schockiert ob der Situation in der wir uns befinden. Gerade mit der Outdoor-Bekleidung – Unterhemd, Pullover, Jacke – , flexibel, atmungsaktiv und kuschelweich; aber zu meist 100% aus Plastik.

Was ist mein Beitrag dazu? Unser Beitrag? Wie treffen wir (Kauf)Entscheidungen, die (ökologische) Konsequenzen haben? Welche Vision von einer Welt haben wir – und wie klar und konsequent richten wir unser Leben, unsere Entscheidungen im Alltag darauf aus? …. Nachdenklichkeit, auch Angst, bei mir, ganz persönlich, gerade…

Andere Beiträge zum gleichen Thema:

The Story of Microfibers: http://lebensraum-permakultur.de/the-story-of-microfibers/
Plastic Planet: http://lebensraum-permakultur.de/doku-plastic-planet-die-unsichtbare-gefahr/
Midway: http://lebensraum-permakultur.de/film-midway-englisch/

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Präsentation: Die fünf Prinzipien der Bodengesundheit. Vortrag von Dr. Christine Jones (mit deutscher Übersetzung)

Dr. Christine Jones ist quasi der Guru des Pflanzen-füttern-das-Bodenleben-Ansatzes. Gibt einige interessante Artikel von ihr zum Thema. Mitte des Jahres war sie in Deutschland, eingeladen von der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung in Weihenstephan-Triesdorf. Sehr interessanter Vortrag mit deutscher Übersetzung, für alle die mehr über die Interaktion von Pflanzen und Boden wissen möchten (das sollten eigentlich alle sein, die mit Pflanzenanbau zu tun haben), und lernen wollen was das für Anbaumethoden und den Umgang mit Boden zur Folge hat.

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Doku: Pflanzen mit Superkräften – Wie sie ihr Überleben sichern

Auf Arte: „Pflanzen können riechen, Fallen bauen und ausgeklügelte Verteidigungsstrategien entwickeln. Pflanzen sind trickreiche Überlebenskünstler: Fleischfressende Pflanzen sind beispielsweise besonders kreative Nahrungssammler. Der Wasserschlauch saugt mit kleinen Fangbläschen Wasserflöhe ein und verdaut sie. Die Kannenpflanze lockt innerhalb kürzester Zeit Hunderte Termiten in eine tödliche Falle. Der Teufelszwirn hat es zwar auf pflanzliche Nahrung abgesehen – nutzt dabei jedoch nicht minder perfide Tricks: Er überfällt Tomatenpflanzen und saugt sie an. Doch woher weiß er, wohin er wachsen muss? Zeit für ein skurriles wissenschaftliches Experiment. In Schengen, dem symbolträchtigen Ort im Dreiländereck zwischen Frankreich, Deutschland und Luxemburg, machen sich die „Xenius“-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug auf eine grenzüberschreitende Entdeckungsreise ins heimische Pflanzenreich. Sie wollen herausfinden, mit welchen Tricks Pflanzen es schaffen, sich über den ganzen Erdball zu verbreiten. Unterstützt werden sie von dem „Extrembotaniker“ Jürgen Feder. Der Pflanzenfan kennt wie kaum ein anderer die faszinierenden und schrägen Geschichten unserer grünen Erdenbewohner. Feder zeigt den „Xenius“-Moderatoren, warum gerade an Bahnhöfen oder Supermarkt-Parkplätzen besonders exotische Gewächse zu finden sind.“

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Doku: What Plants Talk About

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Die wilde Tabakpflanze: Sie kann nicht nur über aromatische Signale Insekten anziehen, die jene Raupen lieben, die gerade die Tabakpflanze am Anknabbern sind. Sie kann auch ihre Blütenform, Blütennektar und Blühzeitpunkt verändern und verschieben, um, je nach Bedingungen, ganz andere Insekten für die Bestäubung anzuziehen. Nachts blühen, oder doch lieber tagsüber? Das hängt von verschiedenen Bedingungen ab. Die Doku „What Plants Talk About“ ist eine spannende Erzählung zu dem „geheimen Leben der Pflanzen“, wie sie kommunizieren, riechen, spüren, und in Kontakt treten. Super!

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Präsentation: Pflanzengesundheit. Ingrid Hörner. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft 2017“

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Ingrid Hörner bewirtschaftet mir ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb. Über viele Jahre hat sich Frau Hörner intensiv mit der Rekultivierung von landwirtschaftlichen Flächen nach baulichen Eingriffen, sowie der Sanierung und Regeneration von geschädigten Dauerkulturen auseinander gesetzt. Intensive Recherchen führten zu erstaunlich praxisnahen und meist kostengünstigen Lösungen, abseits bekannter landwirtschaftlicher Methoden. Seit einigen Jahren arbeitet sie zusammen mit Dietmar Näser und Friedrich Wenz an der Anpassung dieser Methoden an die unterschiedlichen Verhältnisse.

HINTERGRUND ZUM SYMPOSIUM
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof war Gastgeber des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur“ vom 27.-29. Januar 2017 in Kreßberg. Gärtner und Landwirte aus konventionellem und ökologischem Landbau und Menschen, die sich für einen zukunftsfähigen Acker- und Gemüsebau interessieren, sind zu dieser Bildungs- und Austauschplattform gekommen. Im Mittelpunkt standen praktische Methoden einer Ressourcen-aufbauenden Landwirtschaft.

Referenten wie Sepp Braun, Dietmar Näser und Margarete Langerhorst gaben einen Ein- und Überblick über zukunftsfähige Landwirtschaftstechniken wie z.B. pfluglose und Minimal- Bodenbearbeitung, Untersaaten und Direktsaat, Mischkulturen und Zwischenfrüchte. Auch Themen wie Rotte-Steuerung, Kompostierung und Mulchen, Agroforstwirtschaft und Holistisches Weidemanagement, mehrjährige Gemüsepflanzen, Wassermanagement und Keyline-Design wurden in Vorträgen, Impulsreferaten und offenen Runden diskutiert.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www.lebensraum-permakultur.de
www.schloss-tempelhof.de

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Fünf Spatendiagnosen: Was Pflanzenwurzeln für den Boden tun. Eine Feldbegehung im jungen Waldgarten am Schloss Tempelhof

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Schon sehr faszinierend zu beobachten, wie Pflanzen und ihre Wurzeln die Bodenstruktur verändern können. Bis dato dachte ich dass großzügiges Mulchen durchaus Boden-fördernd ist. Aber durch die Literatur von Neil Kinsey’s „Hands on Agronomy – Der etwas andere Blick auf Bodenfruchtbarkeit und Düngung“ (Amazon, Buch7) und die Beobachtung verschiedener Flächen im langsam sich entwickelnden Gemüse-Waldgarten am Tempelhof wird mir immer deutlicher, welche positiven Einflüsse die Pflanzen und deren Wurzeln auf den Boden (und das Bodenleben) hat. Wirklich beeindruckend. Dazu eben dieses kleine Filmchen.

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Buch: Understanding Roots: Discover How to Make Your Garden Flourish

Screen Shot 2016-09-17 at 12.15.34Uns ist es ja leider gegeben, nur einen Teil der Welt zu sehen, zu hören, zu riechen. Das ist uns klar, wenn wir von Tieren lernen, die mit ultraviolettem oder infrarotem Licht was sehen können; oder von solchen, die Gerüche die quasi in homöopathischer Dosis vorüber ziehen, wahrnehmen können. Aber leider bleiben uns auch Dinge verborgen, die eigentlich offensichtlich sind: Nämlich so etwa die Hälfte der Pflanzen, mit denen wir andauernd zu tun haben, und um die wir uns kümmern, damit sie gut wachsen und uns (er)nähren können. Wie sieht denn das unterirdische Leben einer Pflanze aus? Wer weiss das schon? Ich beobachte mir Interesse und Ehrfurcht umgefallene Bäume und deren Wurzelwerk. Und hier oder dort mal die feinen Wurzeln, die sich im Mulch ausbreiten, vom Kohl der sich dort so wohl fühlt. Also, neben dem „geheimen Seelenleben“ der Pflanzen, gibt es auch noch das geheime Wurzelleben derselben. Und um dieses zu entdecken, zu verstehen, und zu staunen gibt es Bücher wie das von Robert Kourik, „Understanding roots„. Beeindruckende Zeichnungen von Wurzeln von kleinen und grossen Pflanzen. Die allgemeine, weit verbreitete These, dass Wurzeln von Bäumen so gross sind wie die Grösse der Krone, lässt sich mit den Bildern des Buches sehr schnell widerlegen.

Zum Beispiel dieser hier – mit einem Wurzelwerk deutlich breiter als der Baum. Und viel flacher, als man gemeinhin denken würde:
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Oder dieser hier: Das Wurzelwerk ist mindestens doppelt so breit, wie der Baum hoch ist. Mit dem Kronendurchmesser ist der Durchmesser des Wurzelraumes nicht vergleichbar:
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Beeindruckend auch der Löwenzahn. Dass der tief wurzelt ist ja bekannt. Aber doch atemberaubend, wenn man den Vergleich „oberhalb“ und „unterhalb“ tätigt (12″ = 30cm):
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Das Buch wimmelt gerade so von Zeichnungen des Wurzelraumes von Bäumen, Sträuchern und kleinere Pflanzen. Und es gibt auch gute Einblicke in andere Aspekte des Bodens: Wasser, Nährstoffe, Mykorrhiza. Echt lohnenswert.

Was bleibt als Essenz? Die Wurzelmasse aller Pflanzen tummelt sich in den obersten 20cm. (Obst)Bäume breiten ihr Wurzelwerk weit aus. Wie eng kann man dann sinnvollerweise Bäume und Büsche pflanzen, ohne Druck oder Konkurrenz entstehen zu lassen?

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Buch: Around the world in 80 plants: An edible perrenial vegetable adventure for temperate climates

Screen Shot 2016-09-17 at 12.04.49Stephen Barstow ist der Guru in Sachen Vielfalt für den Salat: In seinem Garten wachsen über 3.000 verschiedene essbare Pflanzen. Und 2003 stellte er den Weltrekord ein (seinen eigenen) und kreierte einen Salat mit 537 verschiedenen essbarem Blättern und Blüten (der Rekord von 2001 lag bei 363). Also, der Mann weiss, wovon er spricht. Und schreibt. In seinem Buch „Around the world in 80 plants: An edible perrenial vegetable adventure for temperate climates“ nimmt er uns mit auf eine Reise durch alle Kontinente und deren essbarer Pflanzen, die des Anbaus würdig sind. Die ein oder andere kennen viel sicher schon; aber der Großteil der Pflanzen war mir total unbekannt. Hier geht es auch weniger um den Wunsch nach Sammeln – möglichst viele verschiedene Pflanzen im Garten zusammen zu tragen; das könnte man ja befürchten. Nein, es sind wirklich nutzvolle Pflanzen dabei, die es lohnt, auszuprobieren. Das Buch ist sehr gut bebildert, und er gibt auch regelmässig Tipps wie die Pflanzen verwertet, zubereitet und veredelt werden können. Wirklich sehr interessante Ergänzung zu z.B. Martin Crawford’s „Perennial Vegetables„.

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Der perfekte Boden

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Eine gute Anzuchtserde herzustellen ist wohl eine wahre Kunst. Aber auch die Frage, in welchem Boden Pflanzen gut wachsen. Hier ist ein kleiner, anschaulicher Beitrag über „von schlechtem und gutem Boden“, wobei zu Berücksichtigen gilt, dass das Resultat zwar sicher auf erstem Blick hin erstaunlich ist, beim zweiten Nachdenken dann aber wiederum auch nicht. Schliesslich wird hier denn auch zwar „Abfall“, aber eben doch in hochkonzentrierter Form verwendet. Aber ich will nicht zu viel verraten – das Ergebnis ist schon ein paar Gedanken wert!

Hier das Ergebnis anschaulich dargestellt:

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Präsentation: The Hidden Beauty of Pollination. Louie Schwartzberg

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Kleine Präsentation von Louie Schwartzberg, welches den Augenmerk auf das Wunder der Bestäubung legt. Eindrucksvolle, wunderbare Aufnahmen in Zeitlupentempo zeigen wie Kolibris, Fledermäuse und Insekten den leckeren Blütennektar trinken, sich mit Pollen bestäuben, und damit zur Weiterverbreitung der Pflanzen beitragen. Das Bewusstsein entwickeln, nochmal genau hingucken ins Alltägliche, diese unglaublichen Entwicklungen wahrnehmen, (nach)spüren – das gelingt dem Filmemacher immer wieder (hier und hier z.B. auch).

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