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Tod durch Katzen

Tod durch Katzen

In der ZEIT: Mit seinem preisgekrönten Foto illustriert Jak Wonderly ein Problem für die Artenvielfalt: Mehr als zwei Milliarden Tiere werden in den USA jährlich von Hauskatzen erlegt. Auch in Deutschland sind Hauskatzen eine Gefahr für die heimischen Wildtiere. Der NABU schätzt, dass ihnen jedes Jahr bis zu 100 Millionen Vögel zum Opfer fallen. Vor allem die rund zwei Millionen herrenlosen Streuner fallen dabei ins Gewicht.

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Neonikotinoide auch für Zugvögel gefährlich

Laut einer neuen Studie der University of Saskatchewan in Saskatoon (Kanada) haben Neonikotinoide negativen Einfluss auf den Rhythmus von Zugvögeln und deren Wanderverhalten. Indirekt seien die Chemikalien so am Rückgang der Bestände beteiligt. Konkret soll das Mittel Imidacloprid zu Gewichtsverlust und längerer Rastdauer bei Dachsammern (Zonotrichia leucophrys) führen, berichten die Forscher.

»Neonicotinoide sind eine weit verbreitete Gruppe von Pestiziden, die sich nachweislich negativ auf eine wachsende Zahl von Arten, insbesondere Bestäuber, auswirken. Eng et al. testeten, wie die Exposition gegenüber diesen Verbindungen das Verhalten eines wandernden Singvogels beeinflusst. Die Einnahme von Neonicotinoid-Insektiziden reduzierte die Nahrungsaufnahme und Anhäufung von Körpermasse und Fettspeichern, was zu einer verzögerten Abreise von Zwischenstopps führte. Solche Verzögerungen können zu einer Verkürzung des Wanderungsüberlebens und zu einem geringeren Fortpflanzungserfolg führen und daher das Potenzial haben, Auswirkungen auf die Bevölkerung zu haben.«

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Lebensraum für Insekten und seltene Pflanzen – Rand- und Mittelstreifen in der Wiese




Wir haben letztes Jahr unsere Flächen von einem Biologen auf die Artenvielfalt untersuchen lassen – Pflanzen, Vögel, Schmetterlinge, Grasshüpfer. Dabei sind bestimmte Flächen als besonders wertvoll heraus gestellt worden, sowie die Bedeutung von Rand- und Mittelstreifen, die bei der Mahd stehen gelassen werden und nur im Herbst oder besser noch zum Ende des Winters gemäht werden. Diese bieten Insekten und Vögeln Rückzugsraum, Schutz und Nahrung. Weswegen wir entsprechend unsere Wiesen nun etwas anders »gestalten«.

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Artikel: Insektenfressende Vögel der Agrarlandschaft europaweit auf dem Rückzug

Aussage einer neuen Studie: „Die Hauptursache für den europaweiten Rückgang der Insektenfresser sehen die Wissenschaftler in der modernen Landwirtschaft. Neben dem starken Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gingen mit dem Trend zu großflächigen Monokulturen auch immer mehr Hecken, Ackerränder und Brachen verloren und viele Wiesen und Weiden würden in Ackerland umgewandelt.“ TopAgrar, Resümee der Studie

Dabei soll hier nicht der Landwirt als »der Böse« abgestempelt werden. Natürlich gibt es auch andere Gründe für das Verschwinden von Insekten & Vögeln: Zerschneidung und Zersiedlung der Landschaft; Lichtverschmutzung; das Fangen von Vögeln im Mittelmeerraum; usw. Aber klar müsste schon sein: Der größte Landschaftsgestalter ist in Deutschland und Europa die Landwirtschaft. Und unsere Landschaft hat sich v.a seit dem Ende des 2. Weltkriegs dramatisch verändert. Heckenschwund, Solitärbäume weg, Feuchtgebiete trocken gelegt, hohe Düngung und damit Verlust an Magerstandorten, Monokulturen, die Verwendung von Glyphosat, Insektizidnutzung, usw. Und dies ist ja gesellschaftlich getragen – also nicht mit dem Finger auf die Bauern zeigen! Da liegt es in unser aller Verantwortung, diesen Weg zu verändern.

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Präsentation: Deutschland ist zu grün. Prof. Werner Kunz

Eine durchaus interessante und wichtige Betrachtungsweise, die kundigen Menschen aber nicht ganz so neu ist, und auch wiederum nicht als »Ausrede« dienen sollte, in der Landwirtschaft nichts zu ändern, weil Artenvielfalt eben v.a. durch »arme« Habitate erhöht werden kann. Ja, es ist schon so, dass nährstoffarme, kaum mit Boden bedeckte und oft nur mit wenigen (allerdings vielfältigen) Pflanzen bestandene Flächen eine Oase für Insekten sind. Die gilt es zu fördern. Im Vergleich dazu findet man in bewusst angelegten Blühstreifen am Ackerrand nur ein Bruchteil der Artenvielfalt. Ja, es braucht diese Oases, diese Refugien, zunehmend auch künstlich gestaltet, um Brutstätten für aussterbende Tierarten zu entwickeln. Aber es braucht auch vielfältigen Strukturen in der Land(wirt)schaft – Hecken, bunte (klug angelegte) Blühstreifen in/an den Äckern, Wiesenrandstreifen. Eine sinnvolle Ergänzung!

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Umweltverschmutzung: Zwei Drittel der Seevögel haben Plastikmüll im Magen. Forscher schlagen Alarm: Die meisten Seevögel haben bereits jetzt Plastikreste im Magen. Im Jahr 2050 könnten bis zu 95 Prozent aller Tiere betroffen sein. Die Wissenschaftler fordern eine bessere Müllentsorgung.

Rom versus Brüssel: Der Käsekrieg. Italien boykottiert eine Vorgabe der EU, die Käseherstellung auch aus Milchpulver zulässt. Der Kampf um die Reinheit von Pecorino und Parmigiano dürfte letztlich vergeblich sein – und trifft dann auch Deutschland.

Mais-Anbau: Fledermäuse retten eine Milliarde US-Dollar jährlich. Fledermäuse sind großartige Schädlingsbekämpfer. Wie wertvoll ihre Dienste sind, haben Forscher nun herausgefunden: Wenn man die Tiere engmaschig von Maisfeldern fernhält, fallen die Ernteverluste überraschend hoch aus.

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Film: Midway (Englisch)

Viele von uns wissen um den Plastikmüll den wir produzieren. Wissen, dass dieser, einmal in der Natur, sich kaum abbaut. Und haben vielleicht schon mal vom grossen pazifischen Abfallbereich (Great Pacific Garbage Patch) gehört. Aber dann doch zu sehen was mit den manchen Lebewesen passiert, wenn sie in Kontakt mit unserem Müll kommen, ist schockierend, frustrierend, aufwühlend. Und, ähnlich wie beim CO2 Ausstoss ist es so dass selbst wenn wir morgen aufhören würden Plastikmüll zu produzieren (und in der Natur landen zu lassen), so wäre er doch für hunderte von Jahren noch eine grosse Gefahr für viele Tierarten, weil sich Plastik eben nur ganz, ganz langsam abbaut, über hunderte von Jahren. Grosse Gefahr geht vom Plastik aus weil manche Tiere denken es wären Fische, diese dann fressen oder ihrem Nachwuchs geben, und weil Plastik ziemlich giftig ist, und selbst kleine Mengen schnell zu gesundheitlichen Störungen führen können. Der Film „Midway“ zeigt anhand von Albatrossen die grauenhafte Auswirkungen unseren achtlosen Umgangs mit unserem Konsum und der Natur.

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